Grundlagen der technisch-konfuzianisch orientierten Gesellschaftslehre

Dr.-Ing. Alfred Schurmann - Mathematiker und Informatiker

Einige andere Veröffindlichungen:
1. Human did not evolve by random cell alterations and selection
2. Entwicklung menschlicher Biotope und Bio-Systeme

3. Wie das System China gestalten?
4. Das psychologische System Mensch

Summery
(of foundations of the technical-Confucianist oriented society theory). From the mathematical-computer-science point of view is the sociology, psychology and philosophy a rough and rather fictitious knowledge and reasoning based on fuzzy notions, formulations, models and hypotheses, which obscure the reality instead to explain it. For that reason, it is necessary to explain the psychological, sociological and society reality by means of natural-science-technical formulations, theories and system reasoning. The psychological reality is described in A. Schurmann [SC3], Das psychologische...., (in German), 2010.
      Sociology is always strong associated with the society which it describes. The aim of this paper is to present the technical-Confucianist oriented society theory with its sociology by means of precise formulations and system reasoning. This theory is based on the said paper [SC3], which presents the real functioning of a human. The said society theory is described in the following way:
       First, definitions of society subsystems are given - these subsystems have needs and dis-satisfactions connected with these needs. Then the following main properties of these subsystems are shown: (i) a subsystem behave emotional - it is determined (or motivated) to satisfy its greatest dis-satisfactions, (ii) the perception, knowledge and reasoning of a subsystem are restricted to the fields connected with its dis-satisfactions, (iii) natural-science-technical oriented subsystems and subsystems producing goods use knowledge and reasoning which describe the reality, (iv) subsystems using theology, psychology, sociology, philosophy, rhetoric, mass media and modern art spread and develop fictitious ideas, hypotheses and models, and say that they interpret reality - these fictitious knowledge and reasoning is implemented in heads of people making in this way new reality: society groups and classes using (and acting according to) such fictitious knowledge and reasoning, and (v) subsystems are self-interested, because they are motivated to satisfy mainly their own dis-satisfactions.
       Subsystems act in a society system. The present and the expected effect of a subsystem on this system is given. This enables to determine whether a subsystem is useful or harmful to the system. Next, the technical-Confucianist oriented society KS is characterized. It is an optimum society system, because: (i) it is motivated to satisfy the greatest dis-satisfactions of the people and production and service subsystems
of KS, (ii) it recognizes and supports useful subsystems, (iii) it is motivated and able to identify the reality and build models and theories describing it (also in psychology, history, sociology and economy) using natural-science-technical knowledge and system reasoning, (iv) it is motivated and able to develop further itself and it does not converge to a subjection system, (v) it recognizes harmful subsystems and is ready to act effectively against them and against subjection systems, and (vi) it is ready to cooperate peacefully with other states and useful foreign subsystems, if they do ready and able to such cooperation.
       The most important needs and dissatisfactions of the system KS are given. Then, due to the results of this paper, a new simpler strategy for forming KS is given. At the end is discussed further how to form and organize subsystems in KS.

Inhalt
1.   Einleitung
2.   Gesellschaftliche Subsysteme
3.   Eigenschaften gesellschaftlicher Subsysteme
3.1.Subsysteme sind emotionelle Systeme
3.2. Erkennung der Umwelt, das Wissen und Denken eines Subsystems
3.3. Beschränkte Wirksamkeit des virtuellen Wissens und Denkens
3.4. Subsysteme sind eigennützig
4.   Wirkung und Abhängigkeit von Subsystemen im Gesellschaftssystem, GS
4.1.Nützlich- oder Schädlichkeit eines Subsystems
4.2.Zusammenwirken von Subsystemen in GS
4.3.Abhängigkeit von Subsystemen
4.4.Kooperation zwischen Subsystemen und Systemen
5.    Technisch-konfuzianisch orientiertes System
5.1. Realistisches, technisch-konfuzianisches System
5.2. Die Gestaltung des Systems SCh
5.3. Einige Überlegungen über Subsysteme im technisch-konfuzianisch orientierten System
5.3.1.Konfuzianisch orientierte Produktions- und Dienstleidtungs-Subsysteme
5.3.2.Schädliche Subsysteme im Gesellschaftssystem
5.3.3.Erkennung schädlicher Subsysteme in KS und Beschränkung ihrer Aktivitäten

1. Einleitung
       In A. Schurmann [SC2], Wie das System....., Absch. 5.6, (2010), ist vorgeschlagen eine wirklichkeitsnahe Psychologie und Soziologie zu bilden, weil das Wissen und Denken in diesen Bereichen, in Europa und Amerika, auf schwammige, virtuelle, vieldeutige Modelle und Vorstellungen, die die Wirklichkeit effektiv verschleiern, fußen. Die gegenwärtige moderne, insbesondere die postmoderne, Soziologie, Psychologie, Gesellschaftslehre und Philosophie ist nicht nur ein ungefähr Wissen und Denken, sondern ignoriert auch das kausale Denken und propagiert fiktive Modelle und Hypothesen als Deutungen der Wirklichkeit.
       Aus diesen Gründen sah ich in [SC2], Absch. 5.6, die Notwendigkeit, mittels naturwissenschaftlich-technischem Wissen und System-Denken, realistische, relativ präzise Modelle und Theorien der psychologischen und soziologischen Wirklichkeit zu bilden. In [SC3] , Das psychologische...., (2010), hab ich die Grundlagen der realistischen, relativ präzisen und abstrakten Theorie des Funktionieren des Menschen gegeben.       
       Soziologie und Gesellschaftslehre sind immer eng mit einem Gesellschaftssystem verbunden und sie geben zugleich allgemeine Rahmenbedingungen, mittels Normen, Werten und Regeln, für gesellschaftliches Wissen, Denken und Verhalten. Mein Ziel war das technisch-konfuzianisch orientierte Gesellschaftssystem mit ihrer Soziologie zu charakterisieren. Aufgrund der Überlegungen in [SC2], Wie das System....., und der Theorie des Systems Mensch in [SC3], Das psychologische...., gelang es mir unerwartet schnell die hier dargestellten Grundlagen der realistischen, abstrakten technisch-konfuzianisch orientierten Gesellschaftslehre mit ihrer Soziologie auszuarbeiten. Das Ziel dieser Lehre ist ein unabhängiges Staatssystem wie China so zu organisieren und gestalten daß es sich im Wettbewerb mit anderen Staatssystemen weiter optimal entwickeln kann und nicht zum Unterwerfungsstaat konvergiert.
       In bezug auf diese Abhandlung ist diese Idee wie folgt realisiert. Zuerst sind realistische, genügend präzise und abstrakte Definitionen gesellschaftlicher Subsysteme - die Bedürfnisse und Unbefriedigungen haben - gegeben. Dann sind ihre wichtigsten folgenden Eigenschaften beschrieben. Ein Subsystem handelt emotionell indem es motiviert ist seine größten Unbefriedigungen zu befriedigen. Auch die Erkennung der Umwelt, das Wissen und Denken des Subsystems beschränkt sich nur auf diese Bereiche die seine Bedürfnisse und Unbefriedigungen betreffen. Subsysteme die naturwissenschaftlich-technisch orientiert sind oder Waren produzieren benutzen ein mehr oder weniger realistisches Wissen und Denken. Subsysteme die auf das Wissen und Denken der Religionslehren, Psychologie, Soziologie, Philosophie, Rhetorik, Massenmedien und moderner Kunst fußen, verbreiten und entwickeln virtuelle wirklichkeitsfremde Vorstellungen, Hypothesen und Modelle die die Wirklichkeit deuten sollen; dieses fiktive Wissen und Denken wird durch bestimmte, befugte Meinungsmacher (oder Deutungsmacher) in Köpfen der Bevölkerung eingeprägt. In dieser Weise entsteht eine neue Realität: Gesellschaftsschichten mit solchem fiktivem Wissen und Denken, die sich ungefähr so Verhalten wie die gesagten Meinungsmacher es wünschen. Virtuelle wirklichkeitsfremde Vorstellungen sind nicht Erfindung der Neuzeit. Vier Beispiele zeigen wie unwirksam (oder beschränkt wirksam) solches fiktives Wissen ist, wenn es zum Grundwissen und -denken eines Gesellschaftssystem wird. Weil Subsysteme hauptsächlich ihre eigene Bedürfnisse und Unbefriedigungen realisieren, handeln sie eigennützig. Das Wirken von Subsystemen in einem Gesellschaftssystem, GS, ist in Absch. 4 erörtert. Der gegenwärtige und der erwartete Wirkungsgrad eines Subsystems in GS ist bestimmt. Dies ermöglicht zu erkennen ob ein Subsystem nützlich oder schädlich für das System GS ist oder sein wird.
          In Absch. 5 ist das technisch-konfuzianisch orientiertes Gesellschaftssystem KS charakterisiert. Dieses Gesellschaftssystem ist optimal, wenn es konsequent und fachgemäß angewandt wird, weil es (i) die Grundbedürfnisse und -unbefriedigungen der Bevölkerung und der Produktions- und Dienstleistungssubsystemen realisiert, (ii) nützliche Subsysteme erkennt und unterstützt, (iii) motiviert und fähig ist die Wirklichkeit zu erkennen, und auf Grundlage des realistischen Wissens und System-Denkens (auch in Bereichen der Psychologie, Geschichte, Soziologie und Ökonomie) zu handeln, (iv) motiviert ist sich weiter positiv zu entwickeln so daß es nicht zum Unterwefungssystem konvergiert, (v) bereit ist gegen schädliche Subsysteme oder Unterwerfungssysteme effektiv zu handeln, und (vi) bereit ist friedlich mit anderen Staaten und ausländischen Subsystemen zusammenzuwirken, wenn diese dazu auch wirklich bereit und fähig sind.
       Die wichtigsten Bedürfnisse und Unbefriedigungen des Systems KS sind gegeben. Dann, aufgrund der Ergebnisse dieser Arbeit, ist neue einfachere Gestaltungsstrategie des Systems KS gegeben. In Absch. 5.3 ist weiter die Gestaltung und Organisation von Subsystemen in KS erörtert.

2. Gesellschaftliche Subsysteme
        Mittels der Kenntnisse über das System Mensch (s. A. Schurmann [SC3], Das psychologische ...., http://www.home-a-schurmann.de/mensch.html , 2010) sind hier gesellschaftliche Subsysteme definiert.
Definition 1. Ein formelles einfaches Subsystem (oder Organisation), ESu, besteht aus folgenden Bestandteilen:
1.a)      Führungsorgane (oder kurz: Führung) - sie bestimmen die weiter gesagten Operationen;
1.b)      Mitglieder die durch Verträge oder formale Vereinbarungen zu ESu gehören, die weiter gesagten Operationen ausführen und die Bedürfnisse des ESu realisieren;
1.c)      folgende Bedürfnisse:
1.c.1)   Einrichtungs- und Verwaltungsbedürfnisse, z.B. nach gut funktionierenden Einrichtungen (Maschinen, Kommunikationssystem, Verwaltungs- und Produktionsräumen) und nach effizienter Verwaltung;
1.c.2)   Haupt Bedürfnisse/Aufgaben des Subsystems bestimmt durch die Führungsorgane, z.B. Gewinne machen, bestimmte Diestleistungen ausführen, bestimmte Waren produzieren, expandieren, u.s.w.;
1.c.3)   Bedürfnisse der Mitglieder, z.B. gute Arbeitsbedingungen haben, gute Gehälter bekommen, Anerkennung bekommen, u.s.w.;
1.c.4)   von Außen bestimmte Bedürfnisse/Bedingungen, z.B. keine Umweltschäden machen, Auflagen der zuständigen Verwaltung erfüllen, u.s.w.;
1.d)      Unbefriedigungswerte, Unb(b,t), zum Zeitpunkt t, für genannte Bedürfnisse b - Unb(b,t) ist eine Funktion mit folgenden Eigenschaften: (i) 0 < Unb(b,t) < 2000, (ii) je größer Unb(b,t) desto größer ist die Unbefriedigung und Unzufriedenheit des Subsystems ESu in bezug auf die Realisierung des Bedürfnisses b, (iii) je kleiner Unb(b,t) ist desto besser realisiert (befriedigt) ESu das Bedürfnis b, und (iv)  die Werte Unb(b,t) erkennen die Mitglieder, insbesondere die Führung, aufgrund des erkannten Zustandes des Subsystems ESu und dessen Umwelt;
1.e)       Wissenbanksystem (oder kurz: Wissenbank) das beinhaltet: (i) genaue Modelle des Subsystems ESu (mit Einrichtungen, Mitgliedern u.s.w.), (ii)  Modelle/Vorstellungen über die kooperierenden Subsysteme, und (iii) Modelle/Vorstellungen über den Markt für benötigte Waren und Dienstleistungen, produzierte Waren und durch ESu ausgeführte Dienstleistungen; die Wissenbank ist Bedürfnis orientiert, d.h. sie enthält nur das Wissen das die Unbefriedigungen in (1.d) und Operationen (1.f) betrifft;
1.f)       Operationen mittels deren die in (1.d) gesagten Unbefriedigungen realisiert/befriedigt sind;
1.g)       Kommunikationssysteme.
         Beispiele solcher Subsysteme: Produktions- oder Dienstleistungfirmen, Schulen, Religionsgemeinde, Polizei, Vewaltung kleiner Städten, Sportverein, u.s.w..
Definition 1.1. Ein formelles Subsystem (Organisation), SuO, ist ein formelles einfaches Subsystem oder es besteht aus folgenden Bestandteilen:
(a)        Führungsorgane - ähnlich wie in (1.a), Definition 1,  (b)      formelle Subsysteme,  (c)      Mitglieder die durch formale Vereinbarungen oder Verträge zu SuO gehören,  (d)       ähnliche Bedürfnisse wie in (1.c) und Unbefriedigungen wie in (1.d), und zusätzlich das Bedürfnis mehr Einfluß oder Macht haben, (e)       wie in (1.d),  (f)        wie in (1.e),  (g)       wie in (1.f),  und (h)       wie in (1.g).
         Beispiele solcher Subsysteme: Staatsverwaltung, Militär, Justizsystem, große Konzerne, Religionssysteme, Berufsverband, Partei u.s.w.
Definition 2. Ein informelles oder natürliches Subsystem (oder Gruppe, oder Organisation), ISu, besteht aus folgenden Bestandteilen:
2.a)     Leitung (auch Führung genannt) die, mit Zustimmung der Mehrheit der Mitglieder, die weiter gesagten Bedürfnisse und Ziele formuliert, und die weiter gesagten  Aktivitäten bestimmt;
2.b)     Mitglieder die freiwillig zu ISu gehören um die in (2.d) gesagten Unbefriedigungen, mittels der Aktivitäten (2.f) , zu befriedigen;
2.c)     Bedürfnisse - es sind die deklarierten Bedürfnisse der Leitung und Mitglieder, und die nicht deklarierten (verdeckten) Bedürfnisse einiger Mitglieder die sie mittels des Subsystems realisieren wollen;
2.d)     Unbefriedigungen Unb(b,t) wie in (1.d), wobei b ein in (2.c) gesagtes Bedürfnis bezeichnet;
2.e)     Wissenbanksystem das beinhaltet genaue Kenntnisse über die Aktivitäts- und Kommunikationsmöglichkeiten der Mitglieder und der Gegner ( wenn solche sind) des Subsystems, Vorstellungen über die Ziele und Situationen die das Subsystem erreichen will; diese Wissensbank ist auch Bedürfnis orientiert (wie in (1.e));
2.f)      Aktivitäten mittels deren das Subsystem die Unbefriedigungen (2.d) befriedigt;
2.g)      Kommunikationssystem zwischen Mitgliedern des Subsystems, und zwischen dem Subsystem und der Öffentlichkeit (z.B. Werbung), wenn ISu möglichst viel Zustimmung haben will.
        Beispiele: gemeinsamer Ausflug, öffentliche Demonstration, Protestbewegung, Friedensbewegung, u.s.w.
Definition 3. Ein unorganisiertes Subsystem (oder Gesellschaftsschichte), USu, besteht aus folgenden Bestandteilen:
3.a)        Mitglieder die aufgrund der bestehenden Gesellschaftsordnung zu diesem Subsystem gehören;
3.b)       Bedürfnisse und Unbefriedigungen die alle Mitglieder ständig gemeinsam haben;
3.c)       Wissensystem - es ist das gemeinsame ähnliche Wissen (insbesondere Erfahrungen) der Mitglieder über ihr Subsystem USu und andere gesellschaftliche Subsysteme;
3.d)       ähnlicher Lebensstandard der Mitglieder.
        Ein unorganisiertes Subsystem hat keine Leitung. Beispiele: landwirtschaftliche Bauer mit kleinem Einkommen, Arbeiter, Angestellte mit kleinem Einkommen, Konzernmanager, Millionäre, u.s.w. Mitglieder eines USu gehören meistens auch zu mehreren formellen und informellen Subsystemen.

3. Eigenschaften gesellschaftlicher Subsysteme
        Hier werden die wichtigsten Eigenschaften der in Absch. 2 definierten gesellschaftlichen Subsysteme - weiter kurz Subsysteme genannt - gegeben.
3.1. Subsysteme sind emotionelle Systeme
        Von den Definitionen folgt daß jedes Subsystem Bedürfnisse und Unbefriedigungen, verbunden mit diesen Bedürfnissen, hat. Diese Unbefriedigungswerte Unb(b,t) bestimmen die Emotionen des Subsystems. Genauer, diese Unbefriedigungen sind die durch die Mitgliedergruppen (z.B. die Führung, hochqualifizierte Arbeitnehmer) erkannten Zustände der Realisierung ihrer Bedürfnisse im Subsystem. Dies bewirkt bei diesen Mitgliedern Emotionen eng verbunden mit diesen Unbefriedigungswerten. Folgende Beispiele konkretisieren diese Formulierung.
Beispiel 3.1. Emotionszustände in einem formellen nicht großen Produktions- oder Dienstleistungssubsystem. Der Unbefriedigungswert Unb(Hygiene,t) wird von durchschnittlichen Arbeitnehmer als Zustand der Hygiene wie folgt wahrgenommen: Unb(Hygiene,t) = 850 für sehr schlechte hygienische Bedingungen, = 650 für schlechte Bedingungen, = 500 für nicht gute, = 200 für gute, = 100 für sehr gute. Die Führung kann die hygienische Zustände anders bewerten und somit andere Werte Unb(Hygiene,t) haben. Noch unterschiedlicher bewerten Arbeitnehmer und Führung den Wert Unb(Gh,t), wobei Gh Arbeitnehmer Gehälter bezeichnet.
Der Zustand der Gewinnchancen ist hauptsächlich von den Führungsorganen erkannt, aufgrund der Produktions- oder Dienstleistungskosten, Aufträgen und Verkaufspreisen. Unb(Gew,t) (Gew steht für Gewinne machen) wird dann in folgender Weise bestimmt: Unb(Gew,t) = 1100 wenn große Verluste erwartet sind, = 800 wenn kleine Verluste erwartet sind, = 500 wenn keine Verluste erwartet sind, = 200 wenn der geplante Gewinn fast erreicht ist, = 100 wenn der geplante Gewinn überschritten ist.
Die gesagten Werte Unb(bf,t) bewirken folgende Emotionen des Subsystems: sehr große Unzufriedenheit wenn Unb(bf,t) > 1000, große Unzufriedenheit wenn Unb(bf,t) = 800, Unzufriedenheit wenn Unb(bf,t) = 600, weder zufrieden noch unzufrieden wenn Unb(bf,t) = 350, Zufriedenheit wenn Unb(bf,t) = 250, sehr zufrieden wenn Unb(bf,t) < 120, wobei diese Emotionen entstanden bei Arbeitnehmer für bf = Hygiene oder Gh, und bei der Führung für bf = Gew.
Es ist ein zusammenarbeitendes Subsystem (normaler Weise), weil alle Mitglieder einige ihrer Unbefriedigungen gemeinsam befriedigen.
Beispiel 3.2. Emotionen einer Religionsgemeinschaft in einer Stadt. Alle Mitglieder haben dieselbe Bedürfnisse Rb1,...,Rbn. Doch die Werte Unb(Rbi,t) sind bei verschiedenen Mitgliedern sehr verschieden, je nach dem wie religiös sie sind. Diese Unbefriedigungen entwickeln sich zwar wie im System Mensch (s. A. Schurmann [SC3], Das psychologische ..., 2010) aber die Religionsführer (in und außerhalb der Gemeinde) haben großen Einfluß auf diese Unbefriedigungen, und gestalten Emotionen und das Verhalten der Mitglieder indem sie einige Aktivitäten der Mitglieder als richtig (von Gott gewollt) und andere als falsch (von Gott verboten) in ihren Hirnen einprägen. Die Religionsführer haben zusätzlich folgende Bedürfnisse: Rhg - die Mitglieder sollen nach den Geboten und Regeln der Religion leben, Rfw - das wahre Wissen und Glauben den Mitgliedern und auch nicht Mitgliedern einprägen, Rfa - das wahre Religionswissen verteidigen und gegen das falsche Wissen und Verhalten der Gläubigen handeln, Rfv - die Organisations- und Verwaltungspflichten erfüllen, Rfr - Räume und Kommunikations-netzwerke für die Gemeinde haben. Für diese Bedürfnisse haben sie entsprechende Unbefriedigungen. Auch viele andere Mitglieder haben diese Bedürfnisse und Unbefriedigungen.
Aus diesen Gründen ist eine Religionsgemeinschaft ein homogenes, eher hoch motiviertes Subsystem in dem alle Mitglieder zusammenarbeiten und sich von Menschen außerhalb dieser Religion abgrenzen um ihre Religionsbedürfnisse gut zu realisieren.
Beispiel 3.3. Ein informelles Subsystem, z.B. eine Friedensbewegung. Die deklarierten Bedürfnisse sind: Fb1 - der Krieg x muß beendet werden, Fb2 - die Großmächte sollen abrüsten, Fb3 - Atom- und Biologiewaffen sollen vernichtet werden. Ein großer Teil der Mitglieder hat relativ große Unbefriedigungswerte Unb(Fbi,t) (für i = 1,2,3). Bei vielen Mitgliedern sind jedoch diese Unbefriedigungswerte klein, dafür haben sie andere nicht deklarierte Unbefriedigungen Unb(Pbj,t), für Pb1 = mit Freunden/Bekannten Zusammensein, Pb2 = im Subsystem anerkannt zu sein, Pb3 = gegen "die da Oben" zu protestieren. Die Leitung realisiert zusätzlich auch ihre nicht deklarierte Unbefriedigungen Unb(Lbe,t) für Lb1 = große Anerkennung im und außerhalb des Subsystems bekommen, Lb2 = Einfluß auf die Mitglieder haben. Einige Leitungsmitglieder realisieren auch einige Bedürfnisse anderer Subsysteme (z.B. Parteien, Kirche); es ist bekannt daß die Friedensbewegung im "kalten Krieg" durch den Geheimdienst der Sowjetunion unterstützt wurde und einige Mitglieder einige Ziele der Außenpolitik der Sowjetunion realisierten. Wegen den nicht deklarierten (und einigen verdeckten) Unbefriedigungen ist solches Subsystem inhomogen. Alle Mitglieder sind aber zur Zusammenarbeit motiviert, weil sie ihre gesagten Unbefriedigungen mittels der Aktivitäten im Subsystem befriedigen können.
        Die Unbefriedigungen und Emotionen in formellen Subsystemen wie Gewerkschaften, Sportvereine und Berufsverbände kann man ähnlich charakterisieren.
        Formelle und informelle Subsysteme funktionieren meistens fehlerhaft, wenn einige Mitglieder Aktivitäten ausführen die dem Subsystem schaden; Beispiele: (i) Mitglied MS1 hat Unb(Macht,t) > 700 und befriedigt sie indem er untergeordnete Mitarbeiter demütigt oder misshandelt, (ii)  MS1 will einen Führungsposten erreichen mittels unerlaubten Aktivitäten, (iii) MS1 verkauft interne Informationen an Konkurrenten, (iv) MS1 führt heimlich Aktivitäten aus im Auftrag einer fremden Organisation, und (v) MS1 ist korrupt. Besonders schädlich ist wenn Mitglied der Führung oder Leitung solche verdeckte Aktivitäten ausführt.
Beispiel 3.4. Ein unorganisiertes Subsystem, z.B. eine Arbeiterschicht (oder Arbeiterklasse). Die Hauptbedürfnisse sind: Ab1 - nicht Arbeitslos sein, Ab2 - eigene Wohnung (Haus) haben, Ab3 - gute Freunde haben, Ab4 - guten Lohn bekommen, Ab5 - Anerkennung finden, Ab6 - Familie haben, Ab7 - mehr Macht haben, Ab8 - mehr Geld haben, Ab9 - nicht so viel arbeiten, und Ab10 - nach Gerechtigkeit. Diese Bedürfnisse haben auch andere Gesllschaftsschichten; aber charakteristisch für die Arbeiterschicht sind die großen Unbefriedigungswerte: Unb(Ab1,t), Unb(Ab3,t), Unb(Ab4,t), Unb(Ab5,t), Unb(Ab8,t), Unb(Ab9,t) und Unb(Ab10,t). Diese Unbefriedigungen bestimmen die Emotionen und Motivationen der Arbeiterschichte. Im Bereich ihrer Berufstätigkeiten haben Arbeiter realistisches Wissen und denken realistisch - virtuelles, wirklichkeitsfremdes Wissen und Phantasien im Bereich ihres Berufs würden Arbeiter berufsunfähig machen. Die Arbeiterschichte ist sehr inhomogen. Die Zusammenarbeit der Mitglieder findet nur in kleinen Gruppen und in anderen Subsystemen zu denen sie gehören statt (z.B. Partei, Gewerkschaft, Sportverein, Religionsgemeinschaft).
Das emotionelle Verhalten der Subsysteme. Wie in Beispiel 3.1 geschildert entsteht im Subsystem, das eine Unbefriedigung Unb(bs,t) hat, eine Emotion z.B. Freude wenn Unb(bs,t) kleiner (d.h. befriedigt) wird und Unzufriedenheit wenn Unb(bs,t) groß ist oder steigt. Wie in A. Schurmann [SC3], Das psychologische....., http://www.home-a-schurmann.de/mensch.html  , Abschn. 2.4 und 3.2 ) geschildert, ist mit jeder großen Unbefriedigung Unb(bs,t) des Subsystems das Verlangen (und die Motivation) der Führung/Leitung oder anderer Mitglieder diese Unbefriedigung zu senken (befriedigen) verbunden; das erreichen diese Mitglieder durch Ausführung bestimmter Operationen/Aktivitäten die zum Subsystem gehören. Auch die nicht deklarierten oder verdeckten Unbefriedigungen einzelner Mitglieder sind durch ihre Aktivitäten im Subsystem befriedigt und gehören zum tatsächlichen Subsystem. Die Aktivitäten des Subsystems sind also bestimmt durch dessen Unbefriedigungen und mit ihnen verbundenen Emotionen, und das Subsystem handelt somit emotionell.
3.2. Erkennung der Umwelt, das Wissen und Denken eines Subsystems
       Die Erkennung der Umwelt und Speicherung des Wissens in der Wissenbank des Subsystems ist durch die Mitglieder, insbesondere durch die Führung/Leitung, ausgeführt. Wie Menschen ihre Umwelt erkennen, und ihre Wissenbanken bilden und benutzen ist in A. Schurmann [SC3], Das psychologische...., Absch. 2.2 und 3.2, dargestellt. Daraus folgt, daß Mitglieder, im Rahmen ihrer Tätigkeiten im Subsystem, nur die Fragmente ihrer Umwelt erkennen und nur die Informationen in der Wissenbank des Subsystems speichern die die Unbefriedigungen des Subsystems betreffen, und die Führung/Leitung bestimmt wie die Wissenbank organisiert ist.
        Das Erkennen und Wissen des Subsystems beschränkt sich auf folgende Bereiche: (i) Erkennung der Unbefriedigungswete des Subsystems, (ii) sind Operationen die diese Unbefriedigungen senken vorhanden?, (iii) können modifizierte oder neue Aktivitäten/Operationen diese Unbefriedigungen optimaler befriedigen?, und (iv) Erkennung der Faktoren die diese Unbefriedigungen unterstützen oder verhindern.
       Auch die Denkweise des Subsystems (d.h. der Führung/Leitung und anderer Mitglieder) ist beschränkt auf die gesagten Bereiche (i),...,(iv) und bestimmt durch den Zustand der Fachausbildung ihrer Mitglieder. Es ist bekannt daß ohne hochqualifizierte  Mitglieder ein modernes mittelständisches oder großes Subsystem nicht effizient funktionieren kann.
       Wie realistisch ist die Erkennung der Umwelt und das Wissen der Subsysteme? Ich will hier nicht darüber philosophieren, sondern an Beispielen zeigen daß einige Subsysteme hoch motiviert sind realistische Modelle zu bilden; andere, anderseits, sind motiviert virtuelle wirklichkeitsfremde Vorstellungen der Umwelt zu konstruieren und sie in Hirnen möglichst vieler Menschen zu implementieren - um so neue gesellschaftliche Wirklichkeit schaffen.
Beispiel 3.5. Die Erkennung der Umwelt und das Wissen einer nicht großen Produktions- oder Dienstleistungsfirma, in Bereichen Handwerk, Handel, Transport, Produktion von Waren, Kommunikation und Gaststätengewerbe, die sich im Wettbewerb mit anderen Firmen behaupten muß. Solche Firma ist gezwungen möglichst realistisch und genau diese Fragmente der Umwelt zu erkennen und wirklichkeitsnahe Modelle dieser Teile der Umwelt zu bilden die die Unbefriedigungen und Aktivitäten der Firma betreffen, z.B. Arbeitsprozesse in der Firma, Qualitäten der Arbeitnehmer, Kosten der Produkte oder Dienstleistungen, Zustand der Zufriedenheit der Kunden, Marketing, Zugang zum Fachwissen außerhalb der Firma, Gesetze und Vorschriften die die Firma betreffen, u.s.w. Wenn die Firma virtuelle Vorstellungen/Modelle, die der Wirklichkeit widersprechen, anwenden würde, dann würde sie Verluste machen. Es besteht eine Rückkopplung zwischen realistischer Erkennung und realistischem Wissen der Firma und deren Effektivität und Existenz - je wirklichkeitsfremder die Erkennung und das Wissen der Firma, desto weniger effizient funktioniert sie.
Beispiel 3.6. Ein naturwissenschaftliches Institut, z.B. Institut für Physik. Das Erkennen, Wissen und Denken des Instituts ist beschränkt auf folgende Bereiche: (i) physikalische Gesetze und Prozesse, (ii) Apparatur und Einrichtungen die zur Physik Forschung nötig sind, (iii)  Zugang zur Fachliteratur, und (iv) Verwaltungsaktivitäten des Instituts. Das Institut - mittels ihren Wissenschaftlern - erkennt die physikalische Wirklichkeit nach dem Prinzip: durch Beobachtungen und Experimente ein physikalisches Gesetz oder Modell eines physikalischen Objekts oder Prozesses zu bilden, wobei zuerst wird meistens eine Hypothese formuliert und dann durch Experimente und Beobachtungen bestätigt oder abgelehnt (wenn ein physikalischer Vorgang dieser Hypothese widerspricht). Dies bewirkt daß physikalische Gesetze und Theorien die physikalische Wirklichkeit darstellen und erklären, wobei einige Modelle und Theorien können nicht genügend genau sein und müßen aufgrund neuer Tatsachen modifiziert werden. Wenn ein Wissenschaftler Wp des Instituts eine Hypothese als experimentell bewiesene Theorie darstellen würde und andere Physiker eine Tatsache erkennen die dieser Hypothese widerspricht, dann würde diese Hypothese von anderen Physikern abgelehnt und der Wissenschaftler Wp als nicht zuverlässig behandelt, und bei Wp und dem Institut steigt wesentlich die Unbefriedigung Unb(Anerkennung,t) und es folgen unangenehme weitere Konsequenzen (in der Wirklichkeit kann es einige Abweichungen von diesem Prinzip geben). Es besteht eine Rückkopplung zwischen realistischem Wissen und der Anerkennung und Funktionsfähigkeit des Instituts.
Die Denkweisen des Instituts, d.h. der Physiker, sind bekannt. Das physikalische Wissen kann jedoch nicht alle physikalische Prozesse erklären, z.B. nie wird man erkennen können welche Gestalt die Materie - die Energie - im "schwarzen Loch" einer Galaxie hat.
      Nicht so gut funktioniert die Rückkopplung in der Evolutionsbiologie - die Darwinisten behaupteten mehr als 100 Jahren, daß alle Arten durch Zufal, Anpassung und Selektion entstanden, und begründeten dies auch noch mit virtuellen wirklichkeitsfremden Wahrscheinlichkeits-Modellen. Anders ausgedrückt, sie konstruierten die "Gottheit Zufall" die mittels Selektion super geniale molekulare Informationssysteme schuf; dabei behaupteten einige sehr gläubige Darwinisten daß Darwins Hypothese (die sie Theorie nennen) genau so bewiesen ist wie Newtons Mechanik. Warum gab es keine Rückkopplung? - Diese Frage sollten die Darwinisten beantworten. Ich habe in meinen Arbeiten (z.B. [SC4], Human did not evolve by random....., 2009) auf zu unpräzise und vieldeutige Denkweise der Evolutionisten hingewiesen.
Beispiel 3.7. Gestaltung des Wissens und Denkens mittels unrealistischer Erkennung der Wirklichkeit, und virtuellen Vorstellungen und Behauptungen. Bildung virtueller unrealistischer Vorstellungen über die Umwelt ist sicher so alt wie die Menschheit. Alle Religionen bildeten virtuelles wirklichkeitsfremdes Wissen über bestimmte Bereiche der Umwelt. Dieses unrealistische wissen prägten (implementierten) Priester in menschliche Hirne so effektiv daß diese Menschen (die Rezipienten) nach diesem Wissen in rigoroser Weise handelten, z.B. in dem sie einer Gottheit Menschen opferten. Damit schufen die Priester mit ihrem virtuellen Wissen neue gesellschaftliche Wirklichkeit - Menschen mit dem unreellen religiösem Wissen, Denken, Bedürfnissen, Unbefriedigungen, Emotionen und religiösem Verhalten (z.B. Rituale), die die Bedürfnisse und Unbefriedigungen der Priester realisierten (befriedigten). Das religiöse Wissen war für Mitglieder eines Stammes oder Volkes auch die wahre Deutung der Wirklichkeit; Modifikationen dieser Pflichtdeutungen wurden als Häresie  streng bestraft (z.B. Jesus, Häretiker und "Hexen" getötet durch christliche Kirchen), weil das religiöse Subsystem (hauptsächlich die Priester) war hoch motiviert dessen große Unbefriedigungen in bezug auf Macht, Anerkennung, religiöse Bedürfnisse und materiellen Besitz zu befriedigen. Die objektive Erkennung der Wirklichkeit durch Naturwissenschaftler hat die Deutungsmacht und das Wissenmonopol der christlichen Kirchen gebrochen, was zu einer mehr realen Erkennung der Umwelt und naturwissenschaftlich-technischem Wissen und Verhalten führte (genauer in A. Schurmann [SC1], Entwicklung menschlicher...., http://www.home-a-schurmann.de/menschsys.html  dargestellt).
      Gegenwärtig gibt es mehrere Deutungssubsysteme die virtuelles Wissen verbreiten, Die moderne, insbesondere die post-moderne, Psychologie, Soziologie, Philosophie und Kunst haben folgende Merkmale: (i) sie geben zu daß ihr Wissen und Denken gegen die Wirklichkeit ist (s. H. Abels [AB1], Einführung......, Band 1, Absch. 1, 2007), (ii) sie behaupten daß es weder die reale Wirklichkeit noch ein Wissenssystem (wie z.B. das Wissen einer Religion oder die Marx-Engels-Lenin Lehre) gibt mit dem man das Erkennen der Umwelt oder neues Wissen konfrontieren könnte (s. M. Schetsche [MSC], Wissenssoziologie...., Abschn. 1, 2000), und so können alle Hypothesen zugleich wahr und falsch sein (das kausale Denken wird ignoriert), (iii) psychologische Geschichten (z.B. in der Psychoanalyse, das Märchen von Archetypen) sind als Fachwissen dargestellt, (iv) erzählen Märchen mittels pseudo-wissenschaftlichen Formulierungen, wie z. B. die s.g. Mem-Erkennungstheorie von R. Dawkins, und verbreiten sie als wissenschaftliche Theorien, (v) verwenden schwammige vieldeutige Begriffe und Formulierungen die sogar ihre Autoren ungenügend verstehen, dafür aber rhetorisch und emotionell wirken,  (vi) in der Soziologie, nach M. Schetsche [MSC], ist über soziale Fakten nicht mehr Gewiß als die Tatsache daß sie ungewiß sind, (vii) sie behaupten daß Tatsachen nur das Ergebnis sozialer Definitionen und Typisierungsprozesse sind (s. M. Schetsche [MSC]), (viii) Künstler vermeiden stark die Realität - für sie ist eine alberne Phantasie viel bedeutender als ein realistisches Kunstwerk auf hohem Niveau (die Magie der Kunst ist in A.Schurmann [SC1], Entwicklung....., genauer charakterisiert), und (ix) die virtuellen Konstruktionen und Deutungen der s.g. Post-moderne sind ähnlich unrealistisch, unbegründet und naiv wie die Phantasie-Konstruktionen der heiligen Christinnen im 13., 14. und 15. Jahrhundert - nur die Formulierungen und Ausdrucksformen (in der Kunst) sind sehr verschieden - und noch folgendes haben sie gemeinsam: (a) in ihren virtuellen Vorstellungen sind realistische Elemente/Fakten eingebettet (wie z.B. im Traum), außer einigen Kunstwerken der Post-moderne die die Wirklichkeit total ablehnen, und (b) ihre virtuelle Phantasien wurden und sind als die genehmigten - d.h. korrekten - Deutungen der Umwelt in die Hirne der Gläubigen bzw. der orientierungslosen postmodernen Menschen implementiert und sie so zu manipulierbaren Wunschmenschen umwandelten und umwandeln, u.s.w. Zwar formulieren viele Deutungsmacher (oder Deutungsbefugte) der genannten Bereiche nicht so offen daß sie nur fiktives (virtuelles) Wissen verbreiten, aber die scheinbare größere Objektivität ihres Wissens ist nur eine bessere Täuschung, weil eine gute Täuschung (oder Lüge) aus ungefähr 90% Tatsachen und 10% fiktiven Behauptungen besteht.
       Obwohl solche Deutungen und solches Wissen für Naturwissenschaftler und Ingenieure absurd sind, sind sie eine effiziente Methode gesellschaftliche Subsysteme zu manipulieren; wenn dieses fiktive (oder scheinbar realistische) Wissen und Denken in Rezipienten-Subsysteme (d.h. in ihren Wissenbanken und Hirnen der Mitglieder) implementiert ist, bildet es eine neue Realität - die Rezipienten-Subsysteme mit dem gewünschten fiktivem (oder scheinbar realem) Wissen und Denken, und damit verbundenen Bedürfnissen, Emotionen und Verhalten. Tragikomisch ist dabei daß viele Mitglieder dieser Rezipienten-Subsysteme überzeugt sind daß sie freien Willen und das richtige Wissen haben. Wenn man berücksichtigt, daß nur eine relativ kleine Anzahl von Meinungsmacher-Gruppen die Möglichkeit hat ihr virtuelles Wissen und Denken als Wirklichkeitsdeutungen zu verbreiten, dann gestalten sie eine gesellschaftliche Realität, nämlich Rezipienten-Subsysteme mit eingeprägtem ideologischen Überbau der sie motiviert und steuert so zu denken und handeln wie diese Meinungs- und Deutungsmacher es wünschen, wobei zu diesem ideologischen Überbau gehören auch virtuelle Wirtschaftstheorien und historische Interpretationen.
3.3. Beschränkte Wirksamkeit des virtuellen Wissens und Denkens
       Nicht nur die in Beispiel 3.7 gesagten Meinungsmacher entwickelten und verbreiten virtuelle wirklichkeitsfremde Deutungen. Auch einige hochqualifizierte Ökonomen (dabei zwei Nobelpreisträger) und Mathematiker entwickelten mathematische Modelle (meißtens mittels der Wahrscheinlichkeitstheorie, insbesondere der Anwendung der Gaußschen Normalverteilungsglocke zu nicht stochastischen Prozessen) die die finanz-wirtschaftliche Wirklichkeit darstellen sollten, aber tatsächlich verschleierten. Einige große Finanzkonzerne und Finanz-Lords, weiter FKL genannt, benutzten diese und ähnliche Deutungen um ihre Hasard-Wertpapier-Spiele zu vernebeln. Zusätzlich implementierten die FKL-Subsysteme virtuelle Modelle und Methoden zur Geldvermehrung in vielen Finanz-Subsystemen in USA und Europa, und verwandelten sie so in Subsysteme die nach verdeckten Richtlinien/Regeln der FKL-Subsysteme handelten, solange bis es zur Finanzkriese 2008/2009 kam. Man kann die Lebenskünstler von FKL-Subsystemen als böse geldgierige Buben emotionell bewerten - dies ist aber auch nur eine virtuelle Vorstellung, weil die Wirklichkeit ist: eine große Anzahl von Menschen hat mindestens einen großen Unbefriedigungswert in bezug auf Macht, Geld oder Anerkennung, und in diesem Fall handeln sie oft nach dem Prinzip "koste es was es wolle, ich muß meine Unbefriedigung senken (befriedigen)" (s. A.Schurmann [SC3], Das psychologische...., 2010). Außer dem handeln Konzerne, wie andere Subsysteme, eigennützig (mehr darüber in Absch. 3.4).
       Der Glaube einiger Meinungsmacher an die Wirksamkeit virtueller Deutungen ist so stark, daß sie sogar virtuelle Behauptungen verbreiten (mittels Massenmedien) die klar den naturwissenschaftlich-technischen Tatsachen widersprechen, z.B. daß der Teilchenbeschleuniger bei Genf (in der Schweiz) einen neuen Urknall (wie vor ungefähr 14 Milliarden Jahren) verursachen kann, oder falsche Vorstellungen von Robotern in einigen angeblich fachlichen Veröffentlichungen. In diesen Fällen stießen diese Meinungsmacher auf die Überprüfbarkeit dieser Behauptungen durch seriöse Fachleute und wurden als bloße virtuelle Propaganda entlarvt.
       Auch wenn virtuelles wirklichkeitsfremdes Wissen und Denken kurzfristig fügsame Rezipienten-Subsysteme bildet, fährt man, langfristig, gegen die Wand der Wirklichkeit, d.h. das ganze Wirtschaft und Gesellschaft System, das auf solches virtuelles Wissen und Denken fußt, funktioniert immer weniger effizient, und konvergiert zum Wettbewerbs-unfähigem System, wie folgende Beispiele zeigen:
Beispiel 3.8. Die wirklichkeitsfremde Vorstellung des Napoleons und seiner Generäle, daß Frankreich Russland beherrschen kann, führte zu großen Massenmorden (in Kriegen) und zur Niederlage Frankreichs.
Beispiel 3.9. Das Naziregime, unter A. Hitlers Führung in Deutschland, fuhr nicht nur gegen die Wand der politischen und militärischen Wirklichkeit, und verursachte Massenmorde, es war auch unfähig die elementaren Merkmale dieser Wirklichkeit zu erkennen und glaubte fest an ihre virtuellen Wunschvorstellungen bis es mit voller Geschwindigkeit gegen diese Wand prallte (im Jahre 1945).
Beispiel 3.10. Die virtuelle wirklichkeitsfremde Vorstellungen (z.B. über Menschen, Wirtschaft und Technik) angewandt in der Kulturrevolution (in den Jahren 1972 - 1974) in China führte zum Zusammenbruch der Wirtschaft, Industrie und Verwaltung. Es gab jedoch eine genügend einflussreiche Gruppe in der Machtelite unter Führung des Deng Xiaoping die die Notwendigkeit der Anwendung des realistischen Wissens und Denkens erkannte, anwendete und das System China vor dem kompletten Zusammenbruch rettete.
Beispiel 3.11. Die angewandten virtuellen wirklichkeitsfremden Vorstellungen über Menschen, Ökonomie und Gesellschaft in der Sowjetunion verursachten eine ineffiziente Wirtschaft, Industrie, Agrarproduktion und Technik, obwohl die Massenmedien ständig die virtuellen kommunistischen Vorstellungen in die Hirne der Bevölkerung implementierte. Es gab aber eine einflussreiche Gruppe in der Machtelite, unter Führung von Gorbatschow, die die Wirkungslosigkeit des virtuellen Wirtschafts- und Gesellschftswissen erkannte, und endlich ablehnte.
3.4. Subsysteme sind eigennützig
       Nach den Definitionen 1, 1.1, 2 und 3 (Absch. 2), den Eigenschaften des Systems Mensch (s. A. Schurmann [SC3], Das psychologische..., 2010) und den Eigenschaften der Subsysteme geschildert in Absch. 3.1 und 3.2, realisieren (befriedigen) Subsysteme hauptsächlich ihre eigene Unbefriedigungen und  ignorieren oder sogar verhindern die Realisierung der Unbefriedigungen anderer Subsysteme. Die Mitglieder eines Subsystems Sb die auch noch zu anderem Subsystem, Sb1, gehören, sind motiviert Sb1 zu unterstützen sogar auf Kosten des Subsystems Sb. Subsysteme können auch bereit zur Zusammenarbeit sein - wenn Subsystem Sb2 zusammen mit Subsystem Sb3 ein Produkt herstellen oder eine Dienstleistung erbringen können das einige Unbefriedigungen beider Subsysteme in optimaler Weise befriedigt und sie sich nicht bekämpfen, dann sind beide Subsysteme zur Zusammenarbeit motiviert.
       Subsysteme verlangen oft mehr Freiheit (z.B. mehr globale, liberale, freie Marktwirtschaft, keine Kontrolle ihrer Aktivitäten) um ihre Unbefriedigungen in unbeschränkter Weise zu befriedigen, ohne Rücksicht auf andere Subsysteme.
Fazit: Subsysteme handeln eigennützig und bei fehlenden Beschränkungen können sie unsozial handeln und der Gesellschaft mehr schaden als nutzen.
        Außer kriminellen Organisationen, behaupten alle Subsysteme daß sie nützlich, sogar notwendig, für das Funktionieren der Gesellschaft sind und ihre Sprecher deuten oft die Rolle und Wirkung ihrer Subsysteme so virtuell wie in Absch. 3.2 geschildert, dabei formulieren sie meistens scheinbar sachlich ihre virtuelle Deutungen.
        Wie schädlich große Subsysteme sein können zeigte die Finanzkriese 2008/2009. Die Sprecher der großen Finanzkonzerne in Europa und USA verlangten immer mehr Freiheit und weniger Staat, und fanden Unterstützung bei mehreren Parteien. Sie wendeten immer mehr virtuelles Wissen und Denken in ihren Kredit- und Investmentgeschäften an, und behaupteten sie haben hervorragende Experten und wissen sehr gut was sie tun. Als einige dieser Institute zahlungsunfähig wurden, wurde klar welchen großen Schaden sie der Gesellschaft getan hatten, und die Staaten waren gezwungen mit viel Steuergelder sie aus dem Finanzloch zu ziehen.
       Weil Subsysteme eigennützig handeln und hoch motiviert sind nur eigene Unbefriedigungen zu realisieren, erkennen sie oft nicht die schädlichen Nebenwirkungen ihrer Aktivitäten, und sogar wenn sie sie erkennen ignorieren sie sie so lange es geht. In Absch. 5 ist vorgeschlagen wie Subsysteme in ein Gesellschaftssystem integriert werden können.

4. Wirkung und Abhängigkeit von Subsystemen im Gesellschaftssystem
         Es sei (i) GS - ein Gesllschaftssystem das aus mehr als 200 großen Subsystemen besteht, (ii) B(GS) - die Menge der Bedürfnisse des Systems GS, (iii) Unb(bs,t) - die Unbefriedigungen des GS, für bs in B(GS), und (iv) g(bs) - das Gewicht (die Priorität) der Unbefriedigung Unb(bs,t) für das System GS, wobei 0< g(bs)< 1.
4.1. Nützlich- oder Schädlichkeit eines Subsystems
        Ob ein Subsystem Sb  nützlich oder schädlich für System GS ist, ist für größere Subsysteme oft ein so komplexes Problem das nicht leicht zu lösen ist. Deswegen ist es nötig in solchen Fällen diese Komplexität zu reduzieren, wie weiter erläutert wird. Zuerst wird die Wirkung eines Subsystems definiert.
Wenn Subsystem Sb Operationen und Aktivitäten ausführte, und Ergebnisse und Nebenwirkungen erzeugte, in einer Zeit von t1 bis t, die:
(i)     Unbefriedigungen Unb(bs1,t1) änderten um Ua(bs1), für bs1 in B1(GS), d.h. ohne Wirkung des Subsystems Sb wäre Unb(bs1,t) um Ua(bs1) größer,
(ii)    Steigerung der Unbefriedigungen Unb(bs2,t1 ) verhinderten um Usv(bs2), für bs2 in B2(GS), d.h. ohne Wirkung des Subsystems Sb wäre Unb(bs2,t) um Usv(bs2) größer,
(iii)    Senkung der Unbefriedigungen Unb(bs3,t1) verhinderten um Ubv(bs3), für bs3 in B3(GS), d.h. ohne Wirkung des Subsystems Sb wäre Unb(bs3,t) um  Ubv(bs3) kleiner, wobei B1(GS), B2(GS) und B3(GS) Untermengen in der Menge B(GS) sind,
dann ist die Wirkung (oder Wirkungsgrad) des Subsystems Sb auf das System GS, im Zeitraum von t1 bis t, gleich
   W(Sb,t1,t) = Sum(g(bs1)*Ua(bs1), für bs1 in B1(GS)) + Sum(g(bs2)*Usv(bs2), für bs2 in B2(GS)) - Sum(g(bs3)*Ubv(bs3), für bs3 in B3(GS)),
wobei Sum(f(a), für a in A) bezeichnet die Summe aller Werte f(a) für a in der Menge A.
      
In dieser Weise ist die Komplexität der Frage "wie wirkte Subsystem Sb auf das System GS?" reduziert zur weniger komplexen Fragen" wie die Werte Ua(bs1), Usv(bs2), Ubv(bs3) und die Gewichte g(bs1), g(bs2) und g(bs3) bestimmen?". Dadurch wird auch die Wirkung des Subsystems Sb auf das System GS besser verstanden. Die Unbefriedigungen Unb(bs,t1) und die Gewichte g(bs) des Systems GS zu bestimmen dürfte nicht so schwer sein. Schwerer zu bestimmen sind die Werte Ua(bs1), Usv(bs2) und Ubv(bs3) für einige große Subsysteme; aber dies führt zugleich zur genaueren Analyse der Operationen, Ergebnissen und Nebenwirkungen des Subsystems Sb im System GS, was für die Führung des GS notwendig sein müßte.
       Das Subsystem Sb war nützlich für das System GS, im Zeitraum von t1 bis t, wenn W(Sb,t1,t) >0; je größer W(Sb,t1,t) desto nützlicher war Subsystem Sb für GS.
       Das Subsystem Sb war schädlich für das System GS,
im Zeitraum von t1 bis t, wenn W(Sb,t1,t) < 0; je kleiner W(Sb,t1,t) desto schädlicher war Subsystem Sb für GS.
      
Bei Analyse der Wirkung und Schädlichkeit eines Subsystems Sb muß auch berücksichtigt werden ob es für ein System GS1 tätig ist (d.h. ideologische, materielle oder Macht Unbefriedigungen des Systems GS1 realisiert), das das System GS schwächen, zerschlagen und/oder beherrschen will - in diesem Fall ist GS1 ein Unterwerfungssystem. Vor 2000 Jahren waren erfolgreiche Unterwerfungssysteme stolz darauf daß sie Nachbarstaaten überfielen, ausraubten und/oder ihre Bevölkerung versklavten oder töteten. Nicht nur der s.g. Alexander der Große und die barbarischen imperialen Römer, aber auch die Macht-Elite Frankreichs unter Napoleons Führung und die Kolonialmächte waren stolz darauf daß sie so viele Völker unterworfen hatten. Nur das chinesische Kaiserreich, aufgrund der konfuzianischen Lehre, war kein Unterwerfungssystem - wenn es Kriege führte dann nur um sich gegen barbarische Nachbar- Räubersysteme zu wehren(was unter anderem die lange Verteidigungsmauer beweist).
       Im 20. Jh. hat man erkannt, daß Unterwerfungssysteme schädlich für das Zusammenleben von Völkern sind. So behauptet jeder Staat daß er kein Unterwerfungsstaat ist. Aber Unterwerfungssysteme sind nicht verschwunden - sie täuschen nur ihre Absichten und Ziele mittels vernebelten und irreführenden Deutungen (z.B. Befreiung von ..., Kampf für den Frieden (oder Freiheit), u.s.w.) um ihre aggressiven Beherschungsziele zu tarnen.
       Aufgrund der Operationen, Ergebnissen und Nebenwirkungen eines Subsystems Sb kann man auch dessen erwartete Wirkung in der nahen Zukunft wie folgt bestimmen. Es sei t1 > t (t ist der gegenwärtiger Zeitpunkt) und t2 -t1 > 1 Jahr. Ich benutze die Bezeichnungen gegeben in (i), (ii) und (iii).
Wenn man die Werte Ua(bs1), Usv(bs2) und Ubv(bs3) mit Sicherheit sg1(bs1), sg2(bs2) bzw. sg3(bs3) bestimmen kann, dann ist die erwartete Wirkung (oder Wirkungsgrad) des Subsystems Sb auf das System GS, im Zeitraum von t1 bis t2, gleich
   EW(Sb,t1,t2) = Sum(sg1(bs1)*g(bs1)*Ua(bs1), für bs1 in B1(GS)) + Sum(sg2(bs2)*g(bs2)*Usv(bs2), für bs2 in B2(GS)) -
                            Sum(sg3(bs3)*gbs3)*Ubv(bs3),
für bs3 in B3(GS)),
wobei 0 < sgi(bsi) < 1, für i=1,2,3.
Beispiel 4.1. Es sei GS eine große Provinz, SX - eine Stadt in GS mit über 400000 Einwohner, die im Umkreis von 300 km keinen Flughafen hat, und Sb - Flughafenfirma die bei SX Flughafen bauen und dann betreiben will. GS hat, zum Zeitpunkt t, folgende Bedürfnisse, Unbefriedigungen und Prioritäten (die diesen Flughafen betreffen):
AR - Arbeitsplätze schaffen, Unb(AR,t) = 600, g(AR)=0,9; VN - moderne Verkehrsnetze haben, Unb(VN,t)=500, g(VN)=0,6); WE - wirtschaftliche Entwicklung der Provinz, Unb(WE,t)=600, g(WE)=0,8; US - Umweltschäden vermeiden, Unb(US,t)=600, g(US)=0,8; GA - Geldausgaben senken, Unb(GA,t)=700, g(GA)=0,8; GE - Geldeinnahmen steigern, Unb(GE,t)=800, g(GE)=0,9; AV - Armut vermeiden, Unb(AV,t)=700, g(AV)=0,8.
Man kann realistisch mit gegebenen Sicherheiten schätzen, daß der Bau und Betrieb des Flughafens in 10 Jahren die gesagten Unbefriedigungen in folgender Weise ändern: Ua(AR)=10, sg1(AR)=0,7, Ua(VN)=20, sg1(VN)=0,9, Ua(WE)=10, sg1(WE)=0,7, Ua(US)= -15, sg1(US)=0,8, Ua(GA)= -15, sg1(GA)=0,9, Ua(GE)=10, sg1(GE)=0,2, Usv(AV)=15, sg2(AV)=0,3.
Die erwartete Wirkung der Flughafenfirma in der Provinz GS, im Zeitraum von 10 Jahren, gleicht 
EW(Sb,t,t+10 Jahren)= sg1(AR)*g(AR)*Ua(AR) + sg1(VN)*g(VN)*Ua(VN) + sg1(WE)*g(WE)*Ua(WE) + sg1(US)*g(US)*Ua(US) + sg1(GA)*g(GA)*Ua(GA) + sg1(GE)*g(GE)*Ua(GE) + sg2(AV)*g(AV)*Usv(AV) = 0,7*0,9*10 + 0,9*0,6*20 + 0,7*0,8*10 + 0,8*0,8*(-15) + 0,9*0,8*(-15) + 0,2*0,9*10 + 0,3*0,8*15 = 6,3 + 10,8 + 5,6 - 9,6 -10,8+ 1,8 + 3,6 = 7,7.
Es wird also erwartet/geschätzt daß Aktivitäten und Operationen der Firma (des Subsystems) Sb, in bezug auf den Bau und Betrieb des Flughafen bei der Stadt SX, nützlich für die Provinz sein wird.
4.2. Zusammenwirken von Subsystemen im System GS
        Weil Subsysteme eigennützig handeln, wirken sie oft schädlich und unsozial, wenn sie keiner effektiven Kontrolle unterliegen. Aus diesem Grund ist ein System GS, das Aktivitäten, Ergebnisse und Nebenwirkungen aller ihrer Subsysteme kontrolliert, notwendig. Anderseits, wenn Produktions-oder Dienstleistungs-Subsysteme zu strengen Beschränkungen unterliegen, sind sie wenig effizient und hemmen die Weiterentwicklung des ganzen Systems GS.
       
Mittels dem Wirkungsgrad W(Sb,t1,t) und EW(Sb,t1,t2) kann die Verwaltung des Systems GS bewerten ob Subsystem Sb nützlich oder schädlich für GS  ist oder sein wird. Diese Bewertung fußt auf die gegenwärtigen und erwarteten Unbefriedigungen und deren Prioritäten des Systems GS. Zwischen dem System GS und dessen Subsystemen besteht oft eine Konfliktsituation: die Verwaltung des Systems GS möchte ihre Subsysteme besser kontrollieren und regeln um deren schädliche Wirkungen zu beschränken, und Subsysteme wollen rücksichtslos mehr Freiheit und weniger Regulierungen um ihre Unbefriedigungen maximal zu realisieren. Dennoch, auch viele Subsysteme wissen daß sie nicht nur eigennützig handeln können, und vom System GS und von anderen Subsystemen abhängig sind.
        Weiter analysiere ich welche Subsysteme bereit sind und welche nicht zum Zusammenwirken mit dem System GS. Wenn Subsystem Sb Operationen im System GS ausführen kann, die nach dem Wissen des Sb (gespeichert in der Wissenbank des Subsystems) seine wichtigen Unbefriedigungen zufriedenstellend senken (befriedigen) würden, dann ist das Subsystem Sb bereit (motiviert) zum Zusammenwirken mit dem System GS (weitere Formalisierung ist nicht notwendig). Subsystem Sb ist nicht motiviert zum Zusammenwirken mit dem System GS, wenn es, aufgrund seines Wissens und seiner Operationen, zur Erkenntnis gelangt, daß es die Möglichkeit hat im anderen System, GS1, besser seine Unbefriedigungen realisieren zu können als in GS, oder daß es in GS seine wichtigen Unbefriedigungen nicht genügend realisieren kann.
        Nur relativ wenig Subsysteme funktionieren so eindeutig. Viele Subsysteme verhalten sich zweideutig in dem sie mittels einigen Operationen zusammenwirken mit dem System GS und mittels anderen Operationen schaden sie bewußt GS  um einige ihrer  Unbefriedigungen zu senken. Normaler Weise behauptet kein Subsystem daß es seinem System schadet oder schaden will - im Gegenteil, alle Subsysteme behaupten daß sie das System GS unterstützen. Die Erkennung solcher Subsysteme ist noch schwerer wenn die meisten Mitglieder des Subsystem auch so glauben und handeln, und nur einige wichtige Mitglieder des Subsystems handeln in verdeckter Weise so daß Sb dem System GS schadet, z.B. korrupte Beamte, eifrige Mitglieder einer Religionsgemeinschaft, Gesellschaftsgruppen in GS die gleichzeitig zu einem anderen System gehören und es unterstützen, Subsysteme die in verdeckter Weise für ein Unterwerfungssystem (s. Absch. 4.1) tätig sind, Subsysteme die die Massenmedien, Verwaltungs - und Führungsorgane des Systems GS unterwandern um sie fügsam zu machen; diese Subsysteme verbreiten bewußt virtuelles Wissen und führen Aktivitäten aus die ihre wirkliche Ziele vernebeln und einige Unbefriedigungen des Systems GS steigern oder deren Befriedigungen hemmen.
        Subsysteme die nicht bereit (motiviert) sind zum Zusammenwirken oder in verdeckter Weise dem System GS schaden, lähmen es und wenn es schwach ist (z.B. soziale Unruhen, Krieg) können sie gefährlich für GS sein, wie uns die Geschichte vieler Staaten (GS Systeme) lehrt. Die in Absch. 4.1 gegebene Wirkungsanalyse der Subsysteme hilft solche unerwünschte Subsysteme zu erkennen und ihre Aktivitäten so zu beschränken (wenn GS noch dazu fähig ist) daß sie für GS nützlich oder mindestens unschädlich würden.
4.3. Abhängigkeit von Subsystemen
       Führungen vieler Subsysteme (z.B. Finanzkonzerne, Massenmedien Institutionen, internationale Konzerne) überschätzen ihre Fähigkeiten und glauben sie seien außergewöhnlich begabt, und unentbehrlich, genehmigen sich indirekt Millionengehälter und behandeln einfache Mitglieder ihres Subsystems als Menschen zweiter oder dritter Klasse die dazu da sind für sie zu arbeiten (obwohl sie öffentlich das Gegenteil behaupten). Führungsmitglieder großer Konzerne meinen auch daß ihr Konzern so wichtig und stark ist, daß er unentbehrlich für GS ist und verlangen mehr liberale freie Marktwirtschaft und weniger Staat und kümmern sich nicht welche schädliche Nebenwirkungen dies für das System GS hat, solange das System nicht zusammenbricht. Sie ignorieren auch die Tatsache daß ohne Fähigkeiten der Mitglieder ihr Subsystem nicht funktionieren würde; sie meinen jedes einfache Mitglied ist ersetzbar, und daß Angebot und Nachfrage dieses Problem löst. So meinte auch ein Konzern in Europa der eine Bank in USA kaufte und dann feststellen mußte daß alle Angestellten dieser Bank kündeten, und die Bank wurde funktionsunfähig und hatte nur den Immobilien Wert.
       Wenn ein Subsystem gut funktionieren soll müßen alle Mitglieder mehr oder weniger folgende Eigenschaften haben: (i) entsprechende fachliche Fähigkeiten, (ii) sie sind zuverlässig, (iii) sie akzeptieren emotionell das Subsystem, und (iv) sie dürfen nicht unerlaubte Tätigkeiten (z.B. verdeckte) für andere Subsysteme ausführen, u.s.w. Anderseits darf die Führung Arbeitnehmer nicht wie ihr Eigentum behandeln. Zwar behaupten Führungen daß sie die Rolle der Arbeitnehmer auch so sehen, aber um die Gewinne des Subsystems zu maximieren und aus Wetbewerbsgründen tun sie viel zu wenig um die Leistungen der durchschnittlichen Arbeitnehmer angemessen zu honorieren.
        Wie bekannt, sind Subsysteme sehr abhängig von anderen Subsystemen, vom Funktionieren des Systems GS und in vielen Fällen von Subsystemen außerhalb GS. Weil Subsysteme eigennützig sind und nur das Wissen das ihre Unbefriedigungen betreffen haben, realisieren sie ihre Unbefriedigungen rücksichtslos so als ob GS hauptsächlich für sie da wäre, und die globalisierte liberale freie Marktwirtschaft ermöglicht dies; insbesondere einige große Subsysteme versuchen ihr Einfluß auf die Verwaltungs- und Führungsorgane des Systems GS zu steigern (z.B. durch ideologischen Überbau, Lobby Aktivitäten, Beraterfirmen und Unterwanderung) um das System fügsam zu machen.
4.4. Kooperation zwischen Subsystemen und Systemen
       Die Überlegungen in diesem Abschnitt sind so allgemein daß sie auch für Kooperation zwischen Systemen gelten. Es ist hier eigentlich bekanntes Wissen geschildert - dies tue ich aus zwei Gründen (i) die gesagte Kooperation präziser zu charakterisieren mittels gegebenen Modellen von Subsystemen und (ii) es dürfte nicht der Eindruck entstehen daß die technisch-konfuzianisch orientierte Lehre für naive Gutmenschen ist und jeder Zusammenarbeit zustimmt.
Befriedigungsgrad eines Subsystems Sb. Es sei B(Sb) die Menge der Bedürfnisse des Sb (das Bedürfnis nach Selbständigkeit eingeschlossen), Unb(b,t1), für b in B(Sb), die Unbefriedigungen des Sb zum Zeitpunkt t1 < t (t ist der gegenwärtiger Zeitpunkt), und g(b) die Priorität der Unbefriedigung Unb(b,t1), wobei 0<g(b)<1. Wenn Sb folgende Unbefriedigungsänderunngen bewirkte, in der Zeit von t1 bis t (wobei t-t1 > 1 Jahr):
i) änderete Unb(b1,t1) um Ua(b1) (d.h.Ua(b1)=Unb(b1,t1)-Unb(b1,t)) für b1  in B1(Sb),
ii)verhinderte die Steigerung Unb(b2,t1) um Ubv(b2) für b2 in B2(Sb) (d.h. wenn Sb diese erwartete Steigerung nicht verhindert hätte, dann wäre Unb(b2,t) um Ubv(b2) größer,
dann ist der Befridigungsgrad des Subsystems Sb in der Zeit von t1 bis zur Gegenwart gleich
      BG(Sb,t1,t) = Sum(g(b1)*Ua(b1), für b1 in B1(Sb)) + Sum(g(b2)*Ubv(b2), für b2 in B2(Sb)).
Der erwartete Befriedigungsgrad des Subsystems Sb in der Zeit von t bis t2 (wobei t2-t > 1 Jahr) gleicht
      EB(Sb,t,t2) = Sum(sg1(b1)*g(b1)*Ua(b1), für b1 in B3(Sb)) + Sum(sg2(b2)*g(b2)*Ubv(b2), für b2 in B4(Sb),
wobei (i) Ua(b1) ist der, mit Sicherheit sg(b1), erwartete Änderungswert der Unbefriedigung Unb(b1,t) in der Zeit von t bis t2, d.h. Ua(b1) = Unb(b1,t)-Unb(b1,t2), für b1 in B3(Sb), (ii) Sb erwartet mit Sicherheit sg2(b2) daß es die Steigerung des Unb(b2,t) um Ubv(b2) verhindert, in der Zeit von t bis t2, für b2 in B4(Sb), und (iii) g(b) das Gewicht (die Priorität) der Unbefriedigung Unb(b,t) bezeichnet, 0<sg1(b1)<1 und 0<sg2(b2)<1.
Die erwartete Nützlichkeit der Kooperation KV des Subsystems Sb mit dem Subsystem Sb1
, in der Zeit von t bis t2 (t2-t > 2 Jahre), gleicht
       ENK(Sb,Sb1,t,t2) = Sum(sg3(b1)*g(b1)*Uka(b1), für b1 in B3(Sb)) + Sum(sg4(b2)*g(b2)*Ukv(b2), für b2 in B4(Sb)) - Sum(sg6(b4)*g(b4)*Uks(b4), für b4 in B6(Sb)),
wobei (i) Uka(b1) ist die mit Sicherheit sg3(b1) erwartete zusätzliche Senkung des Wertes Unb(b1,t) dank der Koperation KV mit Sb1, für b1 in B3(Sb), in der Zeit von t bis t2, (ii) Sb erwartet mit Sicherheit sg4(b2) daß dank der Kooperation KV mit Sb1 die erwartete Steigerung des Wertes Unb(b2,t) um Ukv(b2) verhindert wird, für b2 in B4(Sb), in der Zeit von t bis t2, (iii) im Rahmen der Kooperation KV entstehen für Sb, mit Sicherheit sg6(b4), Belastungen, Situationen oder Aktivitätsbeschränkungen (z.B. Sb1 würde seine Unbefriedigungen auf Kosten des Subsystems Sb realisieren können) die Unbefriedigungswerte Unb(b4,t) des Sb um Uks(b4) steigern, für b4 in B6(Sb), in der Zeit von t bis t2, und (iv) 0<sgi(bi-2)<1, für i=3,4,6.
       
In der Praxis kann es schwer sein die realistischen Werte sg3(b1), Uka(b1), sg4(b2), Ukv(b2), sg6(b4) und Uks(b4) zu erkennen. Dennoch sollten große Subsysteme solche Analyse der möglichen Kooperation mit Sb1 machen um sie realistisch zu bewerten und um nicht z.B.
nach 5 Jahren der Kooperation hohe Verluste oder große Beschränkungen festzustellen zu müßen; die gängige unverantwortliche Ausreden der Führungsorgane sind dann: man konnte dies nicht voraussehen, die Herren von Sb1 erwiesen sich als unmoralische pfiffige Buben, es gab keine  Alternative, u.s.w. In einigen Fällen ist es nötig die erwartete Nützlichkeit ENK(Sb,Sb1,t1,t1+3 Jahre) zu erkennen, für t1=t, t+3, t+6. Wenn Sb die erwartete Nützlichkeit ENK(Sb,Sb1,t,t2) nicht realistisch erkennen kann oder ENK(Sb,Sb1,t,t2) < 5, dann sollte Sb die Kooperation KV mit Sb1 vermeiden. Besonders misstrauisch sollte Sb zur Kooperation KV mit Unterwerfungssubsystemen sein, weil sie hauptsächlich ihre Unbefriedigung Unb(Macht,t) mittels Unterwerfung anderer Subsysteme oder Systeme realisieren wollen (obwohl sie das Gegenteil behaupten). Folgende Beispiele schildern wie einfältig und gutgläubig einige Subsysteme Kooperationsverträge schließen.
Beispiel 4.2. (Genauer beschrieben in A. Schurmann [SC2], Wie das System...., Absch.3, fm3). Der chinesische General Wu Sangui lud die Mandschuren ein (im J. 1644) um den selbsternanten Kaiser zu stürzen. Das haben sie auch gemeinsam getan. Der Mandschu-Herscher erklärte sich jedoch zum Kaiser von ganz China und unterwarf die Chinesen, und behandelte sie als Volk dritter Klasse (insbesondere die Südchinesen).
Beispiel 4.3. Ein erfolgreicher Produktionskonzern Sb schließt Kooperationsvertrag mit einem Konzern Sb1 der rote Zahlen schreibt. Sb verplichtet sich große Summen in Sb1 zu investieren und tut dies auch, weil es expandieren will und nach 4 Jahren Gewinne erwartet. Doch in Sb1 versickert der größte Teil der investierten Summen und Sb1 schreibt weiter rote Zahlen. Um nicht weiter der Zahlmeister für Sb1 zu sein, kündigt (z.B. verkauft Sb1) Sb die Kooperation und verliert zusätzlich beträchtliche Summen.
Beispiel 4.4. Sb ist ein erfolgreicher Konzern und hat relativ viel Geldkapital. Konzern Sb1 hat Schulden und schreibt rote Zahlen. Sb1 verschuldet sich noch mehr und kauft über 25% Aktien des Konzerns Sb und behauptet es sei nur eine Gewinn bringende Geldanlage und ein Kooperationsangebot an Sb. Nach einer Zeit beginnt Sb1 die Übernahme des Konzerns Sb in folgender Weise: (i) bittet eigene Aktien für Wertvolle Sb Aktien an, (ii) zwei Großaktionäre des Sb nehmen das Angebot an und tauschen Sb-Aktien in Sb1-Aktien, (iii) Sb1 hat jetzt über 40% Sb-Aktien, (iv) Sb verschuldet sich noch mehr, kauft noch 10% Sb-Aktien und übernimmt den reichen leistungsfähigen Konzern Sb, und (v) Sb1 verfügt nun über das Geldkapital des Sb, verkauft noch einige Teile des Sb und bezahlt seine Schulden, dabei bekommen auch die in (ii) gesagten Großaktionäre ihren Anteil am Vermögen des Sb (alles im Rahmen der globalen liberalen freien Marktwirtschaft).

5. Technisch-konfuzianisch orientiertes System

      Aufgrund der Eigenschaften der Subsysteme gegeben in Absch. 3 und 4, und der Idee des konfuzianischen Zusammenwirken im System GS (weiter mit SCh oder KS bezeichnet) charakterisiere ich eine Integration aller großen Subsysteme in das System GS, so daß
sie ihre eigene Unbefriedigungen genügend realisieren können und motiviert sind zusammenzuwirken.
      Die konfuzianische Gesellschaftslehre so verstanden wie vor 2000, 1000 oder 500 Jahren in China war wirklichkeitsfremd, weil sie falsche Vorstellungen von Menschen hatte und das technisch-naturwissenschaftliche Denken und Wissen missachtete (s. A. Schurmann [SC2], Wie das System....., 2010). Aber ein Gesellschaftssystem, KS, das nach der Idee der konfuzianischen Lehre funktioniert hat folgende Eigenschaften:
k1.      Alle Subsysteme in  KS wirken zusammen und sind nützlich für KS;
k2.      Mitglieder des Systems KS sind sehr wichtiger Teil des Systems und müßen für ihre Leistungen (direkten und indirekten) für KS belohnt werden und Anerkennung finden; Mitglieder die gegen das System handeln muß man umerziehen und dürfen keine Vorteile haben;
k3.      Schädliche Subsysteme müßen neutralisiert oder in nützliche umgewandelt werden;
k4.      Biotope sind wichtige Bestandteile des Systems.
       Weiter charakterisiere ich wie man diese theoretischen Prinzipien in die Praxis verwirklichen kann, aufgrund der realistischen Modellen des Menschen (s. A. Schurmann [SC3], Das psychologische ...., http://www.home-a-schurmann.de/mensch.html , 2010) und der Subsysteme (beschrieben in Absch 2, 3 und 4).
5.1. Realistisches, technisch-konfuzianisches System
       In A.Schurmann [SC2] (Wie das System ...., 
http://www.home-a-schurmann.de/chinage.html ) ist der Vorschlag für die Entwicklung des Systems China (weiter mit SCh bezeichnet), mit Berücksichtigung der Idee der konfuzianischen Gesellschaftslehre, gegeben. Dort (in Absch. 4.1 und 5) sind die Grundeigenschaften des Systems SCh formuliert.
       Nach den Definitionen in Absch. 2, ist SCh ein formelles System mit folgenden Bestandteilen: (i) die Führungsorgane des SCh, (ii) Bedürfnisse und Unbefriedigungen des SCh, (iii) ein großes vernetztes Wissenbanksystem, (iv) sehr viele Subsysteme verschiedener Art, und (v) Operationen die das System ausführen kann. Weiter sind diese Komponenten genauer erläutert.
Die Führungsorgane sind die zentralen Staatsorgane (die Akademie für Gestaltung China eingeschlossen) genannt in [SC2], Absch. 5. Die Führungsorgane erkennen und bestimmen die Unbefriedigungen und Prioritäten (Gewichte) des Systems SCh, und aktivieren die Subsysteme/Operationen die diese Unbefriedigungen befriedigen können.
Bedürfnisse, Unbefriedigungen und Gewichte des SCh. Die hier gegebene Werte sind nur Orientierungsdaten. Zuerst die die nötig sind um SCh zu einem selbst organisierenden technisch-konfuzianisch orientiertem System zu entwickeln: ZS - nach Zusammenwirken der Subsysteme in SCh, Unb(ZS,t)= 800, g(ZS)=0,9; SU - schädliche Subsysteme in unschädliche umzuwandeln, Unb(SU,t)=700, g(SU)=0,8; LS - Lebensstandard der Chinesen steigern so daß der Unterschied zwischen den Gehältern des Führungspersonals eines Subsystems und den durchschnittlichen Arbeitnehmer  nicht zu groß wird, Unb(LS,t)=700, g(LS)=0,8; FA - das kleinste Subsystem - die Familie- unterstützen, Unb(FA,t)=700, g(FA)=0,8; US - Umweltschäden vermeiden, Unb(US,t)=700, g(US)=0,8; EZ - realistische Erkennung ausländischer Systeme und realistisches Zusammenwirken mit ihnen, wenn sie dazu wirklich bereit sind, Unb(EZ)=800, g(EZ)=0,9; KO - hohe Kompetenz und Effizienz der Staats- und Verwaltungsorgane des SCh erreichen, Unb(KO,t)=700, g(KO)=0,9.
      
Um diese Unbefriedigungen zu befriedigen müßen bestimmte Subsysteme/Operationen aktiviert werden; diese Aktivierungen sind bestimmt (durch Führungsorgane) mittels folgenden Bedürfnissen und Unbefriedigungen: IE - industrielle Entwicklung, Unb(IE,t)= 700, g(IE)=0,8; BN - Bildung in Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Medizin  und Technik, Unb(BN,t)=800, g(BN)=0,9; BG - Bildung in Bereichen
realistischer Ökonomie und Geisteswissenschaften (außer Theologie und Philosophie) dargestellt mittels realistischen abstrakten Modellen und Theorien die mit der psychologischen, soziologischen, geschichtlichen und gesellschaftlichen Wirklichkeit übereinstimmen, Unb(BG,t)=700, g(BG)=0,8; BK - Bildung in Bereichen Kunst und Philosophie, Unb(BK,t)=200, g(BK)=0,4; ES - Erkennung der Subsysteme die in SCh tätig sind, Unb(ES,t)=700, g(ES)=0,9; IS - innere Sicherheit, Unb(IS,t)=700, g(IS)=0,9; MV - militärische Verteidigung des SCh, Unb(MV,t)=750,g(MV)=0,9; AS - Ausgaben des Systems SCh senken, Unb(AS,t)=650, g(AS)= 0,75; EI - Einkommen des Systems SCh steigern, Unb(EI,t)=800, g(EI)=0,8; RS - Rechtsystem so gestalten daß die gesagten Unbefriedigungen möglichst gut befriedigt werden können, Unb(RS,t)=800, g(RS)=0,8.
     
Diese Bedürfnisse und Unbefriedigungen haben sekundäre Bedürfnisse und Unbefriedigungen; Beispiele:
i)     IE: IES - Maschinen Produktion, Unb(IES,t)=700; IET - Transportwesen, Unb(IET,t)=800; IEI - Entwicklung von Informationssystemen, Unb(IEI,t)=800, u.s.w.
ii)     BN: BNI - Informatik-Ausbildung, Unb(BNI,t)=800; BNG - Genetik-Ausbildung, Unb(BNG,t)=800; BNA - Astronomie-Ausbildung, Unb(BNA,t)=400, u.s.w.
iii)    LS: LSG - Gesundheitseinrichtungen haben, Unb(LSG,t)=700; LSB - Seuchen bekämpfen, Unb(LSB,t)=800; LSA - Leistungen der Arbeitnehmer anerkennen und angemessen belohnen, Unb(LSA,t)=700, u.s.w.
        Sehr wichtig sind die Differenzen zwischen den Unbefriedigungswerten - sie sind abhängig voneinander, z.B. Unb(IE,t) hängt ab von den Unbefriedigungen Unb(BN,t), Unb(KO,t) und Unb(RS,t). Die Realisierung der Unbefriedigungen des SCh hängt sehr stark von dessen Wissenbanksystem und  Subsystemen/Operationen ab.
Das Wissenbanksystem. Das Verhalten des Systems SCh ist so abhängig von seinem Wissenbanksystem wie in Subsystemen, beschrieben in Absch. 3.2 und 3.3. So ist realistisches präzises Wissen nötig für SCh um die gesagten Unbefriedigungen zu befriedigen. Virtuelles wirklichkeitsfremdes Wissen führt zu Fehlentscheidungen und kann für das ganze System sehr schädlich sein, wie in Absch. 3.3 geschildert ist. Das Wissenbanksystem ist ein Netz von (i) Wissenzentren wie Staatsorgane mit Beratungsgruppen (die Akademie für Gestaltung China eingeschlossen), (ii) wissenschaftlichen Instituten und Hochschulen, (iii) Wissenbanken der großen Subsysteme in SCh (z.B. große Konzerne, Millionenstädte, Polizei und Militärsubsysteme in Provinzen), und (iv) Wissenbanken kleiner Subsysteme.
       Die Erkennung des realen Wissens ist undemokratisch - nicht die Mehrheit hat recht sondern eine Person oder Personengruppe die solches Gesetz/Modell oder solche Theorie konstruiert das/die bewiesen werden kann (wenn es ein mathematisches Gesetz ist) oder durch Tatsachen begründet ist und keine Tatsache diesem Gesetz/Modell bzw. Theorie widerspricht. Die Geschichte der Entwicklung des mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Denkens bestätigt dies, wie in A. Schurmann [SC1], Entwicklung menschlicher ....,
http://www.home-a-schurmann.de/menschsys.html ,2009, beschrieben ist. In [SC1]  ist auch dargestellt wie wichtig und effektiv dieses Denken für die Entwicklung der Menschheit war und ist- im Gegensatz zum magischen Kunstwissen, Rhetorik und virtuellen wirklichkeitsfremden und schwammigen Modellen und Hypothesen in Geisteswissenschaften und Ökonomie.
       Das System SCh ist motiviert realistisches, präzises Wissenbanksystem ständig zu bilden, aufgrund der Unbefriedigungen Unb(BN,t), Unb(BG,t) und Unb(ES,t). Aber Motivation alleine genügt nicht um ein nützliches Wissenbanksystem zu haben - es müßen Subsysteme-Institutionen vorhanden sein die das realistische, abstrakte und präzise Wissen bilden und in das Wissenbanksystem eintragen, und virtuelle irreführende Modelle und Behauptungen erkennen.
Die Operationen des Systems SCh sind durch dessen Subsysteme die sie ausführen bestimmt. Subsysteme sind eigennützig und können nützlich oder schädlich für SCh sein, wie in Absch.4.1 geschildert ist. In Absch. 4.2 ist beschrieben unter welchen Bedingungen Subsysteme zum Zusammenwirken im System bereit sind. Aufgrund der Unbefriedigungen Unb(ZS,t), Unb(SU,t) und Unb(LS,t) ist SCh motiviert möglichst viele nützliche und zusammenwirkende Subsysteme zu haben, und schädliche Subsysteme in unschädliche umzuwandeln. SCh kann seine Unbefriedigungen nur dann effektiv befriedigen wenn es entsprechende Subsysteme hat die Operationen ausführen die diese Unbefriedigungen senken.
5.2. Die Gestaltung des Systems SCh 
        In A. Schurmann [SC2], Wie das System......,
http://www.home-a-schurmann.de/chinage.html , ist allgemeine Strategie der Gestaltung China gegeben. Aufgrund der Ergebnissen in Absch. 3 und 4, kann man die Komplexität dieser Strategie wesentlich reduzieren und eine viel einfachere und mehr präzise Gestaltungsstrategie formulieren. Es sei SCh(t) das gegenwärtige System SCh. Die gegebenen Bedürfnisse des SCh sind für praktische Anwendungen zu allgemein und es müßen deren sekundäre Bedürfnisse erkannt und benutzt werden. Es sei sBC die Menge aller dieser sekundären Bedürfnisse.
Gestaltungsstrategie 2.
Die zentralen Staatsorgane und ihre Beratungsinstitutionen führen folgenden Algorithmus aus:
begin Erkenne die gegenwärtigen Unbefriedigungswerte Unb(Bs,t) und Prioritäten g(Bs),
        
für Bs in sBC;
  Erkenne, mit Sicherheit sg(Bs), die erwarteten Werte dieser Unbefriedigungen,
      Unb(Bs,t2), zum Zeitpunkt t2>t+2 Jahre, für Bs in sBC, wenn bestimmte
       gegenwärtige Operationen/Subsysteme des SCh(t) ausgeführt würden;
  mgUn:= max(sg(Bs)*g(Bs)*Unb(Bs,t2), für Bs in sBC);
  q
:=0,4;
a1: LU
:=die Liste von Elementen (Bp,sg(Bp),Unb(Bp,t2),g(Bp)) solchen daß
          sg(Bp)*g(Bp)*Unb(Bp,t2)>q*mgUn;
   mgUa
:=mgUn;  Lr:=nilLw:=nil;  Lf:=nil;
  
while Liste LU nicht leer ist do begin
     (Bm,sg(Bm),Unb(Bm,t2),g(Bm)):=das Element der Liste LU für das gült
          sg(Bm)*g(Bm)*Unb(Bm,t2)=mgUa;
    
Entferne (Bm,sg(Bm),Unb(Bm,t2),g(Bm)) von der Liste LU;
    
if die Liste LU nicht leer ist then mgUa:=max(sg(Bp)*g(Bp)*Unb(Bp,t2), für Bp
         
solche daß (Bp,sg(Bp),Unb(Bp,t2),g(Bp)) in der Liste LU ist);
     if in SCh(t) solche Operationen/Subsysteme OS1,...,OSn aktiviert werden können die:
        (i) mit Sicherheit og(Bm), Unb(Bm,t2) um gewünschten Wert Ub(Bm) senken
        (befriedigen) würden, (ii) nützlich für SCh(t) sind, (iii) die Ausführungen der
        Operationen/Subsystemen eingetragen in der Liste Lr nicht verhindern würden, und
        (iv) kein Wert Unb(Bp,t2) steigern der in der Liste LU oder Lr eingetragen ist then
    begin  trage das Element (Bm,sg(Bm),og(Bm),Unb(Bm,t2),g(Bm),OS1,...,OSn) in die
          Liste Lr ein end else
     begin if Ressourcen R1,...,Rh aktiviert werden können um Subsysteme/Operationen
           Q1,...,Qu
auszuführen die die gesagten Subsysteme OS1,...,OSn herstellen würden
         then begin trage (Bm,sg(Bm),ogBm),Unb(Bm,t2),g(Bm),R1,...,Rh,Q1,...,Qu) in die
            Liste Lw ein end
        else begin trage (Bm,sg(Bm),og(Bm),Unb(Bm,t2),g(Bm)) indie Liste Lf ein end end
   end while;
  aktiviere die Operationen/Subsysteme eingetragen in den Listen Lr und Lw;
 
for jedes Element (Bw,sg(Bw),og(Bw),Unb(Bw,t2),g(Bw)) in der Liste Lf  do begin
    signalisiere "es fehlen Ressourcen und Operationen um Unb(Bw,t2) zu senken
       (befriedigen)!" end end.

      Die Effizienz dieser Methode ist vom Wissen, Qualitäten und Zuverlässigkeit der Institutionen und Subsystemen die sie realisieren abhängig. Das Verfahren realisiert die Unbefriedigungen Unb(Bs,t) des SCh die die größten Werte sg(Bs)*g(Bs)*Unb(Bs,t2) haben, wobei Unb(Bs,t2) die mit Sicherheit sg(Bs) erwartete Unbefriedigung zum Zeitpunkt t2 ist. Dies bedeutet daß sehr wenig erwartete aber sehr gefährliche Ereignisse (z.B. ein Unterwefungssystem oder -subsystem führt Operationen aus um ein Teil des Systems SCh zu beherrschen oder wichtige Subsysteme des SCh zu unterwandern) nicht berücksichtigt sind. Für solche Fälle muß die Strategie 2 in folgender Weise angewandt werden: man nimmt an daß das wenig erwartete gefährliche Ereignis mit Sicherheit 0,9 eintreten wird und steigert den Faktor q (in der Instruktion vor a1), z.B. q:=0,6 oder größer. In dieser Weise kann mittels des Verfahrens ein alternativer Plan für diesen Fall ausgearbeitet werden.
5.3. Einige Überlegungen über Subsysteme im technisch-konfuzianisch orientierten System
        In Absch. 5.1 und 5.2 ist das System SCh charakterisiert. Weiter wird so ein System mit KS bezeichnet.
5.3.1. Konfuzianisch orientierte Produktions- und Dienstleistungs-Subsysteme
       Es ist allgemein akzeptiert daß Mitglieder eines Produktions- oder Dienstleistuns-Subsystems (in Kürze P-D-Subsystem) nicht ein Eigentum der Firmen/Konzern Besitzers sind. Dennoch, beim Kauf oder Verkauf des P-D-Subsystems behandeln Führung und Besitzer die Arbeitnehmer als wären sie ihr Eigentum. Es ist auch bekannt daß (i) ohne Arbeitnehmer ist die Firma/der Konzern funktionsunfähig und (ii) die Effizienz des P-D-Subsystems hängt wesentlich von den Fachqualitäten der Arbeitnehmer und von ihrer Akzeptanz des Subsystems. Die Strategie der Eigentümer ist: Die Führung (der Vorstand) wird extrem hoch belohnt und sie soll dafür sorgen daß das P-D-Subsystem hohe Gewinne macht, und daß die Arbeitnehmer fleißig und brav arbeiten. Dies führt zur Ausbeutung der Arbeitnehmer und zur Verwandlung einiger Führungsmitglieder in Herrscher-Menschen. Solche Subsysteme sind nur mäßig effizient wenn die Arbeitnehmer hoch qualifizierte Fachkräfte sind. Einige Führungsmitglieder der P-D-Subsysteme haben dies erkannt und versuchen das Verhältnis Eigentümer/Führung - Arbeitnehmer auf der Basis der Zusammenarbeit zu gestalten. Eine zufriedenstellende Lösung hat man nicht gefunden oder nicht finden wollen. Folgend charakterisiere ich das konfuzianisch orientierte P-D-Subsystem das die oben genannten Widersprüche beseitigt. Es funktioniert nach folgenden Prinzipien:
P1.    Die Führung erkennt die Unbefriedigungen der Arbeitnehmer und ausarbeitet, zusammen mit Arbeitnehmer-Vertreter, optimale Lösungen;
P2.    Arbeitnehmer sind kein Eigentum der Führung und haben Mitsprache Recht in wichtigen Angelegenheiten des Subsystems die sie betreffen;
P3.    Arbeitnehmer und Führung wirken zusammen so daß alle Unbefriedigungen des Subsystems optimal befriedigt werden;
P4.    Das Subsystem ist nützlich für das System KS.
Die Realisierung dieser Prinzipien. Die Interessen der Arbeitnehmer sind mittels folgenden Bedürfnissen, Unbefriedigungen und Prioritäten des Subsystems berücksichtigt: AM - Arbeitsstandard der Arbeitnehmer steigern, z.B. so daß er den Level der Arbeitsbedingungen z.B.
in Schweden erreicht und der Unterschied zwischen Führungspersonal-Gehälter und durchschnittlichen Arbeitnehmer-Gehälter nicht zu groß ist, z.B. nicht größer als im Verhältnis 8:1, Unb(AM,t)=800, g(AM)=0,8; AA - Anerkennung der Arbeitnehmer, Unb(AA,t)=800, g(AA)=0,8; MA - Mitspracherecht der Arbeitnehmer in wichtigen Bereichen die sie direkt betreffen, Unb(MA,t)=700, g(MA)=0,7; KO - hohe Kompetenz und Effizienz der Führung, Unb(KO,t)=800, g(KO)=0,9.
       
Das Verlangen in AM, daß der Gehalt eines Führungspersonals nicht größer als 8 mal des durchschnittlichen Gehalts eines Arbeitnehmergehalts ist, ist realistisch, obwohl Sprecher der Konzerne behaupten daß dann "die besten Köpfe" nicht im Konzern arbeiten würden - aber dies ist nur eine extrem übertriebene Sellbstdarstellungs-propaganda, weil (i) obwohl es positive Ausnahmen gibt, im allgemeinen ist ein Manager eines Konzerns nur ein durchschnittlicher Fachmann oder nur ein Pokerspieler, was die letzte Finanzkriese deutlich zeigte, und (ii) die Position einer Füfrungsperson im Konzern wird immer angestrebt, weil sie außer Geldbedürfnis auch Macht- und Anerkennungsbedürfnis befriedigt, und höheren Lebenskomfort erlaubt - aus ähnlichen Gründen ist die Stellung eines Ministers, auch in kleinen Ländern, attraktiv obwohl er wesentlich weniger als ein Konzernmanager verdient.
        Die gegebenen Unbefriedigungswerte und die Prinzipien P1,...,P4 können durch folgende Regeln realisiert werden:
R1.    Alle Arbeitnehmer die länger als x Jahre (z.B. x=4) im Subsystem arbeiten mitbestimmen (durch Abstimmung oder Vertreter) wichtige Entscheidungen der Führung in Angelegenheiten die sie betreffen (z.B. eine Übernahme oder Verkauf des Konzerns darf nur mit Zustimmung der Arbeitnehmer zustande kommen).
R2.    Alle Arbeitnehmer haben Teil am Gewinn des Konzerns und wenn der Konzern verluste macht werden die Gehälter der Arbeitnehmer gesenkt oder sie machen Teilarbeit.
R3.     Jeder Arbeitnehmer der fachgemäß und zuverlässig arbeitet ist ein wichtiger Teil des Subsystems und dessen Aktivitäten haben wichtigen Einfluß auf das Funktionieren des gesamten Subsystems; solche Arbeitnehmer sollten zusätzlich durch Anerkennung und Prämien belohnt werden.
R4.     Um die Zusammenarbeit zwischen Arbeitnehmer und Führung zu fördern erstellt die Führung, zusammen mit der Arbeitnehmer-Vertretung den erwarteten Befriedigungsgrad des P-D-Subsystems (s. Absch 4.4) mit Berücksichtigung der Regeln R1, R2 und R3.
R5.     Im Falle Konfliktsituationen zwischen Führung und Arbeitnehmer, die sie nicht lösen können, bestimmt eine Schlichterkommission der zuständigen Verwaltung (des Systems KS) die Lösung des Konflikts.
R6.     Die Führung erstellt und überreicht der zuständigen Verwaltung den erreichten und erwarteten Wirkungsgrad des P-D-Systems.
       Diese Regeln sind keine wirtschafts-wirklichkeitsfremde Vorstellungen - z. B. die Regeln R1 und R2 sind teilweise in Deutschland wie folgt realisiert (i) Arbeitnehmer sind in der Führung vertreten (leider ohne das Recht eine Übernahme oder Zerschlagung des Konzerns zu verhindern), (ii) in der Wirtschaftskrise 2008/2009 verzichteten Arbeitnehmer auf Gehaltserhöhung und akzeptierten auch Teilzeitarbeit - nachdem sich die Auftragslage verbesserte waren die Konzerne gleich fähig wieder mit voller Kapazität zu funktionieren, und (iii) als die Produktion und Gewinne der Konzerne stiegen, im Jahr 2010, erhielten Arbeitnehmer Lohnerhöhungen (in einigen Konzernen sogar rückwirkend). Auch die Kibbuzen in Israel die nach sozialistischen Grundprinzipien funktionieren (und nach den Regeln R1, R2, R3 und R4) sind ein Beleg daß P-D-Subsysteme nach den gesagten Regeln effizient funktionieren können.
5.3.2. Schädliche Subsysteme im Gesellschaftssystem
       In Absch. 4.1 und 4.2 ist erläutert welche Subsysteme schädlich für ein Gesellschaftssystem KS sind. Hier sind solche Subsysteme weiter charakterisiert. Schädliche Subsysteme kann man in 3. Klassen teilen:
K1.     Eindeutig schädliche aber verdeckt handelnde Subsysteme wie kriminelle Banden, Mafiaorganisationen, u.s.w.
K2.     Subsysteme in Ks die einige Unbefriedigungen eines auswärtigen Unterwerfungssystems realisieren.
K3.     Subsysteme in KS die
so handeln als existiere KS hauptsächlich für sie, obwohl sie das Gegenteil behaupten.
       Die liberale Globalisierung schafft sehr günstige Bedingungen für diese Subsysteme, insbesondere für die großen, z.B. für die s.g. Global-player-Subsysteme - sie versuchen Staaten zu Provinzen oder Regionen zu reduzieren in denen sie ihre eigennützige Unbefriedigungen möglichst unbeschränkt realisieren können.
        Die Klasse K1 ist gut bekannt und es sind Verfahren vorhanden die diese Subsysteme erkennen. In einigen Systemen (z.B. in Italien, Kossowo, Südamerika) sind solche kriminelle Subsysteme so stark (d.h. sie haben so viel Geld und so großen Einfluß im System) daß sie relativ effizient funktionieren. Einige dieser Subsysteme (z.B. Mafia-Organisationen in Kolumbien) täuschen ihre kriminellen Kernaktivitäten in dem sie z.B. Krankenhäuser oder Arme unterstützen. Wie bekannt, sind vorbeugende Maßnahmen gegen Bildung solcher Subsysteme die beste Methode sie zu bekämpfen.
        Subsysteme der Klasse K2  handeln in weniger durchschaubarer Weise als kriminelle Organisationen der Klasse K1; ich meine hier nicht Spionen- oder Sabotage-Gruppen, sondern Subsysteme (z.B. Gesellschaftsnetzwerke, Religionssubsysteme, informelle Subsysteme) die behaupten sie handeln für die Allgemeinheit, aber Ergebnisse dieser Subsysteme nützen hauptsächlich einem Unterwerfungssystem. Beispiele:
Beispiel 5.1. Im 19. und Anfang des 20. Jh. predigten christliche Subsysteme in China Nächstenliebe, Gewaltlosigkeit und Überlegenheit der westlichen, christlichen Kultur - und sie meinten es gut. Doch in dieser Weise bearbeiteten sie psychologisch viele Chinesen so daß sie die Kolonialmächte - Unterwerfungssysteme - akzeptieren sollten und somit unbewusste ideologische Helfer (d.h. sie bildeten ein Teil des ideologischen Überbaus) der militärisch-gewalttätigen Kolonialmächte, die Teile China besetzten und unterdrückten, waren.
Beispiel 5.2. Islam-Gruppen in Westeuropa grenzen sich ab von der westlichen nicht technisch-naturwissenschaftlichen Kultur. Einige extremistische Gruppen sind ideologisch mehr mit Al-Kaida als mit der westlichen Kultur verbunden. Dies führt zur direkten Unterstützung des Unterwerfungssystems Al-Kaida durch diese Gruppen. 
Beispiel 5.3. Das Subsystem Jesuiten Orden unterwanderte (im Zeitraum von 1550 - 1760) das Schulwesen und Verwaltungen einiger Königreiche in Mittel- und Westeuropa (z.b. in Italien, im deutschen Kaiserreich, in Polen und Spanien) und gestaltete das Wissen und Denken der Machtelite und die innere und äußere Politik dieser Königreiche nach den Interessen und Bedürfnissen der Führungen des Systems Katholische Kirche, die verschieden von den Bedürfnissen dieser Königreiche waren, und in dieser Weise handelte das Jesuiten Orden schädlich für die
Königreichssysteme.
       Der Leser kann sicher eigene Beispiele von Subsystemen der Klasse K2 geben. Wenn sich solch ein Subsystem im System etabliert, ist es sehr schwer es umzuwandeln oder unschädlich zu machen.
Subsysteme der Klasse K3. Schon im römischen Imperium, im alten Kaiserreich China und in feudalen Königreichen im mittelalterlichen Europa wussten viele Herrscher, daß ein starkes Subsystem geführt von einem General oder Fürst gefährlich für das König- oder Kaiserreich war, weil diese Situation oft zu Bürgerkriegen führte; so versuchten die Herrscher die Macht dieser Generäle und Fürsten zu beschränken oder sogar zu bekämpfen und vernichten. Es waren auch andere Subsysteme die stark wurden und eigennützig nur ihre Bedürfnisse und Unbefriedigungen realisierten, z.B. die Eunuchen der Kaiser Huan und Ling (im 2. Jh.) in China (s. Beispiel fm1 in A. Schurmann [SC2], Wie das System...., Absch. 3) und das Subsystem Jesuiten Orden (charakterisiert in Beispiel 5.3; Subsysteme der Klasse K3 können auch zur Klasse K2 gehören). In der Gegenwart hat man das Problem der System relevanten militärischen Subsysteme gelöst so daß sie dem System dienen und nicht umgekehrt.
       Aber Subsysteme der Klasse K3 existieren erfolgreich weiter nicht nur in Europa und USA. Die Globalisierung hat ihnen die Tore vieler Systeme breit geöffnet. Die gegenwärtige Subsysteme haben auch ihr ideologischen Überbau, der in den letzten 40. Jahren besonders effektiv entwickelt wurde. Dieser Überbau besteht aus der modernen, insbesondere der postmodernen, Philosophie, Soziologie, Psychologie, Gesellschaftshypothesen, virtuellen Finanz-Wirtschafthypothesen und Kunst (s. Absch 3.2-Ende und Absch. 3.3), und mit ihnen verbundenen Bedürfnissen, Unbefriedigungen, virtuellen Denkweisen und Rechtssystemen die viel Freiheit und Rechte großen Subsystemen zugestehen. Dieser Überbau wird durch Lobbygruppen, Beraterfirmen, unterwanderte Partei- und Verwaltungsorgane, und Massenmedien in Staatssysteme, insbesondere in Mitglieder der Establishments implementiert, und degradieren so diese Mitglieder zu braven Helfern der Führungen der großen eigennützigen Subsysteme, obwohl diese Helfer dies nicht immer erkennen. Auf solcher Basis konnte die Finanzkrise 2008/2009 entstehen. Weil dieser Überbau weiter das Verhalten der Establishment-Eliten bestimmt und die Rechtslage sich nicht änderte (außer unwesentlichen Modifikationen) und so wie es aussieht auch nicht ändern wird, kommt die nächste Finanz-Wirtschaftskrise Krise - was einige Wirtschaftsfachleute auch voraussagen.
5.3.3. Erkennung schädlicher Subsysteme in KS und Beschränkung ihrer Aktivitäten
        Die Unbefriedigungen Unb(Bx,t), für Bx gleich ZS, SU, KO und EZ des Systems KS (bestimmt in Absch. 5.1) und die Gesellschaftsstrategie 2 (gegeben in Absch. 5.2) reichen nicht aus um alle schädliche Subsysteme zu erkennen und effektiv zu behandeln. Die Führungsorgane des Systems KS müßen noch folgende Operationen ausführen können: OEs -für Erkennung System relevanter schädlicher Subsysteme, OVs - die Etablierung schädlicher Subsysteme verhindern und OUs - das etablierte schädliche Subsystem unschädlich machen. Diese Operationen und die Subsysteme die sie ausführen müßen durch das "Gehirn" des Systems KS, d.h. durch die Akademie für Gestaltung China (charakterisiert in A. Schurmann [SC2], Wie das System..., Absch. 5) und die zentralen Staatsorgane ausgearbeitet und gebildet werden. Es ist klar daß diese Akademie sehr kompetente Fachleute haben muß und nicht durch eigennützige Subsysteme unterwandert wird.
        Bei Ausführung der Erkennungsoperation OEs in bezug auf ein System relevantes Subsystem Sr  (z.B. eine sehr große Bank, ein Subsystem das wirklichkeitsfremdes Wissen das KS schadet verbreitet) genügt es nicht nur die Wirkungsgrade W(Sr,.,.) und EW(Sr.,.) (s. Absch. 4.1) anzuwenden, sondern auch die potentielle Wirkung des Sr, verstanden wie folgt:
Der potentielle Wirkungsgrad, bezeichnet mit PEW(Sr,USK), des Subsystems Sr in bezug auf die realistische mögliche ungünstige Situation USK des Systems KS (z.B.  Wirtschaftskrise, wenig effiziente Führung des Systems KS, Krieg, u.s.w.) gleicht der erwarteten Wirkung EW(Sr,.,.) für die mit Sicherheit sg1(bs1)=0,9, sg2(bs2)=0,9 und sg3(bs3)=0,9 erwarteten Werte g(bs1), Ua(bs1), g(bs2), Usv(bs2) und g(bs3), Ubv(bs3) des Subsystems Sr, wenn die Situation USK entstünde, wobei die benutzten Symbole dieselbe Deutungen haben wie in Absch.4.1.
Beispiel.  Sr ist eine System relevante Bank. Sie ist nützlich und auch die erwartete Wirkung EW(Sr,t,t2) ist nützlich für KS. Doch eine Finanzkrise (Situation FSK) ist möglich und dann würde Sr mit großer Sicherheit Zahlungsunfähig sein (z.B. weil es hohe "faule" Kreditwertpapiere hat und viele Risiko Wertpapier-Transaktionen macht), mit schweren Folgen für das System KS. Dann ist PEW(Sr,FSK) gleich EW(Sr,.,.) unter der Annahme daß Sr in der Situation FSK wird (d.h. sg1(bs1)=sg2(bs2)=sg3(bs3)=0,9).
         Wenn die gesagten Wirkungsgrade des Subsystems realistisch ausgearbeitet sind, kann man erkennen wie nützlich oder schädlich Sr sein kann. Wenn erkannt wurde daß Subsystem Sr schädlich für KS sein kann, dann muß KS die Operation OVs anwenden; dabei ist es praktisch diese Subsysteme in drei Klassen zu teilen: (i) F-S - System relevante Finanzinstitutionen, (ii) P-D - sehr große Produktions- und Dienstleistungssubsysteme die nicht zu F-S gehören, und (iii) V-I - Subsysteme die virtuelle wirklichkeitsfremde Ideologien (z.B. pseudo-wissenschaftliche Theorien, wirklichkeitsfremde Behauptungen, Kunstwerke die das System KS verleumden, u.s.w.) verbreiten.
        Die schädliche Subsysteme in F-S und P-D müßten die Operationen OVs
in konfuzianisch orientierte Subsysteme (charakterisiert in Absch. 5.3.1) transformieren. Zusätzlich könnte eine wesentliche Staatsbeteiligung am Konzern nötig sein.
        Den Finanzsubsystemen in F-S müßte man Hasard-Wertpapier-Transaktionen (z.B. Handel mit Krediten, Termin-Wertpapier Geschäfte) verbieten. Beim Kauf oder Übernahme einer Finanzinstitution müßten die Vorstände, zuständige Gutachter, Berater und Aufsichtsräte bis zu 95% ihres Jahresgehalts oder Honorars bürgen; wenn sich dieser Kauf oder die Übernahme in nächsten 3-4 Jahren als erfolgreich erweist, müßten die Vorstände und Aufsichtsräte großzügig belohnt werden.
       Subsysteme der Klasse V-I sind in der Welt der globalisierten Informationssysteme schwer zu beschränken. Bessere Methode diese Subsysteme unwirksam zu machen sind:
u1.    Die pseudo-wissenschaftlichen Behauptungen und Ideologien die diese Subsysteme verbreiten als wirklichkeitsfremde und gegen KS gerichtete Propaganda, Magie und Gedankentrickserei zu entlarven;
u2.    Aufklären daß nur durch naturwissenschaftlich-technisches Wissen und Denken wurde die Bevölkerung so zahlreich und erreichte in Industrieländer so hohen Lebensstandard;
u3.    Anwendung der hier dargestellten technisch-konfuzianisch orientierten Lehre die Gewalttätigkeiten im System KS, reduziert, das Zusammenwirken der Subsysteme und den Lebensstandard steigert, und die Entwicklung des Systems KS fördert;
u4.    Aufklären daß emotionelle Wahrnehmung und Bewertung (bedingt z.B. durch Liebe, System-Zugehörigkeit, Hass, großes Macht- oder Anerkennungsbedürfnis, traumatische Vorstellungen) die Erkennung der Wirklichkeit verhindert, d.h. nur die Merkmale eines Subsystems (oder Geschehens) erkennt und erkennen will die diesen Emotionen entsprechen, zugleich generalisiert diese emotionelle Erkennung diese so gefilterten Merkmale auf alle Mitglieder dieses Subsystems und ist nicht fähig alle wichtige Merkmale des Subsystems zu erkennen.
        System KS sollte nicht zulassen daß sich ein schädliches Sybsystem in KS etabliert. In der gegenwärtigen globalisierten Welt mit der Ideologie der liberalen freien Marktwirtschaft können sich eigennützige Subsysteme in Staatsystemen relativ einfach etablieren und dann können sie dieses Staatsystem so behandeln als wäre es hauptsächlich für sie da. Wenn die politisch-wirtschafts-wissenschaftlichen Führungseliten des KS genügend früh die Schädlichkeit solcher Subsysteme erkennt und genügend Macht hat, kann sie mittels den gesagten Operationen OVs und Staatseingriffen (die Operation OUs) auch solche etablierte schädliche Subsysteme unschädlich machen.

Zitierte Literatur
[AB1]    H. Abels: Einführung in die Soziologie, Band 1; Der Überblick auf die Gesellschaft; 
VS Verlag f. Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 2007
[AB2]  H. Abels: Einführung in die Soziologie, Band 2; Die Individuen in ihrer Gesellschaft; VS Verlag f. Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 2007
[MSC]  M. Schetsche: Wissensoziologie sozialer Probleme; Westdeutscher Verlag GmbH, Wiesbaden, 2000
[SC1]    A. Schurmann: Entwicklung menschlicher Biotopen und Bio-Systemen;  http://www.home-a-schurmann.de/menschsys.html
, 2009
[SC2]    A. Schurmann: Wie das System China gestalten?; http://www.home-a-schurmann.de/chinage.html , 2010
[SC3]    A. Schurmann: Das psychologische System Mensch;  http://www.home-a-schurmann.de/mensch.html , 2010
[SC4]    A. Schurmann: Human did not evolve by random cell alteration and selection;  http://www.home-a-schurmann.de/hum.html , 2009


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Dr.-Ing. Alfred Schurmann ; Email: alfschurman@yahoo.de

Copyright 28. 01. 2011;   Letzte Korrektur am 22.02.2011 
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