Entwicklung menschlicher Biotope und Bio-Systeme

Dr.-Ing. Alfred Schurmann - Mathematiker und Informatiker
Siehe auch:
1.     Idee der Anti-Darwin Theorie der Entwicklung des Lebens ;  abstract in English
2.      Erstellung neuer Biotopen und Arten ; abstract in English
3.      Wie das System China gestalten?    summary in English
4.     Das psychologische System Mensch  (Zeile eingetragen am 03.10.2010)
Abstract. This article is a continuation of my Anti-Darwin theory (in German, [SC3]) and"Building new biotopes and species" (in German, [SC1]). First is shown the three subsystem structures of the living world: the molecular subsystem and software subsystem structures of organisms, and the subsystem structure of biotopes and biological systems. In an eukaryote cell the smallest molecular subsystems are cluster of molecules, e.g. receptors, signal molecules, triplets of nucleotides etc. These subsystems build greater subsystems, e.g. genes, membranes, etc.. A molecular cell is a system consisting of subsystems like cell membrane, organelles, nucleus etc.. In the molecular subsystems are implemented software subsystems: the smallest is an instruction or a condition implemented in a triplet of nucleotides; the next subsystem is a meta-program implemented in a gene. From meta-programs are built procedures, and from procedures are built greater subsystems - software operations like the repair system, procedures for producing proteins, etc..
         These subsystem structure is further developed in multicellular organisms: sea urchin, fly, birds, mammals and human. A biotope consists of subsystems like one-cellular organisms, fungus, insects, plants, birds, mammals, and non living matter like minerals, water, air, temperature etc.. A biological system consists of biotopes. Human biotopes and human bio-systems are biotopes and bio-systems in which people live and which people altered.
           In this paper is considered how human biotopes and bio-systems developed, according to the properties and abilities built in human by the L-Constructor. The main problem considered is, how people activated and applied their algorithms for exact reasoning (i.e. the way of thinking used in mathematics, physics, computer science, information theory, astronomy, genetic and chemistry). The L-Constructor implemented these exact thinking algorithms in brains of many people more than 15000 years ago. L-Constructor had built in also the following needs (together with the emotions associated with them): for power over people, for material goods and money, for respect and recognition, for knowledge and explanation of events, for belonging to a community. In this way people were able to activate their algorithms for exact thinking. This activation process is below divided in 8th stages of the human history. The factors which contribute or hinder the activation and application of exact thinking are shown.
          In ancient time people used also magic to explain or foresee events and manipulate people. In ancient Greece, simultaneously to application and creation of exact science, was also developed the first branch of modern magic - the rhetoric - by which people can be manipulated more effectively than by the classic magic (e.g. in ancient Egypt). It is pointed out that imperial states like Roman and Mongol empires hindered the application of exact science, because they were interested mainly in getting more power over other nations, more faithing armies and material possessions.
          A rapid application of exact thinking algorithms (i.e. development of exact science and technique) in the last century was accompanied by the further development of modern magic in picture painting, literature, music and rhetoric, in order to manipulate effectively people.
           Since the living world made by the L-Constructor is far from being perfect, people are forced to make human biotopes and bio-systems better. Therefore conditions which support or hinder the using of exact science and technique are considered. It is pointed out that over exaggerated application of modern magic hinders the wished development of human biotopes and bio-systems.

1. Einleitung
       Dieser Artikel ist eine Fortsetzung meiner Anti-Darwin Theorie (s. [SC3], 2009) und meines Artikels "Erstellung neuer Biotopen......" (s. [SC1], 2009), aber er kann verstanden werden ohne die gesagten Abhandlungen zu lesen. Aufgrund des Entwickler Axioms (s. [SC1], "Einleitung") kann man nicht nur die Bildung neuer Arten und Biotopen konsistent und naturwissenschaftlich erklären (s. [SC1]), sondern auch die Entwicklung der Anwendung menschlicher Denkalgorithmen erklären, wie in diesem Artikel geschildert ist. Auf den ersten Blick scheint es ein einfaches Problem zu sein, vorhandene Algorithmen auszuführen. Dies ist nicht so, schon die Algorithmen (Programme), enthalten in den Meteprogrammen (eukaryotischen Genen) können nur durch bestimmte Metainstruktionen (Transkriptionsfaktoren) und zusätzlichen Signalen von Nachbarregionen korrekt aktiviert werden. Noch komplexer ist die Aktivierung der richtigen Algorithmen enthalten in Ei- und Sammenzellen - zwar werden die ersten Algorithmen (die maternalen Gene) nach dem Eindringen der Sperma in die Eizelle aktiviert, aber die richtige Aktivierung der weiteren Algorithmen im Embryo erfolgt nur dann, wenn bestimmte äußere Bedingungen stimmen und der bisherige Prozess der Algorithmenaktivierung richtig verlief.
       Die Aktivierung der abstrakten und exakten Denkalgorithmen in Menschen ist noch komplexer, weil sie abhängig ist von menschlichen Biotopen und Bio-Systemen; nämlich, die Aktivierung und Anwendung dieser Algorithmen muß durch die menschliche Gemeinschaft akzeptiert und unterstützt werden, was ein großes und schweres Problem war und ist; wobei durch ein menschliches Biotop verstehen wir hier ein Biotop besiedelt mit Menschen und durch Menschen geändert; Beispiele: ein Dorf mit landwirtschaftlicher Umgebung, eine große Stadt mit Umgebung; ein menschliches Bio-System ist eine Anzahl von menschlichen Biotopen die durch einen Herrscher oder Regierung verwaltet wird (z.B. ein selbstständiger Stamm unter einem Fürsten, ein Staat). Eine Gemeinschaft menschlicher Bio-Systeme verbunden durch Verträge (z.B. Staatengemeinschaft) ist auch ein menschliches Bio-System.
       Die Anwendung abstrakter und exakter Denkalgorithmen ist auch heute noch ein großes Problem für die Industrieländer, und die weitere Anwendung oder nicht Anwendung dieser Algorithmen hat großen Einfluss auf die weitere Entwicklung oder nicht Entwicklung menschlicher Bio-Systeme (Staaten und Staatengemeinschaften mit ihren Biotopen). Dieses Problem zu verstehen (und Lösungen zu suchen) ist auch deshalb so wichtig weil es in den Ausbildungsinstituten und -ministerien, und in den Fachbereichen Pädagogik, Soziologie, Psychologie und Politologie nicht ausreichend erkannt ist, obwohl Ausbildung ein wichtiges Thema in diesen Organisationen und Fachbereichen ist.
       Um die Anwendung der abstrakten und exakten Denkalgorithmen in menschlichen Biotopen und Bio-Systemen zu verstehen, sind (in Absch. 3) die Etappen der bisherigen Anwendungen der Denkalgorithmen, zusammen mit der Entwicklung menschlicher Bio-Systeme, charakterisiert. Es wird darauf hingewiesen wie abhängig diese Anwendungen von menschlichen Bio-Systemen sind. Im laufe der Zeit, wurden, in bestimmten menschlichen Bio-Systemen, exakte Denkalgorithmen immer mehr aktiviert und sehr erfolgreich angewandt. Diese Entwicklung wird verglichen mit den wenig abstrakten Denkalgorithmen angewandt in der Kunst (Bildmalerei, Literatur, Film und Musik). Die Entwicklung der Denkalgorithmen in der Kunst (außer Musik) ist rückläufig ab dem 19. Jh. und erreichte das Niveau der Rhetorik und moderner Magie. In Absch. 4 sind die Eigenschaften menschlicher Bio-Systeme, die die Anwendung exakter Denkalgorithmen fördern oder hemmen, genauer analysiert.

2. Charakterisierung der Eigenart menschlicher Biotopen

       Wie in [SC3] und [SC1] wird hier das folgende Axiom angewandt:
Axiom E. Die lebenden Organismen wurden von einem außerirdischen Entwickler (weiter L-Entwickler genannt) hergestellt, auf Grund seiner folgenden Eigenschaften:
E1.        L-Entwickler kennt die Mathematik, Physik, Informatik, Chemie und Astronomie;
E2.        Er hat die intellektuellen Fähigkeiten eines unmenschlich genialen System und Software Entwicklers;
E3.        Er kann Moleküle in Gasen und Flüßigkeiten (d.h. in nicht festen Körpern) bewegen, aber Er kann nicht direkt Gegenstände heben, z.B. einen 100 G schweren Stein.
        Bevor ich die Menschenart charakterisiere ist es wichtig die Subsystem Strukturen der biologischen Welt sehr kurz darzustellen, wobei diese Subsystem Bauweise ein Beleg dafür ist, daß L-Entwickler in Systemweise dachte:
      Die kleinsten Subsysteme bestehen aus Molekülen in einer Zelle, z.B. Elementarpartikeln in Mitochondrien, Nukleotide Triplets, Histonen-Moleküle, Rezeptoren, Membranmoleküle, Signalmoleküle, u.s.w. Aus diesen Subsystemen sind größere Subsysteme gebildet, z.B. Gene, Membrane, Ribosomen, Golgiaparat, Histone, u.s.w. Diese Subsysteme gehören zu größeren Subsystemen wie DNA mit Histonen, mtDNA, RNA u.s.w. DNAs mit Histonen bilden größere Subsysteme - Chromosome. Diese Subsysteme gehören zu größeren Subsystemen: Zellkern, Zellmembrane, Mitochondrien, andere Organelle, Zytoplasma und Zytoskellet. Das System molekulare Protozoan-Zelle besteht aus diesen Subsystemen. In diesem molekularen System ist auch folgende Software Systemstruktur eingebaut: Die kleinsten Software Subsysteme sind z.B. Instruktionen oder Bedingungen implementiert in Nukleotiden Triplets, und die Software in Ribosomen. Jedes Gen in DNA beinhaltet ein Software-Subsystem (Metaprogramm genannt ), bestehend aus gesagten Instruktionen und Bedingungen, für Bildung von Programmen. Aus einigen dieser Metaprogramme sind Prozeduren (Subsysteme) für verschiedene Funktionen/Operationen der Zelle erstellt worden, z.B. Vermehrung durch Teilung, Kodierung der Gene, Reparatur Prozeduren, S.O.S. Prozeduren, Prozeduren für Erkennung des Zustandes der Zelle u.s.w.. Das Software System in der Zelle besteht aus den gesagten Subsystemen die alle eng zusammenarbeiten.
         In den ersten einfachen Vielzeller Tieren, z.B. Seeigel, ist das System Zelle als Subsystem eingebaut und bildet eine spezialisierte zelle - die wichtigste und sehr komplexe ist eine Keimzelle. Aus molekularer Sicht sind sie ähnlich gebaut wie andere spezialisierte Zellen. Das Software System der Keimzelle ist jedoch viel komplexer und besteht aus vielen Subsystemen, z.B. für Bildung der ersten Teile des Embryo, für weitere Entwicklung dieser Teile u.s.w. (genauer charakterisiert in [SC2] A. Schurmann, "Multicelular animals did not ...", 2008). Dieses Software System steuert die Entwicklung des Embryo zum adulten Organismus und ist zugleich ein Subsystem des Software Systems des Seeigels.
          Bei höher entwickeltem Tier der Fliege gibt es schon deutliche mehrschichtige molekulare Subsysteme, z.B. Augen, Fühler, Mund, Urgehirn u.s.w. bilden das Subsystem Kopf. Die Subsysteme Kopf, Flügel, Füße, Vorder- Mittel- und Hinterbrust, Hinterleib, Nervensystem, Darm, Drüsen, Geschlechtsorgane, angeborenes Immunsystem u.s.w. bilden das molekulare System Fliege. In jedem dieser molekularen Subsystemen sind Software-Subsysteme implementiert, die aus mehreren Prozeduren bestehen, wobei jede Prozedur ein Subsystem aus Metaprogrammen ist. Alle diese Software-Subsysteme bilden das Software System der Fliege.
        Diese Subsystem Struktur ist noch deutlicher und komplizierter in Säugetieren, Vögeln und Menschen. Ein System Biotop besteht aus einer Vielzahl von Subsystemen: Einzeller, Pilze, viele einfache Vielzeller, Weichtieren, Pflanzen, Insekten, Wirbellosen Tieren, einfachen Wirbeltieren, Säugetieren, Vögeln und physikalischen Komponenten wie Mineralstoffe, organische Stoffe, Wasser, Luft, Temperatur u.s.w.. Im System Biotop sind alle Subsysteme voneinander abhängig und vom L-Entwickler so erstellt, daß sie selbstregulierend das biologische Gleichgewicht im Biotop erhalten, wie in [SC1] A. Schurmann, "Erstellung neuer Biotopen ..." dargestellt.
       Wie schon in [SC3] "Idee der Anti-Darwin Theorie...." gesagt, sind Menschen eigenartige Lebewesen in denen L-Entwickler folgende Denkalgorithmen implementierte (s. [SC3], Absch. 4):
ah1.       Algorithmen, realisiert in neuronalen Schaltkreisen (Erregungskreisen), die Klassen von Objekten, Objekten und Klassen von Aktivitäten Namen zuweisen (akustische Muster, Wörter genannt), es sind Abstraktionsoperationen, weil sie Objekte und Aktivitäten in verschiedene Kategorien klassifizieren, und bilden für jede dieser Klasse ein internes Modell.
ah2.      Algorithmen für Lernen, Bilden und Erkennen von Sätzen einer Sprache mittels symbolischen Namen von Objekten und Aktivitäten (s. (ah1)). Wir wissen nicht wie diese Algorithmen funktionieren; wir kennen nur ihre Ergebnisse - wir können Sprachen lernen und anwenden (Sprechen).
ah3.1.    Algorithmen für Lernen und Erkennen von Zahlen, und Zählen, realisiert in neuronalen Schaltkreisen. Zahlen und Zählen sind auf höherem Abstraktionslevel als symbolische Namen für Klassen von Objekten und Aktivitäten (gesagt in (ah1)).
ah3.2.    Algorithmen für Erkennung- und Denkprozesse in Medizin und Biologie (ohne Molekularbiologie und Genetik).
ah4.       Algorithmen für Lernen und Ausführen von arithmetischen Operationen (Addition, Subtraktion und Multiplikation). Wir wissen nicht wie diese Algorithmen in neuronalen Schaltkreisen realisiert sind. Wir wissen nur wie die Algorithmen für Zählen und den arithmetischen Operationen im Computer ausgeführt sind.
ah5.      Algorithmen für Denken über die Lösung folgendes Problems: ein Mensch H hat in seinem Hirn Objektmodelle M(O1),...,M(On) mit Namen N1,...,Nn gespeichert; das Denkproblem des Menschen H: "kann ich eine Zielsituation Sg erreichen, wenn ich in Situation Sp sein würde in der die Objekte N1,...,Nn sind und ich in der Situation Sp Aktivitäten A1,...,Am ausführen könnte?".
Zusätzlich zu den genannten Algorithmen (ah1),...,(ah5) haben einige Menschen einige folgende Algorithmen für höheres abstraktes und kreatives Denken:
ah6.       Algorithmen für Ausführung abstrakter Denkprozesse in der klassischen Physik, Astronomie, Informatik, Chemie und Genetik.
ah7.       Algorithmen für Ausführung sehr abstraktes Denken in Höherer Mathematik und Kernphysik.
ah8.       Algorithmen für kreatives Denken in der klassischen Physik, Informatik, Astronomie, Chemie und Genetik, die ermöglichen aus erkannten Fakten ein neues Gesetz, eine Formel, Prozedur oder abstraktes Modell zu bilden.
ah9.       Algorithmen für kreatives sehr abstraktes Denken in der Mathematik und Kernphysik, die ermöglichen neue Gesetze, Systeme, Verfahren und Denkweisen in der Mathematik oder Kernphysik zu bilden. Viele Menschen benutzen auch
DK.      Denkalgorithmen in der Kunst (Bildmalerei, Literatur, Theater, Filme, Musik) - sie sind ungenau, vieldeutig und weniger abstrakt als die exakten Denkalgorithmen (ah5),...,(ah9).
         Außer diesen Denkalgorithmen haben Menschen folgende Bedürfnüße und mit ihnen verbundene Emotionen die ihr verhalten wesentlich beeinflußen, und in vielen Fällen bestimmen:
Macht-B:   nach Macht - einige Menschen haben ein großes unbeschränktes Bedürfnis nach Macht, so daß sie Machtsüchtig sind und rücksichtslos nach mehr Macht streben;
Aner-B:     nach Anerkennung - jeder Mensch hat es, wenn das Bedürfnis sehr groß ist dann bestimmt es das Leben des Menschen;
Mater-B:    nach materiellem Besitz (z.B. Geld) - bei einigen Menschen ist dieses Bedürfnis nicht beschränkt, so daß bei ihnen zur Geldgier (Geldsucht) kommen kann und sie immer rücksichtsloser nach größerem materiellen Besitz streben;
Liebe-B:    nach Liebe - bei verschiedenen Menschen in verschiedenem Grade entwickelt; übertriebene Liebe hindert die Ausführung exakter Denkalgorithmen;
Grup-Z:     Grupenzugehörigkeit;
Wis-Erk:    nach Wissen und Erklärung warum und wie Prozesse in der Umgebung und der Welt funktionieren - dieses Bedürfnis haben nur weniger als 15% der Menschen und in verschiedenem Grade;
Kuns-B:     in Bereichen der Künste, z.B. Bildmalerei, Literatur, Musik, Theater, Film.
      Die Bedürfnisse Macht-B, Aner-B, Grup-Z und Liebe-B haben schon, in kleinem Grade, höher entwickelte Säugetiere (z.B. das Bedürfnis Macht-B eines Alfa-Tiers), aber die Intensitäten dieser Bedürfnisse sind beschränkt oder dauern nur kurze Zeit, und sind nicht größer als die Intensitäten anderer Bedürfnisse (z.B. nach Nahrung, Gruppenzugehörigkeit), so daß ihr Leben durch ausgeglichenes Verhalten bestimmt ist.
      Aus der Entwicklung immer mehr komplexer Tieren, insbesondere deren Hirne und Nervensysteme, von einfachen Vielzeller Tieren bis zur denkenden Menschenart - s. Hypothese 3 in [SC1], "Erstellung neuer Biotope..." und [SC3] "Idee der Anti-Darwin Theorie....", Absch. 4 - und der Implementierung der Denkalgorithmen (ah1),...,(ah9) und des Bedürfnisses Wis-Erk kann man schließen:
Hypothese 1. Ein wichtiges Anliegen des L-Entwicklers war denkende Lebewesen zu erstellen, insbesondere solche die abstrakte und exakte Denkalgorithmen (ah4),...,(ah9) ausführen können.
          Man kann annehmen daß L-Entwickler die Bedürfnisse Macht-B, Aner-B, Grup-Z und Liebe-B schon in Menschen vor 150000 Jahren implementierte, weil ihre Anfänge, wie gesagt, schon in höher entwickelten Säugetieren und Vögeln sind. Auch die Algorithmen für Lösung konkreter Probleme implementierte L-Entwickler sehr früh - schon die Vorfahren der Menschen, z.B. Homo errectus, benutzten sie, weil sie einfache Werkzeuge herstellten und benutzten, und einige von ihnen auch Feuer. in Menschen vor 150000 J. waren die implementierten Denkalgorithmen für Lösung konkreter Probleme komplexer und sie konnten und lösten ihre tägliche Bedürfnisse nach Nahrung, Sicherheit und Anerkennung in ihren kleinen Gemeinschaften. Weil Menschen vor 100000 Jahren abstrakte Begriffe (Wörter) benutzten, hatten sie sicher auch schon einfache Denkalgorithmen (ah5) implementiert. Diese Denkalgorithmen benutzten sie aber selten, weil das routinemäßige Verhalten Pflicht in ihren Gemeinden war. Nur durch zufällige Erfolgsergebnisse akzeptiert durch einer Ranghohen Person konnte eine Erfindung oder ein neues effektiveres Verhalten angewandt werden. Die Bedürfnisse nach Bildmalerei und Musik wurden sicher auch schon vor 100000 Jahren implementiert. Die prähistorische Felsenmalerei beweist, daß schon Menschen vor über 20000 J. malten und Bedürfnis danach hatten.
          Wann L-Entwickler die Denkalgorithmen (ah3.1), (ah3.2) und (ah5), und danach (ah4), (ah6),...,(h9), und das Bedürfnis Wis-Erk implementierte, wissen wir nicht genau, aber einige Menschen vor 15000 Jahren hatten sie sicher schon in ihren Hirnen; sie benutzten sie jedoch nicht, weil kein Bedarf danach war und das Bedürfnis Wis-Erk war unterdrückt durch andere, fürs tägliche Leben wichtigere Bedürfnisse - Physiologische (insbesondere nach Nahrung), nach Sicherheit, Gruppenzugehörigkeit, Anerkennung und Macht; diese Bedürfnisse und ihr einfaches Wissen bestimmten das verhalten der Jagt-Sammler Menschen. Ein Mensch in solcher Gemeinschaft der gemäß seinem Bedürfnis Wis-Erk über theoretische Probleme gegrübelt hätte wäre entweder als nutzloser Außenseiter aus der Gemeinschaft ausgeschloßen oder er hätte sein Bedürfnis Wis-Erk unterdrücken müßen und aufhören theoretische abstrakte Denkalgorithmen anzuwenden.

3. Prozess der Aktivierung abstrakter Denkalgorithmen in menschlichen Bio-Systemen
         L-Entwickler erstellte höhere Vögel und Säugetiere so daß sie im Prinzip autonom handeln, d.h. ihr Verhalten ist bestimmt durch ihre gegenwärtige Bedürfnisse (und mit ihnen verbundenen Emotionen), angeborene und gelernte Verhaltensaktivitäten und von ihnen wahrgenommenen Situationen. Menschen erstellte Er mittels gesagten Denkalgorithmen und Bedürfnissen (und mit ihnen verbundenen Emotionen), so daß sie in ihren Biotopen selbst ihre Denkalgorithmen aktivieren und anwenden können, wenn bestimmte Faktoren vorhanden sind, um die menschliche Biotope und Bio-Systeme besser zu gestalten, wie weiter gezeigt wird. Im Vergleich zu Vögeln und Säugetieren, bestimmten das Verhalten der Jäger-Sammler Menschen zusätzlich folgende Faktoren: (i) wesentlich besseres Wissen über die Biotope, (ii) wesentlich effektivere Lern-Algorithmen, (iii) Sprach-Kommunikation zwischen Mitgliedern der Gemeinschaft, (iv) wesentlich effektivere Fähigkeiten (als bei Tieren) Probleme zu lösen (z.B. einfache Werkzeuge herzustellen, Feuer und Hunde zu benutzen).
          Aus der Konstruktion der Menschen, insbesondere deren Denkalgorithmen (ah1),...,(ah9), kann man schließen daß Menschen die grausamen Biotope besser und nützlicher gestalten sollen. Anderseits, waren und sind grausame Biotope und menschliche Bio-Systeme ein nötiger Faktor der die Denkalgorithmen (ah4),...,(ah9) aktiviert (aber dieser Faktor ist nicht ausreichend).
Die abstrakten Denkalgorithmen (ah3.1), (ah3.2), (ah4) u.s.w. aktivierte L-Entwickler indirekt mittels: (i) von Ihm implementierten Bedürfnissen (und mit ihnen verbundenen Emotionen), (ii) den implementierten Algorithmen für Erkennung der Eigenschaften menschlicher Biotope, (iii) Sprach-Kommunikations Möglichkeiten der Menschen. So handelt ein Mensch zwar autonom, aber sein Verhalten ist bestimmt durch die gesagten Eigenschaften (i), (ii) und (iii), und den Grad (und der Art) der Anwendung der Denkalgorithmen. Diese Faktoren aktivierten zuerst sehr langsame dann beschleunigte Anwendung immer mehr Denkalgorithmen, wenn zusätzlich die äußeren Bedingungen stimmten. Diesen Prozess der Aktivierungen-Anwendungen der Denkalgorithmen kann man in Kürze in folgenden Etappen darstellen:
Et1.     Aus Sicherheitsgründen, Nahrungserwerb, Gruppenzugehörigkeit und Machtbedürfnissen einiger Menschen, bildeten sich größere Gemeinschaften (erste menschliche Biotope). Aus einiger dieser Gemeinschaften bildeten sich Stammesgemeinschaften (erste menschliche Bio-Systeme) in denen schon spezialisierte Mitglieder waren, z.b. Nahrungssamler, Krieger, Stammesführer und seine Berater, Werkzeug- und Waffenhersteller, Vieh und Pferde Züchter, und Diener. Dies bedeutet daß effektivere spezialisierte Aktivitäten ausgeführt und einfache Denkalgorithmen (ah5) angewandt wurden. Diese Etappe dauerte ungefähr von 50000 bis 10000 Jahren v.Chr. In dieser Zeit wurden auch Bildmalerei-Denkalgorithmen angewandt/aktiviert (das beweist die Felsenmalerei). Die menschlichen Biotope in dieser Zeit unterschieden sich nicht wesentlich von rein biologischen, weil Menschen ähnlich lebten wie Tiere und veränderten nicht die Umwelt, aber Menschen waren sehr abhängig von den rein biologischen Biotopen.
Et2.      Die Spezialisierung in einigen Stämmen ging weiter. Wegen Nahrungsmangel begannen Menschen Agrarprodukte herzustellen und sesshaftes Leben zu führen (erste Siedlungen vor 12000 J. wurden gefunden, ), was zu weiteren Anwendungen der Denk-Problemlösung-Algorithmen führte; diese menschliche Biotope veränderten aber unwesentlich die Biotope. Es gab einen Warenaustausch und erster Handel mit Waren. Dies führte zur ersten Aktivierung und Anwendung der Denkalgorithmen für Zählen und Bewertung von Waren (erste Aktivierung und Anwendung der (ah3.2) und (ah4) Algorithmen). Es begann der Anfang der Anwendung der Astronomie in Segelfahrten und Agrarwirtschaft. Diese Etappe dauerte ungefähr von 10000 bis 5000 J. v. Chr.
Et3.     Die Macht und Anerkennung Bedürfnisse mehrer ranghöheren Mitglieder eines Stammes und das Bedürfnis Mater-B nach materiellem Besitz führten (durch grausame Kriege, Erpressungen und Verhandlungen) zum Zusammenschluss mehrerer Stämmen unter einer Führung (ein menschliches Bio-System). Parallel zu diesen Prozessen entstanden erste Städte (Stadt Biotope) aktiviert durch die Bedürfnisse nach mehr Sicherheit und bequemeres Leben. Es entstanden erste Bewässerungsanlagen in der Landwirtschaft (weitere Entwicklung menschlicher Biotopen). dies führte zur weiteren Spezialisierung dieser Menschen und zur weiteren Anwendungen der Denkalgorithmen (ah5), (ah3.2), (ah4) und DK (Malerei und Musik). Die Städte waren die ersten menschlichen Biotope die sich von rein biologischen unterschieden, aber sie waren klein und beeinflußten nicht das biologische Gleichgewicht. Wie bekannt, verliefen diese Prozesse nicht gleichmäßig auf der Erde - die ersten Fürstentümer und danach Königreiche entstanden in Mesopotamien (Staat der Sumerer), Ägypten und Kreta, und Stadt-Staaten im alten Griechenland und sicher auch in China. Diese Etappe dauerte von 5000 bis 2800 v.Chr.
Et4.      Im Zeitraum von 2800 bis 1000 v.Chr.. In den Staaten in Mesopotamien, Ägypten und Griechenland bauten Könige und Machtoligarchien Festungen, Gebäuden und Pyramiden, und brauchten und unterhielten Verwaltungsapparat und Armeen. Dadurch entstand bei den Machtoligarchien (besonders in Mesopotamien und Ägypten) das Bedürfnis nach Spezialisten mit elementaren Kenntnissen der Arithmetik, Geometrie, Physik (insbesondere Mechanik) und Medizin. Auch nach astronomischen Kenntnissen war ein Bedarf. Diese Spezialisten wendeten Problemlösungsalgorithmen (ah5), Denkalgorithmen (ah3.1), (ah3.2) und (ah4), und exakte Denkalgorithmen (ah6) und (ah8) in Bereichen Physik, Chemie und Astronomie an.
         In diesen Staaten (außer Griechenland) entstanden auch Priester Klassen (Priester Establishments) die sich mit Beobachtungen des Himmels (Mond, Sonne und Sterne) beschäftigten. Sie formulierten erste astronomische Kenntnisse und erstellten Kalender um die Zeiten der Agrararbeiten und Kriegsanfänge (Astrologie) zu bestimmen. zugleich entwickelten diese Priester-Establishments Magie, Zauberei und Wahrsagerei die die mathematisch-naturwissenschaftliche Denkweise hemmten, aber sehr geeignet waren Menschen zu manipulieren. Die Priester und Spezialisten für Wissen, Bauen und Verwaltung wurden unterstützt und hatten ein hohes Ansehen im Staat.
         Es bildeten sich auch Kulturzentren in China und Nord-Indien. Diese menschliche Bio-Systeme änderten zwar die biologische Biotope, aber das biologische Gleichgewicht blieb erhalten.
Et5.      Die Zeit von 1000 bis 0 v. Chr. Es war die Blütezeit der Mathematik und Naturwissenschaften in Griechenland (besonders im menschlichen Biotop Athen); hier wurden exakte Denkalgorithmen (ah3.1), (ah3.2), (ah4), (ah5), (ah6) und (ah8) in Bereichen Physik, Astronomie, Chemie, Biologie und Medizin, und kreative Denkalgorithmen der Mathematik (insbesondere der Geometrie) erfolgreich angewandt. Auch in anderen Kulturzentren (Mesopotamien, Babylon, Ägypten, Indien) wurden diese Denkalgorithmen aktiviert/angewandt, z.B. der Pythagoreischer Lehrsatz der Geometrie (a*a + b*b = c*c) wurde durch Pythagoras (ungefähr 570 - 496 v. Chr.) formuliert, aber er war auch schon in Indien, Babylonien und Ägypten bekannt.
          Im alten Griechenland konnte sich eine geschätzte Gruppe von Gelehrten bilden (sie konnten ihr Bedürfnis Wis-Erk realisieren) die die gesagten exakten Denkalgorithmen anwendeten und viele große Erfolge hatten. Den größten Erfolg hatte Euklid der vor ungefähr 280 J.v. Chr. die nach ihm genannte euklidische Geometrie formulierte und das erste mal die moderne präzise axiomatische Denkweise erfand und anwendete. Er erfand auch den Algorithmus für Berechnung des größten gemeinsamen Teilers von zwei ganzen Zahlen. Leider erkannten nicht andere Mathematiker die Wichtigkeit dieser präzisen Denkweise und über 1600 J. hielten sie sie für überflüßig und hatten sie nicht angewandt. Im Bereich der Physik ist das Archimedische Gesetz ein Beweis wie erfolgreich Archimedes (vor ungefähr 200 J. v. Chr.) die Denkalgorithmen (ah8) im Bereich der Physik angewandt hatte. Die menschlichen Biotope - die größeren Städten - änderten nicht nur die biologische Biotope, sie zerstörten auch dort das biologische Gleichgewicht, weil, durch mangelhafte Hygiene, Krankheitserreger sehr gute Bedingungen für Vermehrung hatten.
       Neben diesen präzisen und "ehrlichen" Denkalgorithmen, wurde auch in diesem Griechenland (Athen) der Anfang der modernen Magie - die Rhetorik - gegründet. Sie war eine viel effektivere Methode für Beeinflußung (Manipulation) der Menschen als die klassische Magie im alten Ägypten, Babylonien oder China, weil diese klassische Magie nicht sehr glaubhaft für die Griechen war. Die Rhetorik hingegen beeinflußte die Emotionen der Zuhörer und schaltete ihre rationale Denkweisen aus, so daß der benommene Zuhörer meinte er sei durch gute Argumente überzeugt worden.
Et6.      Die Zeit von 0 bis 1530 n.Chr. In Griechenland entstand ein Regreß der Anwendung der kreativen Denkalgorithmen (ah5) und (ah8). Die kriegerischen Römer besetzten das Land und beschränkten die Rechte und Freiheiten der Griechen. Der Besatzer schätzte nicht griechische Mathematiker und Naturforscher - für die Römer-Establishments waren nur Kriege, Handel, Verwaltung und Machtkämpfe in ihrer Machtoligarchie die wichtigen Anliegen. Sie sahen nicht wozu und warum man exakte Wissenschaft unterstützen sollte - es genügten ihnen Handwerker (z.B. Bau- und Schmiedehandwerker) und Verwltungspersonal das Rechtsregel, Schreiben und einfaches Rechnen beherrschte. Auch Rhetorik, mittels deren man Menschen manipulieren konnte, wurde weiter entwickelt und angewandt, besonders durch Politiker. Die christlichen Religionsführer unterdrückten das mathematisch-naturwissenschaftliche Denken, so daß in Griechenland die Anwendung exakter Denkalgorithmen rückläufig war.
         Fortschritte in der Aktivierung exakter Denkalgorithmen machten die Gelehrten in islamischen Ländern. Zuerst (750 J. n. Chr.) wendeten sie (im Stromland, in Bagdat) die nicht kreative Denkalgorithmen an, indem sie das bekannte Wissen der Griechen, Inder und Perser aneigneten. Danach (850 n. Chr.), benutzten einige Gelehrte im islamischem Raum auch kreative exakte Denkalgorithmen: sie gründeten die Grundlagen der Algebra und entwickelten weiter Geometrie, Trigonometrie, Medizin, Astronomie und Optik. Die islamische Religionslehrer und die politisch - wirtschaftliche Lage verhinderten jedoch weitere Entwicklung der Mathematik und Naturwissenschaften im islamischem Raum nach 1500 n.Chr.
         Ab dem 13. Jh. begann die Aktivierung exakter nicht kreativer Denkalgorithmen in einigen Menschen in Mittel- und Westeuropa. L-Entwickler implementierte die gesagten exakten Denkalgorithmen in ihren Ur-...-Ur-Eltern vor mehr als 18000 J. und ihre Enkel erbten sie, aber sie aktivierten und benutzten sie nicht. Erst im 13. und 14. Jh. entstanden Hochschulen in denen einige Hochschullehrer (z.B. Philosophen) auch exakte Denkalgorithmen (ah3.1), (ah3.2), (ah4) und (ah6) in den Bereichen Medizin, Mathematik, Astronomie und Physik benutzten um das exakte Wissen der Gelehrten im alten Griechenland zu erforschen und zu lehren, obwohl es große Bedenken der Kirche gegen solches nicht christliches Wissen und Denken gab. Mit der Begründung, daß solches Wissen und technische Problemlösungen nützlich für die Herrschenden und der Kirche sind, konnten folgende Erfinder und Gelehrte ihre exakten und kreativen Denkalgorithmen erfolgreich anwenden:
J. Gutenberg (1397 - 1468) - er erstellte die erste Druckmaschine;
L. da Vinci (1452 - 1519) - war erfolgreich in Bereichen Naturforschung und Technik;
Paracelsus (1493 - 1519) - im Bereich der Medizin, insbesondere der pharmazeutischen Medizin; er gründete die Grundlagen der Chemie;
Leonardo da Vinci wendete auch seine kreative Kunst-Denkalgorithmen in Bereichen Malerei und Bildhauerei. Die kreativen Algorithmen für Bildmalerei wurden auch durch andere Maler angewandt, z.B. H. van Eyck, J. van Eyck, S. Raffael, H. Memmling, H. Holbein, H. Bosch, L. Cranach. Ihre Bilder beweisen daß sie nicht nur neue Lösungen in Farb und Form Darstellungen suchten und fanden, sondern charakteristische Merkmale (d.h. Abstraktion) einer Situation, Eigenschaft/Idee oder eines menschlichen Charakters zeigen/ausdrücken konnten (z.B. "Garten der Lüste" von H. Bosch).
         Relativ viele und große Städte änderten die Biotope so daß in diesen menschlichen Biotopen das biologische Gleichgewicht zu Gunsten der Krankheitserreger zerstört wurde, und es zu großen Seuchen kam die viele Opfer forderten - ein Beispiel wie durch Menschen veränderte Biotope schädlich für Menschen sein können.
Et7.      Die Zeit von 1530 bis 1900 n.Chr. Die Anwendung und Lehre der gesagten exakten Denkalgorithmen (ah3.1), (ah3.2), (ah4) und (ah6) durch einige Professoren in Mittel- und Westeuropa, und die gesagten erfolgreichen Anwendungen der exakten kreativen Denkalgorithmen führten zu noch intensiveren Anwendungen dieser Algorithmen im 15. Jh. und danach. Die ersten Gelehrten und Erfinder die (im Zeitraum 1530 -1650) sehr erfolgreich ihre exakten und kreativen Denkalgorithmen anwendeten (obwohl die macht-besessenen Kirchenfürsten ihre Forschungen und Denkweise, als nicht vereinbar mit ihrer Ideologie, bekämpften) waren: N. Kopernikus (Erde umkreist die Sonne und nicht umgekehrt), J. Kepler (elliptische Bewegung der Planeten um die Sonne), G. Galileii (in Bereichen Astronomie, Mechanik, Optik und Hydrostatik), Descartes (Gründer der analytischen Geometrie) und B. Pascal (in Bereichen Geometrie und Wahrscheinlichkeitsrechnung).
          Danach (von 1650 - 1750) entwickelten G. Leibniz und I. Newton die Differentialrechnung - Die Grundlage der mathematischen Analysis. I. Newton gründete auch die Mechanik (Gravitationsgesetz). Damit zeigte er daß man mittels der Mathematik - ein Teil der Sprache und Denkweise des L-Entwicklers - die Bewegungen fester Körper exakt beschreiben und vorhersehen kann. Diese Erfolge führten zu weiteren Anwendungen der exakten Lösung- und Denkalgorithmen im Zeitraum 1750 - 1900. Die Wissenschaftler und Erfinder fanden Anerkennung beim Bürgertum und einigen Herrscher, und konnten das schon vorhandene Wissen anwenden und neue Wissenszweige bilden oder bestehende wesentlich weiter entwickeln, und Erfindungen machen. Dies veränderte das Leben in menschlichen Biotopen und Bio-Systemen in Europa und U.S.A. - Menschen erstellten bessere menschliche Biotope für die Wohlhabende und zugleich erstellten sie sehr schädliche Arbeiter Biotope in Wohn-, Manufaktur- und Fabrikbiotopen. In den Bürgertum Biotopen fehlte die Erkenntnis, daß ihr Leben auch vom guten Funktionieren der Arbeiter Biotope abhängig ist und sie nur ein Teil des selben menschlichen Bio-Systems sind.
          Zu den wichtigsten Ergebnissen, Forscher und Erfinder in Bereichen Mathematik, Naturwissenschaften und Technik, waren in dieser Zeit:
- Elektrizitätstheorie (A. Volta, A. Ampere, C. Coulumb);
- Erfindung elektrischer Geräte und Maschinen, z.B. Strommaschine, Telefon, elektrische Motoren, elektrische Beleuchtung (T. Edison, U.S.A.) u.s.w.;
- Theorie des elektromagnetischen Feldes (J. Maxwell);
- Hochfrequenztechnik und Radiowellen (R. Hertz);
- Erfindung der Dampfmaschine (J. Watt) und ihre viele Anwendungen;
- Vererbungslehre (G. Mendel);
- Grundlagen der Radioaktivitätstheorie (P. Curie und M. Sklodowska-Curie);
- Wahrscheinlichkeitstheorie und ihre Anwendungen ( B. Pascal, P. Fermat, P. Laplace, J. Bernoulli, C. Gauß);
- Variationsrechnung (J. Lagrange);
- Mengenlehre (G. Cantor);
- Zahlentheorie (P. Fermat, J. Lagrange, C. Gauß);
- Weitere Entwicklung der Algebra (C. Gauß);
- Bakteriologie und bakteriologische Technik (L. Pasteur, R. Koch);
- Elektronentheorie (H. Lorentz);
- Erfindung des Benzinmotors und Kraftfahrzeuge (C. Benz, G. Daimler);
- Erfindung vieler Sprengstoffe (A. Nobel).
           Auch in der Kunst wurden kreative Denkalgorithmen DK angewandt. In der Musik, außer einfachen Rhythmen und Melodien, und einfachen Darstellungen von Gefühlen in der Volks- und Unterhaltungsmusik, wurde das erste mal mehr anspruchsvolle Musik entwickelt: es waren A. Vivaldi und J.S. Bach die mehr differenzierte und komplexe Darstellungen von Klängen komponierten, so daß sie eine Abstraktion von differenzierten Gefühlen ausdrückten - eine Musik die  Anerkennung der Kirche fand und den mehr anspruchsvollen musikliebenden Personen entsprach. Wie bekannt, nach diesen zwei Komponisten entstanden neue musikalische Werke mehrerer genialer Musiker die bis heute gespielt sind.
          Obwohl die literarische Werke der alten Griechen auf hohem Niveau waren, haben die literarische Werke der Neuzeit die griechischen übertroffen in der Abstraktion und der Klarheit der Schilderungen. Zu den wichtigsten und genialsten literarischen Werken gehören die von W. Shakespeare und J. Goethe - Shakespeare charakterisierte in abstrakter, klarer und zugleich in unterhaltsamer Form die Wirkungen von Machtsucht und unbeschränkter irrationaler Liebe, und Goethe, im "Faust" die abstrakte Darstellung des großen Bedürfnisses nach Wissen (auch L-Entwickler hat sicher dieses Bedürfnis - s. Hypothese 1 in [SC1] A. Schurmann "Erstellung neuer Biotopen...").
        Vom Standpunkt der Anwendung der Denkalgorithmen hatte die Bildmalerei den Höhepunkt in den Werken niederländischer Maler erreicht: P. Brueghel d. Ä, van Dyck und besonders Rembradt. In ihren Werken und den Bildern des Spaniers F. Goya ist ein recht klarer abstrakter Gedanke ausgedrückt, d.h. eine durchdachte Wahrnehmung der Realität abstrakt und klar dargestellt, durch ihre charakteristische Merkmale, mittels Farben und Formen.
        Danach, im 19. Jh., ist die Anwendung der Denkalgorithmen in der Malerei rückläufig, weil der Impressionismus in Frankreich auf klare, abstrakte und realistische Darstellung verzichtet und wendet hauptsächlich nur einfache kreative Denkalgorithmen im Bereich subjektiver Wirkung von Farben und Formen auf den Zuschauer - dies ist der Anfang der modernen Magie in der Malerei. Im Expressionismus, im 20. Jh. (in Deutschland und Frankreich) schildern die Bilder kein Gedanke (oder er ist so verwischt und vieldeutig dargestellt, daß man ihn nicht klar erkennen kann), nur höchstens eine plakative Botschaft. Durch Wirkung von Farben und Formen will man den Zuschauer oberflächlich beeindrucken und rationale Denkalgorithmen ausschalten. Dies ist eine weitere Entwicklung der modernen Magie mittels Bildern und Plakaten.
Et8.      Zeitraum von 1900 bis heute. Die breite Anwendung der exakten Denkalgorithmen, im 18.und 19. Jh. in Europa und U.S.A., war ein Durchbruch in der Entwicklung menschlicher Bio-Systeme. Das neue Establishment, das Bürgertum, sah daß Technik, Mathematik und Naturwissenschaften zu großem wirtschaftlichem Wachstum und besserem Verständnis der menschlichen Biotopen führten, und die Militärs waren froh daß die neuen Waffen so effektiv waren. Aus diesen Gründen förderten weiter die Establishments in diesen menschlichen Bio-Systemen, Technik und exakte Wissenschaften im 20. Jh.. Spezialisten in diesen Bereichen waren geschätzte Personen in diesen menschlichen Bio-Systemen. Dies und das schon erreichte Wissen förderte die weitere effektive Anwendung exakter, kreativer Denkalgorithmen in rasanter Weise. Hier ein sehr kurzer Überblick über die wichtigsten Ergebnisse dieser Anwendungen in menschlichen Bio-Systemen in Europa und U.S.A.:
- weitere Entwicklung der Mathematik in Richtung sehr abstrakter Theorien;
- weitere Anwendungen der Mathematik in der Kernphysik und Technik, und der Wahrscheinlichkeitslehre in Verwaltung, Medizin und Versicherungsinstituten;
- Gründung der Theorie der berechenbaren Funktionen (rekursive Funktionen, Turing Maschine) und Automatentheorie;
- Erfindung und breite Anwendung von Computern;
- Gründung der Informatik und ihre zahlreiche Anwendungen in Bereichen Wirtschaft, Technik, Verwaltung und Kommunikation;
- Gründung und Entwicklung der Elektronik; Erfindung und Anwendung vieler elektronischer Geräte und Systeme;
- Entwicklung elektronischer Kommunikation;
- bahnbrechende Entwicklung in der Physik - es wurden gegründet: Quantentheorie (M. Planck), spezielle und allgemeine Relativitätstheorie ( A. Einstein), Quantenmechanik (de Broglie, W. Heisenberg, M. Born, E. Jordan, E. Schrödinger, P. Dirac);
- Erfindung und Anwendung der Atombombe (U.S.A.);
- Erfindung mehrerer Raketentypen und ihre Anwendungen zu militärischen Zwecken, zur Raumfahrt und Kommunikation (Transport von Kommunikationssatelliten);
- weitere Entwicklung der Astronomie und Chemie, wobei Teile dieser Wissenschaften eng mit der Kernphysik verbunden sind;
- Erfindung und Anwendung vieler chemischer und pharmazeutischer Produkte;
- Gründung und schnelle Entwicklung der Genetik und Molekularbiologie;
- Erfindung und Anwendung vieler Typen von Flugzeugen;
- Erfindung und Anwendung von Antibiotika in der Medizin;
- Erfindung und Anwendung vieler Typen von Robotern, und Steuerungsgeräten und -systemen;
- Anwendung der Biologie, Chemie und Technik in der Landwirtschaft;
- Erfindung und Anwendung vieler Technologien zur Herstellung von Massenprodukten (z.B. Kraftfahrzeugen).
          Dank der Mathematik, Naturwissenschaften und Technik entstanden neue menschliche Biotope nicht nur in großen Städten aber auch in Infrastruktur-Netzen, Landwirtschaften und Streitkräften. Viele Menschen erkannten wie zerstörerische Nebenwirkungen solche menschliche Biotope und Bio-Systeme haben können, wenn sie nicht genügend durchdacht erstellt wurden. Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften haben noch sehr großes Potential zur Weiterentwicklung.
         Anders ist es mit der Anwendung der nicht exakten Denkalgorithmen in der Kunst. Wie in (Et7) gesagt, war die Anwendung der Denkalgorithmen in der Bildmalerei rückläufig seit dem 19. Jh. (Impressionismus und Expressionismus). Im 20. Jh. verlief diese Rezession weiter (die Anhänger der Picasso Bilder haben sicher andere Meinung). Der Kubismus beschränkt sich auf Farb und Form Lösungen (interessante in einigen Bildern) - der angebliche Inhalt (d.h. die wahrgenommene Wirklichkeit) ist zerstückelt in geometrische Formen und verhindert, durch Vieldeutigkeit und Unklarheit, die Erkennung der Wirklichkeit; es ist ein Beispiel der modernen Magie. Der Dadaismus war programmatisch ein Gegner des Denkens und bevorzugte irreale primitive Darstellungen ohne Inhalt. Dies ist eine primitive Kunstmagie, wie auch der Surrealismus, Symbolismus und Abstraktionismus - sie entfernten sich noch weiter von der Realität. Ihre Bilder sind gedankenlos und beschränken sich auf plakative Farb und Form Darstellungen - eine billige Bildmagie. Zur abstrakten Malerei muß man erklären, daß sie nichts mit abstraktem Denken zu tun hat, weil sie nur willkürlich ausgewählte sehr allgemeine und meistens irreale Merkmale der Wirklichkeit darstellt und ein Ausdruck der Unfähigkeit zum Denken ist.
        Auch die Bildmalerei der sozialistischen Staaten, des Nazi-Deutschland und faschistischen Italien war eine moderne Magie, obwohl sie in Form realistisch war, weil die Bilder die Wirklichkeit fälschten und in plakativer Weise die ideologische Propaganda der Macht-Establishments verbreiteten.
        Schriftsteller suchten auch neue Literaturformen und wandten sich (im Allgemeinen) ab von der Wirklichkeit. Einige Dadaisten wandten sich programmatisch gegen Anwendung von Denkalgorithmen und ihre s.g. Literaturwerke sind einfach albern. Auch die Literatur der Surrealisten, Expressionisten, Symbolisten und des absurden Theaters waren hauptsächlich auf formale Ausdrucksformen gerichtet - es entwickelte sich eine moderne Literatur-Magie. Zur Literatur-Magie gehörten auch die Literaturwerke in sozialistischen Staaten, Nazi-Deutschland und faschistischem Italien - realistisch-konkret in Form, verbreiteten sie die ideologische Propaganda der Macht-Establishments.
        Einige Literaturwerke zeigten auch die Wirklichkeit in kritischer fokussierter (einseitiger) Weise, mittels Anwendungen von Denkalgorithmen (eine einseitige durchdachte Abstraktion eines menschlichen Biotops oder Bio-Systems), z.B. das Theaterstück "Die Nashörner" von E. Ionesco,  "Der Besuch der alten Dame" und "Die Physiker" von F. Dürenmatt. Zugleich gab es durchdachte dokumentarische Werke wie "Archipelag Gulag" von A. Solschenitzyn. Dennoch hat die Literatur auf hohem Niveau an Bedeutung und Einfluß verloren wegen der massenweisen Anwendung der modernen gedankenlosen Magie in Bereichen Literatur, Film, Fernsehen und Werbung. Auch das Internet motiviert zu gedankenloser, falscher Wahrnehmung der Wirklichkeit, wenn man die Darstellungen dort gedankenlos benutzt.
       Die gesagte Bildmalerei und Literatur des Expressionismus, Surrealismus, Symbolismus, Abstraktionismus, des sozialistischen Realismus und der national-faschistischen Staaten hatte große Bedeutung, weil sie durch einfache, suggestive Wirkung auf die Sinne relativ leicht wahrnehmbar ist, (ii) in den Massenmedien, Filmen, Plakaten, Werbung und Fernsehen oder Radio angewandt wurde oder ist, (iii) erlaubte viele Menschen zu manipulieren in Richtung Werbung, und Verneblung und/oder falscher oder karikativer Darstellung der Wirklichkeit.
        Im Gegensatz  zu Bildmalerei und Literatur, hat die Musik des 20. Jh. fortschrittliche Entwicklung gemacht, wobei ich hier nicht die Unterhaltungsmusik meine. Die Musik hat ihre eigenartige abstrakte Ausdrucksformen (Sprache). Die Musik entwickelte sich von konkreten und einfachen Ausdrucksformen, vor sicher schon 12000 J., um Emotionen bei Kämpfen, Siegen, Trauer und Liebe zu schildern. In der Etappe (Et7) der Entwicklung machten A. Vivaldi, G. Händel und J.S. Bach große Abstraktionen in ihrer Musik. Die nächste Generationen von Komponisten im 19. Jh. - Hauptverträter J. Haydn, L. van Beethoven, W. A. Mozart,  F. Chopin,  R. Wagner - kontinuirten die abstrakte Darstellung der Musik. Dies sieht man besonders in den Werken von A. Mozart - die Texte  der Opern sind konkret und trivial, aber die Musik in diesen Opern ist viel komplexer und eine sehr fortgeschrittene Abstraktion der Emotionen in den Librettos. Noch deutlicher sieht man die Abstraktion in den Masurkas von F. Chopin - er verarbeitete die Volksmusik der damaligen polnischen Bauern so abstrakt und fein, daß die Masurkas in aristokratischen Salons in Paris mit Begeisterung gehört wurden.
        Im 20. Jh. wurde die Abstraktion in der Musik fortgesetzt. Zwar sind einige Werke des 20. Jh. auf niedrigem Niveau (und langweilig) wie z.B. "Bolero" von M. Ravel, aber die Werke von A. Schönberg, J. Strawinskij, S. Prokofiew, K. Stockhausen und K. Penderecki sind anspruchsvolle Abstraktionen und schildern wie reich und vielfältig die Musik ist. Auch die Musik hat Eigenschaften der  modernen Magie, sogar die Musik von R. Wagner, F. Chopin und A. Mozart führen uns in mehr oder weniger abstrakte und  bezauberte Welten. Noch deutlicher gehört die Unterhaltungsmusik zur modernen Magie, mittels deren man Menschen berieselt. Aber auch die "große" Musik z.B. von R. Wagner, Schostakowitsch und L. van Beethoven wurden oder sind für Propaganda Zwecken benutzt. Die anspruchsvolle Musik verliert an Bedeutung und Einfluß, weil sie von der einfachen und gedankenlosen Unterhaltungsmusik verdrängt wird.
       Außer Mittel- und Westeuropa, U.S.A. und Kanada veränderten sich folgende menschliche Bio-Systeme so daß in ihnen auch exakte Denkalgorithmen angewandt sind: Japan, Russland, Israel, China, Indien und Südkorea. Dies ist ein Beleg daß die Aktivierung exakter Denkalgorithmen nötig zur wirtschaftlich-technischen Entwicklung, und Bekämpfung der Armut und Krankheiten ist.

4. Aktivierung- und Hemmungsfaktoren für Anwendung exakter Denkalgorithmen
       In [SC1] "Erstellung neuer Biotopen..." (Absch. 5) ist festgestellt, daß das Leben in Biotopen gewalttätig und grausam ist für Säugetiere und Vögel. Das Leben der Menschen in menschlichen Biotopen ist noch grausamer (mit Ausnahme einiger privilegierter Gruppen), weil (i) ein Mensch hoch entwickelte Leidens-Emotionen hat die entstehen z.B. wenn er eine geliebte Person verliert, schwer krank ist, durch andere Menschen gequält wird, in Sklaven ähnlichen Beziehungen leben muß u.s.w., und (ii) Menschen brutale Kriege führen und dabei massenweise Menschen töten oder zu Invaliden machen, und Leid verursachen.
       Konnte L-Entwickler weniger gewalttätige und grausame menschliche Biotope und Bio-Systeme erstellen die auch die exakten Denkalgorithmen aktiviert hätten? Dies ist eine spekulative und sehr komplexe Frage die hier nicht analysiert wird.
       Wir befassen uns weiter mit dem Problem welche menschliche Bio-Systeme die Aktivierung exakter Denkalgorithmen fördern und welche hemmen. Nach der Hypothese 1, war die Erstellung von Menschen, die exakte Denkalgorithmen (ah4),...,(ah9) anwenden, ein wichtiges Ziel des L-Entwicklers. In [SC3] "Idee der Anti-Darwin Theorie..." (Absch. 4) ist begründet, daß diese Denkalgorithmen auch ein Teil der Denkweise des L-Entwicklers ist, und Menschen mit diesen Denkalgorithmen kleine Subsysteme, implementiert in menschlichen Körpern, des L-Entwicklers sind.
       Wie in Absch.2 gesagt, baute L-Entwickler die Bedürfnisse Macht-B, Aner-B, Mater-B, Liebe-B, Grup-Z, Wis-Erk in vielen Menschen ein; diese Bedürfnisse fördern oder hemmen die Anwendung exakter Denkalgorithmen in menschlichen Bio-Systemen. Man kann die Fragen stellen: "War der Prozess der Aktivierung der exakten Denkalgorithmen, dargestellt in (Et1),...,(Et8), determiniert durch die Eigenschaften der Menschen und seinen menschlichen Bio-Systemen? Griff L-Entwickler in diesen Prozess ein? Die Antwort ist: zwar war dieser Prozess hauptsächlich durch die Eigenschaften der Menschen (d.h. durch ihr autonomes Verhalten) und menschliche Bio-Systeme bestimmt, aber L-Entwickler griff sicher öfters ein um diesen Prozess in Richtung seiner Wünsche (Pläne) zu steuern, weil Er die ganze Entwicklung des Lebens steuerte, wie in [SC3] "Idee der Anti-Darwin Theorie..." und [SC1] "Erstellung neuer Biotopen..." dargestellt ist. Im Falle der Menschen brauchte Er nur einige Verknüpfungen in neuronalen Schaltkreisen zu ändern (d.h. einige Denkalgorithmen weiter entwickeln und andere hemmen) um das Denken und Verhalten einiger Menschen in gewünschte Richtung zu ändern. Die Erbgesetze erklären nicht die Entwicklung von Wunderkindern wie z.B. A. Mozart und C. Gauß; aber wenn die Eltern hoch entwickelte Denkalgorithmen haben (z.B. im Bereich der Musik oder Mathematik), dann ist es für den L-Entwickler sehr einfach kleine Modifikationen dieser Denkalgorithmen zu machen, so daß sie viel effektiver in den Wunderkinder angewandt werden können.
      In menschlichen Biotopen (Et1) konnte praktisch nicht L-Entwickler exakte Denkalgorithmen (z.B. (ah3.1) und (ah4) effektiv aktivieren - Er könnte zwar, sogar in einer Gruppe von Menschen, diese Algorithmen aktivieren, aber für diese Menschen wären sie nutzlos und ein Hindernis im Leben, weil sie gezwungen waren hauptsächlich Aktivitäten auszuführen die das Überleben und Machterhaltung ermöglichten.
       Aus den selben Gründen konnte nicht L-Entwickler die Anwendung der exakten Denkalgorithmen (ah6) (außer Anfängen in der Astronomie) in der Etappe (Et2) durchsetzen. Der niedrige Zustand des Wissens unterstützte die direkte Realisierung menschlicher Hauptbedürfnisse - nach Leben, Macht, Anerkennung und materiellem Besitz - durch Kriege, Gewalt und schwere Arbeit. Einige menschliche Bio-Systeme haben sich aber in Richtung der Anwendung exakter Denkalgorithmen, durch spezialisierte Arbeit, weiter entwickelt. Diese Entwicklung einiger menschlicher Bio-Systeme wurde beschleunigt in der Etappe (Et3), insbesondere in Ägypten, Mesopotamien (Land der Sumerer) und Kreta. In (Et3) sind Faktoren genannt die zur Entwicklung dieser menschlichen Bio-Systemen führten.
        Diese Faktoren förderten auch die weitere Entwicklung der menschlichen Bio-Systemen in Ägypten und Mesopotamien in der Etappe (Et4). Dieselbe Mechanismen wie in (Et2) und (Et3) führten auch zur Entstehung neuer Macht und Kulturzentren in Griechenland, Indien und China; der Grad der Anwendung der exakten Denkalgorithmen war jedoch in Indien und China nicht so groß wie in Ägypten und Mesopotamien.
         Die weitere Entwicklung menschlicher Bio-Systeme verlagerte sich nach Griechenland (s. (Et5)). Mittels ihren Seeleuten und Kaufmänner übernahmen die alten Griechen ein großes Teil des Wissens von Ägyptern und Sumeren, so konnten sie ihr menschliches Bio-System von diesem Niveau weiter entwickeln. Es drängt sich die Frage, warum verliefen die Aktivierungen exakter Denkalgorithmen in Mesopotamien und Ägypten langsamer als in Griechenland? Die Naturwissenschaften in Mesopotamien und Ägypten waren eng mit Religion, Magie und Wahrsagerei verbunden, und durch Establishments (Priester, Magier, Gelehrte) ausgeführt, interpretiert und kontrolliert. Dies wirkte hemmend auf die Aktivierung kreativer exakter Denkalgorithmen, weil jeder neue Gedanke der sich gegen das korrekte Wissen oder Interessen des Establishments richtete wurde von diesem unterdrückt oder bekämpft. Die Machtoligarchie war angewiesen auf diese Wissen-Establishmens und waren mehr an Magie und Wahrsagerei als an Naturwissenschaften interessiert, weil sie ein sehr niedriges Wissensniveau in Bereichen Mathematik und Naturwissenschaften hatten, und waren überzeugt daß Magie, Wahrsagerei und Handwerker besser ihre Machtbedürfnisse realisieren.
       Im alten Griechenland (außer das menschliche Biotop Sparta), insbesondere in Athen, war viel mehr Freiheit. Die Philosophen und Naturwissenschaftler gehörten mehr oder weniger zum Macht-Establishment oder wurden von diesem unterstützt. Es gab große Meinungsfreiheit. Außer dem wahr das Bedürfnis nach Wissen und Technik (Weben, Spinnerei, Handwerk, Bautechnik) relativ groß, geschätzt und geschützt durch die Gottheit Pallas Athene, was darauf deutet daß viele alte Griechen ein hohes Bedürfnis Wis-Erk hatten.
        Ein Maximum der Anwendung der kreativen exakten Denkalgorithmen war die präzise axiomatische Denkweise erfunden durch den Mathematiker Euklid (von Alexandria) und in seiner Geometrie angewandt. Die Zeitgenossen waren jedoch nicht auf so hohem zustand des Denkens. Die axiomatische Denkweise erschien ihnen zu formal und überflüssig; sie wurde 2000 Jahren nicht benutzt. Erst vor ungefähr 200 Jahren bemerkten Mathematiker, daß unpräzis definierte Begriffe zu widersprüchlichen Ergebnissen führten und begannen sie präzis zu definieren, und Geometrie und Arithmetik axiomatisch zu formulieren.
        Obwohl das Römische Imperium ein Machtzentrum war (s. (Et6)), und genügend Mittel hatte um die Anwendung exakter Denkalgorithmen von den alten Griechen zu übernehmen und fördern, fehlten andere Faktoren, nämlich: (i) zu kleines Bedürfnis Wis-Erk in Bereichen Mathematik und Naturwissenschaften, weil es durch die Bedürfnisse des Macht-Establishments nach: Macht, materiellem Besitz, sinnlichem Leben, Recht und Verwaltungswissen, Kunst, Rhetorik und Magie unterdrückt wurde, (ii) die Macht-Establishments mit ihren imperialen Aktivitäten (Kriege, Beherrschung anderer Länder) erfolgreich waren, und betrachteten Mathematik und Naturwissenschaft als nutzloses Wissen, ausgenommen die einfachen Anwendungen in Handel, Verwaltung, Militär und Bauwesen, (iii) es bestand nicht das Bedürfnis die Arbeit leichter oder effektiver zu machen, weil genügend billige Sklaven waren (erworben durch Kriege), die die schwersten Arbeiten machten.
        Das imperiale Rom war eher ein Geschwür (und kein Kulturträger), weil es wie ein Massenmörder die Phöniker in Kartha (149 - 146 v.Chr.) vernichtete und ausrottete, (ii) Millionen von Sklaven quälte und nach deren Aufständen grausam massenweise tötete, (iii) viele andere Völker unterdrückte und gegen sie Kriege führte, (iv) das fortgeschrittene exakte Wissen im alten Griechenland zerstörte, und (v) die Möglichkeit hatte von den Griechen exakte Denkalgorithmen anwenden zu können und dies nicht getan hatte. So war sicher L-Entwickler zufrieden als dieses imperiale Geschwür zerfiel.
       Als in Rom das Papst-Establishment Macht erlangte war das religiöse Wissen der Bibel das einzig wahre und korrekte Wissen. Dennoch, ungewollt und unbewusst, trug die Kirche bei der Verbreitung der Naturwissenschaften eine wichtige Rolle, weil einige Mönchen in Klöstern die Schriften der alten griechischen Philosophen und Naturwissenschaftler übersetzten und dadurch zum Nachdenken veranlassten.
       Wie Machthunger und Machterfolge schädlich sein können zeigen die brutalen und grausamen Eroberungskriege (in den Jahren 1175 - 1224) der mongolischen Macht-Oligarchie unter der Führung des Dschingis Khan - er und seine Gangsteroligarchie zerstörten die höher entwickelten Kulturen in Nord-China, Nord-Indien und Persien. Ihr beschränktes Macht-Militär Denken akzeptierte nur Astrologie, Wahrsagerei und einfaches Militärwissen, und konnte nicht zur Aktivierung exakter Denkalgorithmen führen, weil sie durch ihre Machtsucht verblendet waren. Das Dschingis Khan Establishment wirkte wie ein Krebs in großen Teilen Asiens und Europa. Ein klarer Beweis wie unvollkommen L-Entwickler Menschen erstellte, weil sie fähig waren so grausame und brutale menschliche Bio-Systeme zu bilden. Es ist auch ein Beleg daß wir Menschen keine zufriedenstellende Alternative haben als menschliche Biotope und Bio-Systeme besser und harmonischer zu gestalten, und ohne Menschen mit exakten Denkalgorithmen ist dies nicht möglich.
      Ein Beispiel wie Denkbarieren eines Wissen-Establishments die Anwendung exakter Denkalgorithmen verhindern können war China. Das alte China war ein bedeutendes Macht und Kulturzentrum. Es entstanden dort folgende technische Erfindungen/Leistungen: Erstellung des Papiers aus Faserbrei (105 n.Chr.), Erstellung der Porzellan (im 7. Jh. bekannt), Bau der großen Verteidigungsmauer im Norden (vor 200 J. v.Chr.), Erstellung der Seide (vor 4500J.), Erfindung des Schießpulvers (vor 1500J.) und Erfindung des Magnetkompases (s. [FIT], C. Fitzgerald: China. Ashort....,1961). Die Wissen-Establishments bestanden jedoch nur aus Philosophen (Konfuzianer, Daoisten, Legalisten) und Anhänger des Buddhismus. Obwohl sie sich stritten, alle waren sich einig in der Ablehnung des naturwissenschaftlich- technisches Denken, weil sie überzeugt waren das solches Denken für sie unwürdig und ohne wahres Wissen ist und meinten daß nur in ihren Ideologien und Religionen das wahre Wissen ist. Alle Naturereignisse und Fakten interpretierten sie mittels ihren wirklichkeitsfremden Philosophien und Religionen. Das natur-technische Wissen und deren Denkweise tolerierten sie nur als Wissen und Denkweise unausgebildeter Handwerker. Die Herrscher und  Macht-Establishments wurden durch diese philosophisch-religiöse Establishments beeinflusst und benutzten mindestens eines dieser Wissen- Establishments als ideologische Machtunterstützung. Diese Denkweisen verhinderten die Bildung von Gruppen die exakte Denkalgorithmen angewandt hätten. Nicht mal die Aufstände/Rebellionen und viele Überfälle, und letztendlich Besetzung durch hauptsächlich barbarische Nomaden Völker von Norden und Nord-Westen änderten diese menschliche Biotope und das menschliche Bio-System altes China, weil die Sieger unausgebildet waren und das Wissen der chinesischen Establishments übernommen hatten (insbesondere die Konfuzianische Geselschaftsphilosophie und den Buddhismus). Dieses menschliche Bio-System war nicht fähig Denkweisen anzuwenden die von Sicht der Establishments unkorrekt oder nutzlos waren.  In diesem menschlichen Bio-System war es einfacher daß ein armer Bauernsohn, und später Räuber, der Kaiser Chinas wurde, als neue exakte Denkalgorithmen anzuwenden. Dieser Zustand der Nicht-Aktivierung exakter Denkalgorithmen im alten China hätte noch länger als 1000 Jahren dauern können, wenn nicht die westlichen Aggressoren diese Macht- und Wissen-Establishments zur Kapitulation gezwungen hätten und zugleich schmerzhaft zeigten wie erfolgreich technisches Wissen ist, und wie wirklichkeitsfremd die Denkweisen der chinesischen Establishments waren.
         Auf den ersten Blick waren die Macht. und Wissen-Establishment in Mittel und West Europa (in den Jahren 0 - 1530) sehr ähnlich wie in China (s. (Et6)). Es gab aber folgende Unterschiede die entscheidend waren: (i) es war ein Establishment (ein Netzwerk) von Mönchen und Gelehrten die sich hauptsächlich mit philosophisch-theologischen Problemen der christlichen Religionen befasste; (ii) mittels Handelsbeziehungen und Kriegen bekam dieses Establishment-Netzwerk Zugang zu alten griechischen wissenschaftlichen Schriften, z.B. die von Platon, Pythagoras, Aristoteles, Ptolemäus (von Alexandria), die sie übersetzten und vom Standpunkt der korrekten christlichen Religion interpretierten und bewerteten; (iii) in den in (ii) gesagten Werken fanden sie auch Ergebnisse und Anwendungen der exakten Denkalgorithmen. Auf Grund der Bedürfnisse nach theologischem, philosophischem, juristischem und medizinischem Wissen, bildete man im 13 Jh. und danach Establishments korrekte Hochschulen in denen man dieses Wissen lehrte, wobei man im Bereich der Philosophie auch Mathematik und Naturwissenschaften lehrte. Somit begann die Aktivierung und Verbreitung exakter Denkalgorithmen auf dem Niveau der griechischen Mathematik, Technik und Naturwissenschaften.
        Dies, die erlangte Erkenntnis daß exakte Denkalgorithmen nützlich sind und das Bedürfnis Wis-Erk führten in den folgenden Jahrhunderten (von 1530 - 1900) zur beschleunigten Anwendungen kreativer exakter Denkalgorithmen, wie in (Et7) geschildert, obwohl das katholische Establishment mit ihrer großen Macht diese Denkweise bekämpfte. Die Erfolge dieser mathematisch-technischen und naturwissenschaftlichen Denkweisen waren so groß, daß viele glaubten daß man die wichtigsten Probleme lösen wird.
        Der I. und II. Weltkrieg, in denen zerstörerische und menschenfeindliche Technik massenweise angewandt wurde (hauptsächlich durch Menschen mit sehr beschränkter Denkweise), zeigten wie gefährlich und menschenverachtend moderne Technik sein kann. Dennoch die Tatsache, daß ohne Anwendung exakter Denkalgorithmen mindestens 65% der Menschen nicht leben würde (wegen Krankheiten und Mangel an Ernährung) und viele Staaten ihre Macht verlieren würden, motivierte mächtige Establishments zu weiteren Anwendungen exakter Denkalgorithmen in klassischen Bereichen (Mathematik, Technik, Physik, Chemie, Astronomie) sowie auch in neuen: Kernphysik, Informatik, Elektronik, Mollekularbiologie und Genetik (s. (Et8)).
       Zugleich entwickelte sich rasant die moderne Magie in Bereichen Rhetorik, Bildmalerei (Plakate), Literatur, Filme, Unterhaltungsmusik, Werbung und Propaganda, weil sie ermöglicht Menschen effektiv zu manipulieren und ist hilfreich zur Machterlangung. Diese moderne Magie hemmt zugleich die Aktivierung sachlicher Denkalgorithmen bei Mehrheit der Menschen und hatte z.B. zum Zerfall der sozialistisch-kommunistischen Staaten in Europa beigetragen.

Zitierte Literatur
[FIT]      C. Fitzgerald: China. A short cultural history; The Cresset Press, London, 1961;
[SC2]      A. Schurmann: Multicellular animals did not evolve from unicellular organisms;  http://www.home-a-schurmann.de/eukar.html  2008 
[SC1]     A. schurmann: Erstellung neuer Biotopen und Arten; http://www.home-a-schurmann.de/biother.html , 2009
[SC3]     A. Schurmann: Idee der Anti-Darwin Theorie der Entwicklung des Lebens, http://www.home-a-schurmann.de/entw.html ,  2009
;
   
Dr.-Ing. Alfred Schurmann ; Email: alfschurman@yahoo.de

Copyright 26. Oktober 2009;   Korrektur am  03 November 2009
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