Das psychologische System Mensch

Dr.-Ing. Alfred Schurmann - Mathematiker und Informatiker

Einige andere Veröffindlichungen:
1. Human did not evolve by random cell alterations and selection
2. Entwicklung menschlicher Biotope und Bio-Systeme

3. Wie das System China gestalten?   
4. Grundlagen der technisch-konfuzianisch orientierten Gesellschaftslehre

Summary
. There were many attempts to answer the question "what is a human?". However, until now no scientific psychological theory of a human, which describes his real functioning, is given, because the present academic psychological knowledge has the following serious disadvantages:
i)      the stories of psychoanalyze are considered as expert knowledge,
ii)     too many ambiguous and fuzzy notions and formulations are used, which obscure the reality instead to explain it,
iii)    in supervised psychological experiments humans are often treated as physicists treat physical objects,
iv)    statistical and probability methods are applied in an inadmissible way to model human behavior, which often lead to virtual results contradicting the reality.
     Below, a human (from the psychological point of view) is a system consisting mainly of the following components:
a)     a set of needs and two functions showing the intensities of satisfaction and desires (or dissatisfaction's) associated with each of these needs, and determining emotions associated with these satisfactions and desires,
b)     knowledge system in which are stored the models of the surrounding of the human,
c)     a set of reasoning algorithms e.g. mathematical or chemical reasoning, reasoning algorithms of an engineer, and
e)     a supervisory-control algorithm, which determine the functioning of this system.
Main properties of this system are given, especially the functioning of the supervisory algorithm (e) is outlined.
      This theory is based not on supervised psychological experiments but on many observations of human behaviors in the present and the past (as described by historical documents). These behaviors are natural experiments (not influenced and falsified by supervised experiments), which show the real functioning of a human.
 
Inhalt

1. Einleitung
2. Abstrakte Beschreibung des psychologischen Systems Mensch, SM(M)
2.1. Die Bestandteile des Systems Mensch, SM(M) 
2.2. Das Wissenbanksystem
2.3. Denkalgorithmen
2.4. Der Steuerungsalgorithmus
2.4.1. Erläuterungen zum Steuerungsalgorithmus
3. Eigenschaften des Systems SM(M)
3.1. Mensch ist ein determiniertes System

3.2. Bedürfnis orientiertes Wissen und Verhalten
3.3. Von Außen implementierte Bedürfnisse
3.4. Sucht Menschen; Zusammenarbeit

1. Einleitung
     
Die Frage "was ist Mensch?" hat nicht nur Psychologen, Philosophen, Soziologen, Herrscher und Meinungsmacher beschäftigt, aber auch andere Berufsgruppen, und verschiedene mehr oder weniger Phantasievolle Antworten wurden gegeben. Doch eine wissenschaftliche, abstrakte und klare Theorie die das wirkliche Funktionieren des Menschen beschreibt wurde nicht gegeben - was die gegenwärtigen Bücher der Psychologie belegen. Ich, wie viele andere Menschen befasste mich immer mit solchen Fragen wie: "warum verhalten sich Menschen so brutal und grausam?", "warum bekämpfen sich Menschen statt zusammenzuarbeiten?". Aber diese Fragen gehörten nicht zu meinem Berufsleben und ich hatte wenig Zeit über solche psychologische Probleme zu denken. Dennoch führte ich einige Gespräche mit Psychologen-Wissenschaftler und Kollegen, und las einige Lehrbücher der Psychologie und stellte fest daß:
i)     Geschichten der Psychoanalyse weiter als Fachwissen betrachtet sind,
ii)    viel zu viele vieldeutige schwammige Begriffe benutzt sind, die die wirkliche menschliche Eigenschaften mehr verschleiern als aufklären,
iii)    in psychologischen, gesteuerten Experimenten behandelt man Menschen wie Physiker physikalische Objekte oder Mediziner organische Körperteilen, was zu falschen Ergebnissen führt,
iv)    statistische Methoden und Wahrscheinlichkeitsrechnung sind in unzulässiger Weise angewandt um das Verhalten von Menschen zu beschreiben, was zu falschen Ergebnissen führen muß, weil das Funktionieren von Menschen kein stochastischer Prozess ist,
v)     das praktische psychologische Wissen einiger nicht Psychologen (z.B. der unausgebildeten Eunuchen des chinesischen Kaisers Huan vor 1850 Jahren) ist besser (der Wirklichkeit entsprechend) als das Wissen vieler Psychologiewissenschaftler.
      Diese Mängel sehen auch einige Psychologen und versuchen mathematisch-physikalische Methoden anzuwenden, was nur zu virtuellen wirklichkeitsfremden Aussagen führt. Ich zitiere bewußt keine psychologische Literatur, weil nach meinen Kenntnissen das ganze psychologische Wissen die gesagten Mängel hat.
      Aufgrund meines Informatik Wissens entwickelte ich die Vorstellung vom Menschen als ein informationsverarbeitendes System. Das Wissen über Verhalten von Säugetieren führte mich zur Schlußfolgerung daß dieses System durch Emotionen gesteuert ist, wobei Emotionen durch Bedürfnisse, deren Befriedigungen und Unbefriedigungen bestimmt sind. In meiner Abhandlung [SC2]: Wie das System China gestalten? (http://www.home-a-schurmann.de/chinage.html , 2010) stellte ich fest daß eine abstrakte, klare und realistische psychologische Beschreibung des Menschen notwendig ist um ein großen unabhängigen Staat effektiv und optimal zu gestalten. In diesem Sinne ist diese Abhandlung eine Ergänzung der erwähnten Abhandlung [SC2].
      Man kann die Frage stellen wie realistisch ist die weiter charakterisierte psychologische Theorie des Menschen? Diese Theorie entstand nicht aufgrund irgendwelcher psychologischer Experimente, sondern auf vielen Beobachtungen und Analyse menschlicher Verhalten sowohl in der Gegenwart als auch dargestellt in Geschichtsbücher. Jedes solches Verhalten ist ein psychologisches natürliches Experiment nicht beeinflußt von Wünschen und Meinungen eines Experimentators, und frei von künstlichen Bedingungen eines psychologischen Experiments. So ist die Antwort auf die gestellte Frage wie folgt: alle mir bekannten Verhalten von Menschen kann diese Theorie des Menschen erklären, wobei ich durch Verhalten keine detaillierte Aktivität meine wie Autoführen, Garten- oder Handwerkarbeiten.
      Dieses Modell des Menschen ist nicht so genau daß es für psychologische Betreuung ausreichend wäre. Für solches psychologisches Wissen brauchte man ein 300 Seiten Buch. Diese psychologische Charakterisierung des Menschen genügt aber für Anwendungen in Soziologie und Geschichte. Für Psychologen ohne Informatik Ausbildung ist diese Abhandlung sicher schwer zu verstehen. Es wäre gut, wenn ein Informatiker und ein Psychologe zusammen ein Buch schreiben würden das diese kurz dargestellte Theorie ausführlicher erläutern würde.

2. Abstrakte Beschreibung des psychologischen Systems Mensch, SM(M)
        Ein Mensch, M, ist ein denkendes biologisches System daß aus Körper, mit Sinnesorganen für Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tastsinn, und Hirn besteht; und im Hirn ist das Software System (in dieser Abhandlung mit SM(M) bezeichnet), das weiter charakterisiert wird, implementiert. Wie der Körper gebaut ist haben die Medizinwissenschaftler erforscht. Ungenügend ist das psychologische Funktionieren des Menschen, d.h. die Software SM(M), beschrieben, weil Psychologen keine realistische, klare Theorie gegeben haben.
2.1. Die Bestandteile des Systems Mensch, SM(M) 
        Das System SM(M), implementiert im Hirn des M, besteht aus folgenden Komponenten:
a)        folgende Bedürfnisse:
a.1)     physiologische: nach Luft, Nahrung, Sex, Bewegung, erträgliche Temperatur, u.s.w.;
a.2)     Gruppenzugehörigkeit, Anerkennung, Macht, Liebe, anderen Menschen helfen, unabhängig sein, materielle Bedürfnisse, Nachwuchs haben;
a.3)     geistige: nach Wissen (z.B. im Bereich der Mathematik, Physik, Informatik, Chemie, Technik, Biologie, Musik, Literatur, u.s.w.) und Kunst (z.B. in Bereichen Musik, Literatur, Bildhauerei, Schauspielkunst, Filme, u.s.w.);
a.4)     sekundäre (erworbene) Bedürfnisse wie z.B. andere Menschen zu quälen, ethische Regeln nicht verletzen, Glückspielbedürfnis, nach  Drogen u.s.w.;
b)        Emotionsfunktionen bed und bef - mit jedem Bedürfnis, b, hat Mensch ein Wert bed(M,b,t), wobei 0 < bedM,b,t) < 1000, und mit jeder Bedürfnisfunktion bed(M,b,t) ist eine Befriedigungsfunktion bef(M,b,t) verbunden. Die Differenz bed(M,b,t) - bef(M,b,t) (weiter Unbefriedigung genannt) zeigt in welchem Grade das Bedürfnis b (des Menschen M ) zum Zeitpunkt t befriedigt oder unbefriedigt ist, wobei bef(M,b,t) die folgenden Eigenschaften hat: (i)  -bed(M,b,t) < bef(M,b,t) < bed(M,bt), (ii)  je größer der Wert bed(M,b,t) - bef(M,b,t) desto größer ist die Unbefriedigung des Bedürfnisses b zum Zeitpunkt t, (iii)  Werte bef(M,b,t)<0 empfindet als Unzufriedenheit, Schmerz oder Leiden, (iv)  Wenn bed(M,b,t) - bef(M,b,t) senkt, dann ist das eine Befriedigung des Bedürfnisses b, und wenn bef(M,b,t) nahe dem Wert bed(M,b,t) ist, hat M Glücksgefühl, abhängig vom Wert bed(M,b,t), (v) für jedes Bedürfnis b entwickelt sich bef(M,b,t) verschieden z.B. bef(M,nach Nahrung,t) entwickelt sich anders als bef(M,Macht,t);
c)       Wissenbanksystem (oder kurz: Wissenbank) das beinhaltet: (i) Modelle (Vorstellungen) von Objekten und Situationen die in der Umwelt des M vorkommen, und (ii) Vorstellungen, Hypothesen und Theorien die die Umwelt des M erklären/interpretieren; dieses Wissen erlangte M durch Lernen, Erfahrungen und Überzeigungsargumente anderer Personen (z.B. Bücher und Massenmedien) - einige dieser Vorstellungen und Hypothesen können wirklichkeitsfremd sein d.h. einige Tatsachen widersprechen diesen (virtuellen) Vorstellungen;
d)        folgende Denkalgorithmen die die Wissenbank benutzen:
d.1)     für Wahrnehmung konkreter Fakten (z.B. Objekten, Situationen und Klängen) in der Umwelt des M und die erste Interpretation dieser Fakten mittels des Wissenbanksystems,
d.2)     für abstraktes Denken charakterisiert weiter in Abschn. 2.3;
e)        Aktivitätenbank in der Aktivitätenschemas (kurz: Aktivitäten) gespeichert sind, die M ausführen kann oder, nach einigen Versuchen, nicht Ausführen kann; mittels einigen Denkschemas ist M fähig Aktivität auszuführen die aus mehreren ausführbaren Aktivitäten der Aktivitätenbank besteht;
f)        Steuerungsalgorithmus für Bestimmung der Algorithmen und Aktivitäten, die M ausführt, und der Emotionen des M.
2.2. Das Wissenbanksystem
       
Die Erkennung der Wirklichkeit ist so gut oder schlecht wie gut oder schlecht die Modelle der Wirklichkeit im Wissenbanksystem sind. Einfaches Beispiel: Beim Auto-führen entstehen immer neue reale Situationen SRi. Der Autofahrer nimmt sie sinnlich war und sein Wahrnehmungsalgorithmus sucht das Modell M(SRi) dieser Situation im Wissenbanksystem. Danach findet der Steuerungsalgorithmus die Aktivität Ak(M(SRi)), die auf diese Situation reagiert, und führt sie aus, wobei Ak(M(SRi)) kann z.b. bedeuten "weiter so fahren", "etwas nach rechts fahren", "leicht bremsen" u.s.w.. Entspricht die Interpretation (das Modell M(SRi) ) nicht der realen Situation SRi, dann kann es zu Autounfällen kommen, und mehrere solche wirklichkeitsungenaue Modelle führen gewöhnlich zu Autounfällen. Es kann auch M(SRi) das richtige Modell der Situation SRi sein, aber die Aktivität Ak(M(SRi)) ist Verkehrs falsche Reaktion auf die Situation SRi, was ebenfalls zu Autounfällen führen kann. Die Modelle M(SVj) der Verkehrssituationen und die Verkehrsaktivitäten implementierte der Autofahrer in seiner Wissenbank und Aktivitätenbank zuerst beim Lernen in einer Fahrschule, und danach durch eigene Erfahrungen.
        Auch in mehr komplexen Fällen ist das Verhalten in wirklichen Situationen ähnlich, nur die Folgen der falschen Wirklichkeitserkennung sind in vielen Fällen sehr schwer erkennbar. Beispiel: Ein Genetik-Wissenschaftler, GW1, änderte genetisch eine Bakterie und erhielt Bakterie Bg, die nach Forschungen und Experimenten des GW1 nicht schädlich ist, d.h. in seinem Wissenbanksystem enthält das Modell M(Bg) die Information "diese Bakterie ist unschädlich". Ein anderer Genetik-Wissenschaftler, GW2, änderte Gene in einer Agrarpflanze und erhielt Pflanze APg die widerstandsfähig gegen Insekten Ix ist. Als Nebenwirkung produziert  APg ein Molekül Sm. Im Modell M(APg) im Wissenbanksystem des GW2 ist die Information "APg produziert Molekül Sm, ist aber unschädlich", aufgrund der Forschungen und Experimenten des GW2. In Wirklichkeit sind diese gen-veränderten Lebewesen schädlich, weil Sm ein Signalmolekül für die Bakterie Bg ist und dazu solches daß Sm die Funktionen der Bakterie Bg verändert und sie schädlich für Menschen macht. Ich nehme an, daß beide Wissenschaftler es gut meinten, aber die ganze Wirklichkeit - das Pflanze APg die Bakterie Bg gefährlich macht - haben sie nicht erkannt, weil sie sehr komplexe biologische Prozesse im Biotop veränderten und nicht imstande waren und sind vorauszusehen welche große Schaden harmlose genetische Änderungen machen können. Sogar wenn beide Forscher Nobelpreisträger wären und behaupten würden, solche Fälle seien unwahrscheinlich, dann würde dies nicht stimmen weil: (i) bei breiter Anwendung der gen-veränderten Lebewesen muß es zu solchen Fällen kommen, (ii) einige Menschen  mit Terroristenmentalität (solche wird es immer geben) können gezielt gen-veränderte Pflanzen konstruieren so daß sie Signalmoleküle für Bakterie Bg produzieren, die die Bakterie sehr schädlich machen würden. Auch in nicht gen-veränderten Biotopen kommen gefährliche Signalmoleküle vor, z.B. das bekannte Signalmolekül Prione (oder Pryone - ein Eiweiß) steuert einige Gene in Rinderhirnen so daß die Rinder den Rinderwahnsinn bekommen, und  gegen diese Krankheit gibt es keine Medikamente.
         Meinungsmacher (z.B. Gesellschaftsphilosophen, Religionslehrer, Herrscher) wußten schon vor 2000 Jahren daß das Verhalten von Menschen eng mit dem Wissen in ihren Hirnen verbunden ist, und sie  formulierten dies ungefähr so "Menschen müßen die wahre Lehre/Religion haben und danach handeln (z.B. die Konfuzianer vor 2000 Jahren in China, die Kirchenfürsten und -lehrer im Mittelalter in Europa und arabischen Ländern).
         In der Neuzeit, implementieren viele Meinungsmacher noch effektiver solches Wissen in einigen Menschenhirnen das diese Menschen nach Wünschen der Meinungsmacher handeln. In Abschn. 3.2 ist mehr über Bildung von Modellen im Wissenbanksystem geschrieben.
2.3. Denkalgorithmen
       
Denkalgorithmen in (d.2) nennt man auch kognitive Algorithmen. Man kann sie in folgende Absraktionsklassen klassifizieren:   
ah1.       Algorithmen für  Lernen, Bilden und Erkennen von Objekt-, Situation- und Aktivitätsmodellen (auch Aktivitätsschema genannt), und Begriffen und Sätzen einer Sprache (Lesen und Schreiben eingeschlossen),
ah2.     Algorithmen für Lernen und Anwendung von Zahlen und einfachen arithmetischen Operationen, Algorithmen für Denkprozesse in Medizin, Biologie (ohne Molekularbiologie und Genetik), Rechtwissenschaft, Wirtschaft und Bautechnik.
ah3.      Algorithmen für Denken über die Lösung folgendes Problems: ein Mensch H hat in seinem Hirn Objektmodelle M(O1),...,M(On) mit Namen N1,...,Nn gespeichert; das Denkproblem des Menschen H: "kann ich eine Zielsituation Sg erreichen, wenn ich in Situation Sp sein würde in der die Objekte N1,...,Nn sind und ich in der Situation Sp Aktivitäten A1,...,Am ausführen könnte?".
Zusätzlich zu den genannten Algorithmen (ah1),...,(ah3) haben einige Menschen einige folgende Algorithmen für höheres abstraktes und kreatives Denken:
ah4.       Algorithmen für Ausführung abstrakter Denkprozesse in Mathematik, Physik, Astronomie, Informatik, Chemie, Genetik und Technik,
ah5.       Algorithmen für kreatives abstraktes Denken in Mathematik, Physik, Informatik, Astronomie, Chemie, Genetik und Technik, die ermöglichen aus erkannten Fakten ein neues Gesetz, eine Formel, Prozedur, abstraktes Modell oder Theorie  zu bilden,
          Die Effektivität und Rolle der mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Algorithmen (ah4) und (ah5) sind in A. Schurmann [SC1]: Entwicklung menschlicher ....,( http://www.home-a-schurmann.de/menschsys.html , Abschn. 3; 2009) gegeben.
         In den meißten Kunstwerken (d.h. in Bildmalerei, Literatur, Theater, Musik, Filme) - und in der Neuzeit fast allen - benutzen Künstler vieldeutige schwammige Denkalgorithmen auf niedriger Abstraktionsstufe, im Vergleich zu den präzisen abstrakten Dekalgorithmen (ah4) und (ah5) (s. mehr darüber in [SC1] (Abschn. 3, Et7 und Et8). Auch die Denkalgorithmen angewandt in Philosophie, Geschichte, Psychologie, Soziologie, Theologie sind wenig abstrakt, ungenau und schwammig (s. mehr darüber in A.Schurmann [SC2]: Wie das System China gestalten?, http://www.home-a-schurmann.de/chinage.html ,Abschn. 5.6, 2010).
2.4. Der Steuerungsalgorithmus
        
Dieser Algorithmus bestimmt das Verhalten und Funktionieren des Menschen. Eine genaue Darstellung des Steuerungsalgorithmus wäre undurchsichtig, umfangreich und wenig anwendbar z.B. in Soziologie oder Geschichte. So berücksichtigt nicht der weiter gegebene Algorithmus viele Details, z.B. das Funktionieren der Wahrnehmungsalgorithmen, Bildung des Wissenbanksystems, u.s.w. Die Entstehung und Entwicklung nicht physiologischer Emotionen sind nur charakterisiert um zu zeigen wie determiniert Emotionen sind. Die gegebene abstrakte Beschreibung des Systems SM(M) und der weiter gegebene Steuerungsalgorithmus zeigen genügend wie Mensch funktioniert, und sollte zum Grundwissen jedes wissenschaftlich orientierten Psychologen gehören. Dieses Wissen ist aber nicht ausreichend für Betreuung von Patienten. Dennoch, SM(M) ist ein realistisches psychologisches Modell des Menschen - man kann es testen indem man Grundverhalten und Funktionieren realer Menschen mittels diesem Modell erklären kann, wobei Grundverhalten nicht ein detailliertes Verhalten ist wie z.B. der Ablauf des Autoführens, detaillierter Ablauf eines Arbeitstages, u.s.w. Die gegebenen Zahlen die Schwellenwerte bedeuten sind ungenau - sie dienen nur als Orientierung wie groß die tatsächliche Schwellenwerte sind; genaue wirkliche Schwellenwerte sind auch durch Experimente nicht erfassbar und sind auch nicht notwendig.
         Weiter wird das Symbol M in bed( ) und bef( ) ausgelassen, d.h. es wird in Kürze geschrieben bed(b,t) und bed(b,t). Durch Sum(f(a): für a in A) bezeichne ich die Summe aller Werte f(a) für a in der Menge A.

Steuerungsalgorithmus.
begin  frus:= 0 (com.: frus ist der Grad der Unzufriedenheit und Frustration des M );
ANGS := nil (com.: ANGS ist die Menge der Ängste des M; die Elemente von ANGS haben die
  Form (b,VS,ang(b,VS)) und bedeuten: M hat Angst vor der Situation VS die, nach M, bed(b,t)-
  bef(b,t)
steigert, angs(b,VS)  ist der Grad dieser Angst und VS ist das Modell (im Wissenbank-
  system des M gespeichert) einer meistens realen Situation;
Lbr
:=  nil (com.: Lbr ist die Liste der Aktivitäten und Befriedigungen die gegenwärtig realisiert
       sind);
B := die Menge aller Bedürfnisse des M zum gegenwärtigen Zeitpunkt t;
anf
:   Lbf := die Liste von Elementen (b,bef(b,t)) solchen daß b ist in B und M hat gegenwärtig den
  Unbefriedigungswert bed(b,t) - bef(b,t) wahrgenommen;
max1 := max(bed(b,t) - bef(b,t), für (b,bef(b,t)) in der Liste Lbf);
Lbf1 := Liste von Elementen (b,bed(b,t),bef(b,t)) solchen daß (b,bef(b,t)) in Lbf ist und
  bed(b,t) - bef(b,t) > 0,25 * max1 (s. Erl1);
for jedes Element (b,bed(b,t),bef(b,t)) in der Liste Lbf1 do begin
if M erkannte, in der Zeit von der vorletzten Bestimmung der Liste Lbf1 bis jetzt, daß eine Person,
  Organisation oder Gesellschaft-subsystem oder -system, PO, die Unbefriedigung bed(b,t)-
  bef(b,t)
verursachte oder unterstützte then begin
bilde das Bedürfnis has(PO) und ergänze B um has(PO), wenn has(PO) noch nicht zu B gehört;
steigere die Unbefriedigungswerte bed(has(PO),t) - bef(has(PO),t), bed(Macht,t) - bef(Macht,t)
 
und bed(Anerkennung,t) - bef(Anerkennung,t), und den Unzufriedenheitswert frus, und senke
  zlieb(PO) (wenn zlieb(PO)>0), je nachdem wie groß bed(b,t) - bef(b,t) ist und wie emotionell M
 
diese Aktion des PO wahrnimmt (s. Erl2);
end end for;
Lnr := nil (com.: Lnr ist die Liste der Aktivitätenfolgen die gegenwärtig nicht ausgeführt werden können);
Lb1 := Liste von Elementen (AFb,w(AFb,b,t),b,q(AFb,B1(b),t),bed(b,t),bef(b,t),t1,B1(b)) solchen
  daß (b,bed(b,t),bef(b,t)) in der Liste Lbf1 ist und M erkannte, aufgrund des Wissens in seinem
   Wissenbanksystem, seiner Aktivitätenbank und der Aktivitäten in der Liste Lbr, daß er die
  Aktivitätenfolge AFb ausführen kann, und AFb weder in der Liste Lnr noch in der Liste Lbr ist
  (s. Erl24), und M erwartet mit Gewißheit w(AFb,b,t) daß nach Ausführung dieser Aktivitäten
  (Zeitpunkt t1 ) senkt der Unbefriedigungswert bed(b,t) - bef(b,t) und schätzt mit Gewißheit
  q(AFb,B1(b),t) daß neue Unbefriedigungswerte bed(b1,t1) - bef(b1,t1) entstehen solche daß
        l bed(b1,t) - bef(b1,t) - (bed(b1,t1) - bef(b1,t1)) * q(AFb,B1(b),t) l >
                
0,15 * (bed(b,t) - bef(b,t)) * w(AFb,b,t)
 
und B1(b) besteht aus den Bedürfnissen b1 die diese  Bedingung erfüllen, wobei 0<w(AFb,b,t)<1
 
und 0 < q(AFb,B1(b),t) < 1, und die Schätzungen mit Gewißheit w(AFb,b,t) und q(AFb,B1(b),t)
 
fußen auf Erfahrungen, Glauben, Wunschdenken und Überzeugungsargumente anderer
  Personen (z.B. Massenmedien), gespeichert im Wissenbanksystem des M (s. Erl23);
if Lb1 ist nicht leer then max11 := max(w(AFb,b,t) * (bed(b,t) - bef(b,t)), für b solche daß
  (AFb,w(AFb,b,t),b,q(AFb,B1(b),t),bed(b,t), bef(b,t),t1,B1(b)) in der Liste Lb1 ist);
wb1:   if Lb1 ist nicht leer then begin
  max2 := max(w(AFb,b,t) * (bed(b,t) - bef(b,t)), für b solche daß
    (AFb,w(AFb,b,t),b,q(AFb,B1(b),t),bed(b,t), bef(b,t),t1,B1(b)) ist in der Liste Lb1 );
  (AFb1,w(AFb1,b1,t),b1,q(AFb1,B1(b1),t),bed(b1,t),bef(b1,t),t1,B1(b1)) := das Element in Lb1 für
     das gilt w(AFb1,b1,t) * (bed(b1,t) - bef(b1,t)) = max2;
  GS1
:= w(AFb1,b1,t) * (bed(b1,t) - bef(b1,t) - (bed(b1,t1) - bef(b1,t1)) +
      q(AFb1,B1(b1),t) * sum(
bed(b,t) - bef(b,t) - (bed(b,t1) - bef(b,t1): für b in B1(b1)) (s. Erl3);
  if GS1 < 0,1 * max11 then begin trage (AFb1,b1,bef(b1,t)) in die Liste Lnr ein;    entferne
          (AFb1,w(AFb1,b1,t),b1,q(AFb1,B1(b1),t),bed(b1,t),bef(b1,t),t1,B1(b1)) von der Liste Lb1;
 
steigere etwas den Unzufriedenheitswert frus, und die Unbefriedigungswerte bed(Macht,t) -
    bef(Macht,t)
und bed(Anerkennung,t) - bef(Anerkennung,t), je nachdem wie groß
    w(AFb1,b1,t) * (bed(b1,t) - bef(b1,t)) ist (s. Erl4);
  goto  wb1 end end else GS1 := -1 (com.: Ende if Lb1...);
Lbf2 := Liste von Elementen (f(b,t),b,bef(b,t),bed(b,t3),bef(b,t3),s(b),An) solchen daß b ist in B und
   M erwartet/schätzt mit Gewißheit f(b,t) daß in Zukunft (Zeitpunkt t3) der Unbefriedigungswert
   bed(b,t) - bef(b,t) steigert um s(b) so daß f(b,t) * (bed(b,t3) - bef(b,t3)) > 0,25 * max1, wobei
  0 < f(b,t) < 1 und An = nil oder An = (b,VS,ang(b,VS)) und bedeutet daß M Angst im Grade
  ang(VS) hat vor der Situation VS in der die Unbefriedigung bed(b,t3) - bef(b,t3) vorkommt, wobei
  VS eine Vorstellung - ein Modell VS=M(S) im Wissenbanksystem - einer meistens realen Situation
  S ist, und im Falle wenn ang(VS) groß ist, schätzt M daß er gegen diese erwartete Unbefriedigung-
  steigerung wenig tun kann, wobei die Schätzung mit Gewißheit f(b,t) kann nicht nur auf
  Erfahrungen, sondern auch auf Glauben und Überzeugungsargumente anderer
  Personen (z.B. Massenmedien oder Organisationen; s. Erl5) fußen ;  
for jedes Element (f(b,t),b,bef(b,t),bed(b,t3),bef(b,t3),s(b),An) in der Liste Lbf2 do begin
if
M erkannte, in der Zeit vor der letzten Bestimmung der Liste Lbf2 bis jetzt, daß eine Person,
    Organisation oder Gesellschaft-subsystem oder -system, PG, den Unbefriedigungswert
    bed(b,t) - bef(b,t) steigert oder steigern will then begin
bilde das Bedürfnis has(PG) und ergänze B um has(PG), wenn has(PG) noch nicht in B ist;
steigere den Unbefriedigungswert bed(has(PG),t) - bef(has(PG),t) und senke zlieb(PG) (wenn
  zlieb(PG)>0) , je nachdem wie aktiv PG diese Steigerung unterstützt und wie emotionell M diese
  Aktionen des PG wahrnimmt (s. Erl2)
end end for;
Lb2 := Liste von Elementen
  (AVb,g(AVb,b,t),q1(AVb,B2(b),t),g1(AVb,B3(b),t),f(b,t),b,bef(b,t),bed(b,t3),bef(b,t3),s(b),
       B2(b),B3(b),An)
solchen daß:
  (i)  (f(b,t),b,bef(b,t),bed(b,t3),bef(b,t3),s(b),An) in der Liste Lbf2 ist,
  (ii) M erkannte, aufgrund des Wissens in seinem Wissenbanksystem, seiner Aktivitätenbank und
     der Aktivitäten in der Liste Lbr, daß er die Aktivitätenfolge AVb ausführen kann, und AVb
    
weder in der Liste Lnr noch in der Liste Lbr ist (s. Erl24), und erwartet/schätzt mit Gewißheit
     g(AVb,b,t) daß die Ausführung dieser Aktivitäten (Zeitpunkt t2 ) die Steigerung des Unbefriedi-
    gungswertes bed(b,t) - bef(b,t), um s(b), verhindert und schätzt mit Gewißheit q1(AVb,B2(b),t)
   
daß dabei neue Unbefriedigungswerte bed(b2,t2) - bef(b2,t2) entstehen, solche daß
              l (bed(b2,t2) - bef(b2,t2)) * q1(AVb,B2(b),t) l > 0,25 * max1, für b2 in B2(b) (diese
    Bedingungen definieren B2(b)), wobei 0 < g(AVb,b,t) < 1, 0 < q1(AVb,B2(b),t) < 1 und die
    Schätzungen mit Gewißheit g(AVb,b,t) und q1(AVb,B2(b),t) fußen auf Erfahrungen des M und
    auf Glauben und/oder Überzeugungsargumente anderer Personen oder Organisationen (z.B.
    Massenmedien) die in  seinem Wissenbanksystem gespeichert sind,
  (iii)  M erkannte mit Gewißheit g1(AVb,B3(b),t) daß die Ausführung der Aktivitätenfolge AVb
    
auch die Steigerung der Unbefriedigungswete bed(b4,t) - bef(b4,t), um s(b4), verhindert und
     (f(b4,t),b4,bef(b4,t),bed(b4,t3),bef(b4,t3),s(b4),An4) ist in der Liste Lbf2, für b4 in B3(b) (diese
     Bedingungen definieren B3(b) ), wobei 0 < g1(AVb,B3(b),t) < 1,
  (iv)  (AVb,b) ist weder in der Liste Lnr noch in einem Element der Liste Lbr;
 
if Lb2 ist nicht leer then max4 := max(g(AVb,b,t) * f(b,t) * s(b), für b solche daß (AVb,g(AVb,b,t),
          q1(AVb,B2(b),t),g1(AVb,B3(b),t),f(b,t),b,bef(b,t),bed(b,t3),bef(b,t3),s(b),B2(b),B3(b),An)
in
        der Liste Lb2 ist);
  wb2
:   if Lb2 ist nicht leer then begin
     max3
:= max(g(AVb,b,t) * f(b,t) * s(b), für b solche daß (AVb,g(AVb,b,t),
          q1(AVb,B2(b),t),g1(AVb,B3(b),t),f(b,t),b,bef(b,t),bed(b,t3),bef(b,t3),s(b),B2(b),B3(b),An)
in
        der Liste Lb2 ist);
    (AVb3,g(AVb3,b3,t),q1(AVb3,B2(b3),t),g1(AVb3,B3(b3),t),f(b3,t),b3,bef(b3,t),bed(b3,t3),
        bef(b3,t3),s(b3),B2(b3),B3(b3),An3)
:= das Element in der Liste Lb2 für das gilt
          g(AVb3,b3,t) * f(b3,t) * s(b3) = max3;
    GS21 := q1(AVb3,B2(b3),t) * sum(bed(b,t) - bef(b,t) - (bed(b,t2) - bef(b,t2) ): für b in B2(b3) )
          
(s. Erl6);
    GS22 := g1(AVb3,B3(b3),t) * sum(f(b,t) * s(b): für b in B3(b3)) (s. Erl7);
    GS2 := GS21 + g(AVb3,b3,t) * f(b3,t) * s(b3) + GS22 (s. Erl8);
    if GS2 < 0,1 * max4 then begin
      trage das Element (AVb3,b3,bef(b3,t)) in die Liste Lnr ein;
     entferne das Element (AVb3,g(AVb3,b3,t),q1(AVb3,B2(b3),t),g1(AVb3,B3(b3),t),f(b3,t),b3,
           bef(b3,t),bed(b3,t3),bef(b3,t3),s(b3),B2(b3),B3(b3),An3)
von der Liste Lb2;
     steigere den Unzufriedenheitswert frus, und die Unbefriedigungswerte bed(Macht,t) -
         bef(Macht,t)
und bed(Anerkennung,t) - bef(Anerkennung,t), je nachdem wie groß
          f(b3,t) * g(AVb3,b3,t) * s(b3) ist (s. Erl9);
     wenn An3 = nil dann ergänze ANGS um die Angst (b3,VS3,ang(b3,VS3)), wobei
        ang(b3,VS3)=0
und VS3 ist die Vorstellung (d.h. Modell in der  Wissenbank) der Situation
        in der die erwartete Unbefriedigung bed(b3,t3) - bef(b3,t3) vorkommen wird, andernfalls gilt
        An3 = (b3,VS3,ang(b3,VS3)) und VS3 ist dieselbe Vorstellung wie oben gesagt (s. Erl5);
     steigere ang(b3,VS3) je nachdem wie groß g(AVb3,b3,t) * f(b3,t) * s(b3) ist;
     goto wb2 end else begin
    if GS1 > GS2 then begin
    ak1:  trage das Element ("s",AFb1,b1,bef(b1,t),GS1) in die Liste Lbr ein;
     führe die Aktivitäten AFb1 aus (s. Erl10) end else begin (com.: GS2>0,1*max4 und GS2>GS1)
    trage das Element ("v",AVb3,b3,bef(b3,t),bef(b3,t3),s(b3),B3(b3),GS2,An3) in die Liste Lbr ein;
     führe die Aktivitäten AVb3 aus end end end
  else begin (Fall Lb2 = nil )
  if GS1 > 0,1 * max11  then goto ak1 end;
  t := t + dt (dt ist kleiner als 1 min );
  for jedes Element Eli in der Liste Lbr do begin
  if Eli die Form  ("s",AFb1,b1,bef(b1,tj),GS1) hat then begin 
    if die Aktivitäten AFb1 ausgeführt wurden then begin
    entferne Eli  von der Liste Lbr;
    nach Erkennung/Wahrnehmung des M, durch Ausführung der Aktivitäten AFb1 entstanden (zum
      gegenwärtigen Zeitpunkt t) neue Unbefriedigungswerte bed(b5,t) - bef(b5,t), für b5 in B11(b1)
     
(in dieser Weise ist B11(b1) definiert);
    GSe1 := sum(bed(b5,tj) - bef(b5,tj) - (bed(b5,t) - bef(b5,t)) : für b5 in B11(b1)) (s. Erl11);
    befri := bed(b1,tj) - bef(b1,tj) - (bed(b1,t) - bef(b1,t));
   
if GSe1 > GS1 then begin
      steigere den Zufrieden-Freudenheitswert zufr und senke den Unzufriedenheitswert frus, je
         nachdem wie groß GSe1 - GS1 und befri sind (s.Erl12);
      if bei Ausführung der Aktivitäten AFb1, M gab Anweisungen, oder Befehle oder absichltlich
        Schaden zufügte einer Person, Gruppe von Personen oder einer Organisation/Institution, GP
     
then begin senke die Unbefriedigungswerte bed(Macht,t) - bef(Macht,t) und
        bed(Anerkennung,t) - bef(Anerkennung,t), je nachdem wie groß befri, bed(has(GP),t) -
        bef(has(GP),t)
und bed(Macht,t) - bef(Macht,t) sind und wie stark sich GP fügen mußte (s. Erl13) end;
     if nach Erkennung des M, eine Person, Organisation oder Gesellschaft- subsystem oder -system,
       PO, bei Ausführung der Aktivitäten AFb1 mitwirkte/unterstützte, obwohl PO das nicht tun
       mußte, nach Wahrnehmung des M then begin bilde den Grad der Zuneigung und Liebe,
       zlieb(PO), des M zu PO, wenn M zlieb(PO) nicht hat;
    steigere den Wert zlieb(PO)  und senke bed(has(PO),t) - bef(has(PO),t), wenn has(PO) zu B
      
gehört, je nachdem wie groß GSe1 - GS1 und wie bedeutend und freiwillig die Mitwirkung/
       Unterstützung des PO, nach Erkennung des M, war (s. Erl14) end end else (Fall GSe1<GS1)
   
begin senke den Zufrieden-Freudenheitswert zufr und steigere den Unzufriedenheitswert frus, je
        nachdem wie groß GS1 - GSe1 und befri sind;
      if nach Erkennung des M, eine Person, Organisation oder Gesellschaft-subsystem oder -system,
        PO, die Ausführung der Aktivitäten AFb1 hinderte then begin
      bilde das Bedürfnis has(PO) und ergänze B um has(PO), wenn has(PO) noch nicht in B ist;
      steigere den Wert bed(has(PO),t) - bef(has(PO),t) und senke zlieb(PO) (wenn zlieb(PO)>0),
       
je nachdem wie bedeutend, nach Erkennung des M, die Hindernisaktionen des PO waren und
        wie emotionell M diese Hidernisaktionen wahrnimt (s. Erl2) end end end else begin
  if die Aktivitäten AFb1 abgebrochen wurden then
  begin entferne das Element Eli von der Liste Lbr;
   
if nach M, die Unbefriedigung bed(b1,tj) - bef(b1,tj) weiter existiert then
    begin steigere den Unzufriedenheitswert frus und senke den Zufrieden-Freudenheitswert zufr, je
        nachdem wie groß GS1 und bed(b1,tj) - bef(b1,tj) sind (s. Erl15);
    if eine Person, Organisation oder Gesellschft-subsystem oder -system, PO, nach Erkennung des
      M, die Ausführung der Aktivitäten AFb1 hinderte then begin
    bilde das Bedürfnis has(PO) und ergänze B um has(PO), wenn has(PO) noch nicht in B ist;
    steigere die Unbefriedigungswerte bed(has(PO),t)-bef(has(PO),t), bed(Macht,t)-bef(Macht,t)
      bed(Anerkennung,t) - bef(Anerkennung,t) und den Unzufriedenheitswert frus und senke
      zlieb(PO) (wenn zlieb(PO)>0), je nachdem wie aktiv und bedeutend, nach M,die
      Hindernisaktionen des PO waren und wie emotionell M diese Hindernisaktionen des PO
     
wahrnimmt (s.Erl16) end end end end end
else begin if das Element Eli die Form ("v",AVb3,b3,bef(b3,tj),bef(b3,t3),s(b3),B3(b3),GS2,An3) hat
  then begin
  if die Aktivitäten AVb3 ausgeführt wurden then begin
   entferne das Element Eli von der Liste Lbr;
   nach Erkennung des M, entstanden (zum gegenwärtigem Zeitpunkt t) neue Unbefriedigungswerte
     bed(b5,t)-bef(b5,t),
für b5 in B21(b3), durch Ausführung der Aktivitäten AVb3, wobei B21(b3)
    
kein gemeinsames Element mit B3(b3) + {b3} hat, und diese Aktivitäten verhinderten die
     erwarteten gewichteten Unbefriedigungswerte bed(b4,t3) - bef(b4,t3), für b4 in B31(b3),
     wobei B31(b3) = B3(b3) + {b3};
  GSe21 := sum(bed(b5,tj) - bef(b5,tj) - (bed(b5,t) - bef(b5,t)) : für b5 in B21(b3)) (s. Erl17);
  GSe22 := sum(bed(b4,t3) - bef(b4,t3) - (bed(b4,t) - bef(b4,t)) : für b4 in B31(b3))  (s. Erl18);
    befr1 := bed(b3,t3) - bef(b3,t3) - (bed(b3,t) - bef(b3,t));
    GSe2 := GSe21 + GSe22;
    if  GSe2 > GS2 then begin
    steigere den Zufrieden-Freudenheitswert zufr und senke den Unzufriedenheitswert frus, je
       nachdem wie groß GSe2 - GS2 und befr1 sind (s.Erl19);
    if bei Ausführung der Aktivitäten AVb3, M gab Anweisungen, Befehle oder absichtlich Schaden
      zufügte einer Person, Organisation oder Institution, GP then begin senke die Unbefriedigungen
      bed(Macht,t) - bef(Macht,t) und bed(Anerkennung,t) - bef(Anerkennung,t), je nachdem
     wie groß befr1, bed(has(GP),t) - bef(has(GP),t) und bed(Macht,t) - bef(Macht,t) sind, und
     wie stark sich GP fügen mußte (s.Erl13) end;
   if nach Erkennung des M, eine Person, Organisation oder Gesellschaft-subsystem oder -system,
      PG, bei Ausführung der Aktivitäten AVb3 mitwirkte/unterstützte, obwohl PG dies nicht tun
      mußte, nach Erkennung des M then begin  bilde den Grad der Zuneigung und Liebe, zlieb(PG),
    
des M zu PG, wenn M zlieb(PG) noch nicht hat;
   steigere zlieb(PG) und senke bed(has(PG),t),t)-bef(has(PG),t), wenn has(PG) zu B gehört, und
     wenn An3 = (b3,VS3,ang(b3,VS3)), dann senke den Wert ang(b3,VS3), je nachdem wie groß
     GSe2 - GS2 ist und wie bedeutend und freiwillig die Mitwirkung/Unterstützung des PG, nach
     Erkennung des M, war (s.Erl14 und Erl20end end else begin (Fall GSe2 < GS2)
   senke den Zufrieden-Freudenheitswert zufr und steigere den Unzufriedenheitswert frus, und
      wenn An3 = (b3,VS3,ang(b3,VS3)), dann steigere ang(b3,VS3), je nachdem wie groß GS2 -
     GSe2
und wie klein befr1 sind (s. Erl21);
   if nach Erkennung des M, eine Person, Organisation oder Gesellschaft-subsystem oder -system,
     PG, die Ausführung der Aktivitäten AVb3 hinderte then begin
   bilde das Bedürfnis has(PG) und ergänze B um has(PG), wenn has(PG) noch nicht in B ist;
   steigere bed(has(PG),t) - bef(has(PG),t) und senke zlieb(PG) (wenn zlieb(PG)>0), je
      nachdem wie bedeutend, nach Erkennung des M, die Hindernisaktionen des PG waren
     und wie emotionell M diese Aktionen des PG wahrnimt (s. Erl16end end end else begin
  if die Aktivitäten AVb3 abgebrochen wurden then begin
    entferne das Element Eli von der Liste Lbr;
    if M weiter den Unbefriedigungswert bed(b3,t) - bef(b3,t) erwartet then begin
    steigere den Unzufriedenheitswert frus, und senke den Zufrieden-Freudenheitswert zufr, und
      wenn An3 = nil dann ergänze ANGS  um die Angst (b3,VS3,ang(b3,VS3)), wobei
     ang(b3,VS3)=0
und VS3 ist die Situation in der M den gesagten Unbefriedigungswert erwartet;
   steigere den Angstwert ang(b3,VS3), je nachdem wie groß GS2 und bed(b3,t3) - bef(b3,t3) sind (s.Erl22);
   if nach Erkennung des M, eine Person, Organisation oder Gesellschaft-subsystem oder -system,
      PG, die Ausführung der Aktivitäten AVb3 hinderte then begin
   bilde das Bedürfnis has(PG) und ergänze B um has(PG), wenn has(PG) noch nicht in B ist;
   steigere bed(has(PG),t) - bef(has(PG),t), bed(Macht,t) - bef(Macht,t) und bed(Anerkennung,t) -
     bef(Anerkennung,t),
und senke zlieb(PG) (wenn zlieb(PG)>0), je nachdem wie groß
     bed(b3,t3) - bef(b3,t3) ist und wie bedeutend, nach Erkennung des M, die Hindernisaktionen
    des PG waren und wie emotionell M diese Hindernisaktionen wahrnimt (s. Erl2 und Erl16)
end end end end end end end for;
if M erkannte daß ein neuer Unbefriedigungswert bed(bs,t) - bef(bs,t) in bezug auf ein neues
 Bedürfnis bs (z.B. Hasard-Spiel Bedürfnis) entstand then ergänze B um bs;
t := t+dt; goto anf end.

2.4.1.  Erläuterungen zum Steuerungsalgorithmus
Erl1:   In der Liste Lbf1 sind nur die wahrgenommene Unbefriedigungswerte bed(b,t) - bef(b,t) die größer als der gegenwärtige Schwellenwert 0,25*max1 sind. Das bedeutet daß M weiter die Unbefriedigungswerte die unter diesem Schwellenwert liegen ignoriert.
Erl2:   Hass ist ein primitives Gefühl. Schon ein Hund bildet das Bedürfnis has(HM) gegen andere Hunde oder Menschen, HM, wenn es wahrnimmt daß HM ihm einen Schaden zufügte. Auch nur emotionell reagierende Menschen bilden ähnlich Unbefriedigungswerte bed(has(PO),t) - bef(has(PO),t). Viele Menschen haben aber auch, in verschiedenem Grade, die Fähigkeit abstrakt zu denken und PO als Naturkatastrophe oder als falsch funktionierendes System zu betrachten. Hoher Unbefriedigungswert bed(has(PO),t) - bef(has(PO),t) bewirkt daß M nur denkt und handelt (wenn er kann) um sich an PO zu rächen; und eine Rache an PO senkt den Wert bed(has(PO),t) - bef(has(PO),t) (eine Befriedigung des Bedürfnisses has(PO) ). In diesem Fall kann es zu unerwarteten Handlungen des M gegen PO kommen, dabei wird PO generalisiert zu einem virtuellen Objekt, POg, das jedes Objekt Pi bedeutet das die durch M wahrgenommene Merkmale des PO hat.
Beispiel 1. Ein Gymnasiumschüler GS erhielt oft schlechte Noten von einigen Lehrer und einige Mitschüler hänselten ihn regelmäßig. GS generalisierte diese Lehrer und Schüler zu einem generalisierten Objektmodell M(LS) mit der Eigenschaft "Lehrer und Schüler, LS, qäulen mich psychisch"; bildete auch has(LS) und einen großen Unbefriedigungswert bed(has(LS),t) - bef(has(LS),t) > 1200. Er sah keinen anderen Ausweg diese Unbefriedigung zu senken als eine Pistole zu besorgen und auf alle Lehrer und Schüler dieser Schule zu schießen und damit den hohen Wert bed(has(LS),t) - bef(has(LS),t) zu senken (eine große Befriedigung und Befreiung von diesem großen Druck).
Beispiel 2. Wenn Mk eher schlecht als recht die Wirklichkeit erkennt und nach seiner Wahrnehmung (die richtig sein kann) behandelten ihn einige Behörden und Konzerne schlecht, dann (i) generalisiert er diese Behörden und Konzerne als das virtuelle Objekt, DO, "die da oben" und bildet das Modell M(DO), das einige Merkmale dieser Behörden und Konzerne, die Mk wahrgenommen hatte, hat, und das Bedürfnis has(DO)  mit bedeutendem Unbefriedigungswert bed(has(DO),t) - bef(has(DO),t), und (ii) wenn er die Möglichkeit hat diese Unbefriedigung zu senken (d.h. zu befriedigen), dann tut er das, manchmal in sinnloser Weise zB. in dem Mk Behörden- oder Konzerneinrichtungen beschädigt. oder gegen eine Behörden- oder Konzernangelegenheit demonstriert (z.B. gegen Abris eines Banhofs), obwohl ihm in Wirklichkeit diese Angelegenheit gleichgültig ist (einige Politikier organisieren diese Menschen zu politischen Aktionen).
      Wenn M PO als falsch funktionierendes System (wie zB. eine Maschine oder ein Computersystem) betrachtet, dann entsteht bei M nur kleiner Wert bed(has(PO),t) - bef(has(PO),t) der das objektive sachliche Denken nicht verhindert - dies bedeutet aber nicht das M in diesem Falle zufrieden mit dem falsch funktionierenden PO ist.
Erl3:   GS1 ist die erwartete (mit Gewißheit w(AFb1,b1,t) und q(AFb1,B1(b1),t)) gesamte Senkung (wenn GS1 > 0) oder Steigerung (wenn GS1 < 0) aller wichtigen gewichteten Unbefriedigungswerte nach Ausführung der Aktivitäten AFb1.
Erl4:   Wenn die erwartete gesamte Senkung GS1 der Unbefriedigungswerte kleiner als 0,1*max1 ist, dann werden die Aktivitäten nicht ausgeführt und die bedeutende Unbefriedigung bed(b1,t) - bef(b1,t) bleibt unbefriedigt. Solche Situation ist für M auch ein Macht- und Anerkennungsverlust. Aber die Macht- und Anerkennungwerte ändern sich wesentlich in folgenden Fällen:
(i)    bed(Macht,t) - bef(Macht,t) senkt wenn M Anweisung oder Befehl PO gab, oder Aktivitäten ausführte die PO zwangen gegen seine Interessen zu handeln (d.h. bei PO steigerten einige Unbefriedigungswerte bed(PO,h,t) - bef(PO,h,t), wobei h ein Bedürfnis des PO ist und PO hat dieselbe Deutung wie in Erl2; und der gesagte Machtunbefriedigunswert steigt wenn M eine Anweisung oder Befehl von PO ausführen muß, oder PO eine Aktivität ausführt die bei M einige Unbefriedigungswerte steigern. Menschen haben sehr verschiedene Werte bed(Macht,t), von 50 bis über 950. Im letzten Fall, sind das Machtmenschen die hauptsächlich ihr meistens großen Unbefriedigungswert bed(Macht,t) - bef(Macht,t) senken wollen - ähnlich wie z.B. Alkoholiker die ihr täglichen großen Unbefriedigungswert bed(Alkoholbedürfnis,t) - bef(Alkoholbedürfnis,t) senken wollen; 
(ii)    der Wert bed(Anerkennung,t) - bef(Anerkennung,t) hängt immer von einer Gruppe von Menschen, einer Organisation oder einem Gesellschaftssubsystem, GO, mit der/dem M verbunden ist, ab. Im speziellen Fall kann GO gleich M sein, dann bedeutet Anerkennung Selbstwertgefühl des M. Eigentlich müßte man Anerkennung(GO) (d.h. Anerkennung in der Gruppe GO ) benutzen - doch weiter werde ich nur die Abkürzung Anerkennung benutzen. Gewöhnlich ist bed(Anerkennung,t) < 520; bei Künstlern und vielen Personen in Politik, Wirtschaft, Massenmedien und Industrie, und einigen Wissenschaftlern gilt bed(Anerkennung,t) > 700, was sie oft sehr beschäftigt ihren meißt hohen Wert bed(Anerkennung,t) - bef(Anerkennung,t) zu befriedigen. bed(Anerkennung,t) - bef(Anerkennung,t) ändert sich wenn (a) Mitglieder der/des GO mit der M verbunden ist zum Ausdruck bringen wie wichtig oder wie unwichtig M für GO ist, (b) M erreichte Situation die die Normen, Regeln oder Ziele der/des GO erfüllen oder verletzen, oder (c) M erreichte eine Situation die sein wichtiges Ziel gewesen ist oder die bedeutet daß M sein wichtiges Ziel nicht erreichen wird.
Erl5:   Psychologen unterscheiden zwischen Angst und Furcht und behaupten daß nur Furcht eine reale Ursache hat, und Angst von irrealen Gefühlen des Verlassenseins, der Hilflosigkeit und des Versagens bestimmt ist. Solche Unterscheidung ist irreführend, weil Angst genau so bestimmt/determiniert ist wie Furcht und entsteht in derselben Weise - nämlich, wenn M erwartet (eine Vorstellung hat) mit Gewißheit f(b,t) > 0,3 daß ihn eine gefährliche Situation VS erreichen wird (z.B. Überfall durch kriminelle, Arbeitslosigkeit, Einsamkeit, Verachtung der Gesellschaftsgruppe zu der er gehört, u.s.w.) und er nichts gegen diese Situation unternehmen oder sie nicht vermeiden kann, dann steigt die Angst des M vor der Situation VS - genauer, vor der Vorstellung VS die ein Modell VS = M(S) (einer Situation S) im Wissenbanksystem ist, wobei S eine nicht reale Situation sein kann, z.B. außerirdische Wesen landen am Rhein, in der Hölle halten Teufel Sünder im ewigen Feuer. Wenn die Erkennung der Situation S, d.h. die gesagte Vorstellung VS = M(S) falsch ist, dann ist zwar die Angst irreal, aber für M ist sie real, weil für ihn die Vorstellung VS = M(S) die Wirklichkeit darstellt. Dies gilt auch im Falle wenn bei M die Wahrnehmung, z.B. aus organischen Gründen, nicht funktioniert. Jeder Mensch (auch Säugetiere und Vögel) erkennt eine wirkliche Situation S nur so gut, genau oder falsch wie seine Vorstellung von S (d.h. sein Modell M(S)) ist, z.B. wenn christliche Prediger im Mittelalter gutgläubigen Christen die Vorstellung einredeten (d.h. in ihren Wissenbanken implementierten) daß sie für schwere Sünden in die Hölle kommen und ewig dort grausam durch Teufel misshandelt werden, dann war das für diese Gläubige die Wirklichkeit und keine Psychosen- oder Neurosenerscheinung.
Erl6:   GS21 ist die erwartete (mit Gewißheit q1(AVb3,B2(b3),t)) Senkung (wenn GS21 >0 ) oder Steigerung (wenn GS21 < 0 ) neuer wichtiger gewichteten Unbefriedigungswerte, für  Bedürfnisse in B2(b3), nach Ausführung der Aktivitäten AVb3.
Erl7:   GS22 ist die erwartete (mit Gewißheit g1(AVb3,B3(b3),t)) Steigerung der gesamten wichtigen, gewichteten Unbefriedigungswerte, für Bedürfnisse in B3(b3), die durch Ausführung der Aktivitätenfolge AVb3 verhindert würde.
Erl8:   GS2 ist die erwartete gesamte Senkung (wenn GS2 > 0 ) oder Steigerung (wenn GS2 < 0) der gewichteten Unbefriedigungswerte die durch Ausführung der Aktivitäten AVb3 erreicht würde (wobei die verhinderten erwarteten Steigerungen der Unbefriedigungswerte als deren Senkung betrachtet sind).
Erl9:   Wenn GS2 < 0,1*max4, dann "lohnt es sich nicht" für M die Aktivitäten AVb3 auszuführen, was eine Hilflosigkeitssituation für M ist und deswegen steigt bei M die Unzufriedenheit-Frust frus. Aus demselben Grund steigern auch leicht die Macht- und Anerkennungs-unbefriedigungswerte (s. Erl4).
Erl10:    Aktivitäten der Form AFb sind parallel zu diesem Steuerungsalgorithmus ausgeführt.
Erl11:    GSe1 ist die gesamte Senkung (wenn GSe1 > 0 ) oder Steigerung (wenn GSe1 < 0) der Unbefriedigungswerte erreicht durch Ausführung der Aktivitäten AFb1.
Erl12:     Wenn GSe1 > GS1, dann ist die Senkung der Unbefreidigungswerte (erreicht durch Ausführung der Aktivitäten AFb1) größer (oder Gleich) als die erwartete Senkung - so ist das eine Erfolgssituation für M, und der Zufriedenheitsgrad zufr steigt und der Unzufriedenheitsgrad frus senkt.
Erl13:     Die Entwicklung der Macht- und Anerkennung-unbefriedigungswerte sind in Erl4 charakterisiert, und die Entwicklung des Hass-unbefriedigungswertes in Erl2. Wenn M hohen Wert bed(has(GP),t) - bef(has(GP),t) hat und gegen GP Machtverhalten ausführte, dann senkt (eine Befriedigung) bed(has(GP),t) - bef(has(GP),t) und bed(Macht,t) - bef(Macht,t).
Erl14:     Wichtig ist daß M die Aktion des PO als Hilfe oder Unterstützung erkennt. Wenn M erkennt daß diese Hilfe hauptsächlich seinen Feinden (d.h. einer Person oder Organisation, POf, die, nach Kenntnissen des M, einige seiner wichtigen Unbefriedigungswerte steigerte, steigert oder steigern will) dient, dann behandelt M auch PO als sein Feind und statt zlieb(PO),t) zu steigern, steigert er bed(has(PO),t) - bef(has(PO),t).
Erl15:     Es entstand eine hilflose Situation für M, nämlich er hat hohen Unbefriedigungswert, versuchte ihn zu senken mittels den Aktivitäten AFb1, die aber, aus verschiedenen gründen, abgebrochen wurden. Diese Situation steigert frus und senkt zufr.
Erl16:     Wenn bed(has(PO),t) - bef(has(PO),t) groß ist in dieser Situation, dann steigert nicht nur dieser Wert sondern auch bedeutend die Machtlosigkeit bed(Macht,t) - bef(Macht,t).
Erl17:     GSe21 ist die durch Ausführung der Aktivitäten AVb3 erreichte gesamte Senkung (wenn GSe21 > 0) oder Steigerung (wenn GSe21 < 0) der Unbefriedigungswerte.
Erl18:     GSe22 ist die durch Ausführung der Aktivitäten AVb3 verhinderte Steigerung der gesamten Unbefriedigungswerte (für Bedürfnisse in B31(b3)) die M vor der Ausführung AVb3 erwartet hat.
Erl19:     Wenn GSe2 > GS2, dann verhinderten die Aktivitäten AVb3 die gewichteten, erwarteten Unbefriedigungswerte, und für M ist das ein Erfolgserlebnis - deswegen steigert zufr und senkt frus.
Erl20.     Nach M, hatte die Ausführung der Aktivitäten AVb3 die Steigerung der erwarteten Unbefriedigungswerte (die Vorstellung VS3 des M) verhindert und deswegen hat er vor der Situationsvorstellung VS3 weniger Angst.
Erl21:     Wenn GSe2 <GS2, dann hat nicht die Ausführung der Aktivitäten AVb3 die erwartete Steigerung der Unbefriedigungswerte verhindert - es ist ein Mißerfolg für M. So steigert frus und senkt zufr. Es steigert auch die Angst vor dieser UnbefriedigungssituationVS3, weil M sie ungenügend bewältigen konnte.
Erl22:     Es ist ein Mißerfolg für M, weil die Aktivitäten AVb3 abgebrochen wurden (aus verschiedenen Gründen) und die Vorstellung VS3 der erwarteten Unbefriedigungs-situation besteht weiter, und die Angst vor VS3 steigert; zugleich steigert die Unzufriedenheit  frus und senkt die Zufriedenheit zufr.
Erl23:     Die Schätzungen w(AVb,b,t) und q(AFb,B1(b),t) können nach M rational begründet sein, dennoch können sie falsch sein. Beispiel. Es sei Ml Leiter einer Firma die Rohöl unter Wasser fördert. Aufgrund technischer Beratung und seinen eigenen Erfahrungen schätzt Ml
i)   mit Gewissheit w(OLB,Geld,t) = 0,9 daß die Bohrungen OLB zur Ölquelle den Gewinn wesentlich steigern würden, d.h. die Unbefreidigung bed(Geld,t) - bef(Geld,t) um 300 senken würden,
ii)   mit Gewißheit q(OLB,B1(Geld),t) = 0,01 daß keine Explosion und keine wesentliche Zusatzkosten entstehen, wobei B1(Geld) = {be,bz}, be das Bedürfnis "es geschieht keine Explosion" und bz das Bedürfnis "es entstehen keine großen Zusatzkosten" bezeichnen, d.h. bed(be,t) -bef(be,t) steigert um s(be) = 800 und bed(bz,t) - bef(bz,t) steigert um s(bz) = 900 mit Gewißheit 0,01. Diese Gewißheit war eine Wahrscheinlichkeit-schätzung die Ml und seine Berater in statistischer Weise (nach bisherigen Erfahrungen) erlangten. Diese Schätzungen ergaben: q(OLB,B1(Geld),t) * s(be) = 0,01*800 = 8 < 0,1*w(OLB,Geld,t)*300 = 0,1*0,9*300 = 27, q(OLB,B1(Geld),t) * s(bz) = 0,01*900 = 9 < 27. So berücksichtigt nicht Ml die möglichen be- und bz-Unbefriedigungen.
       Diese Wahrscheinlichkeitsschätzungen waren mit Wunschdenken verbunden und solche Wahrscheinlichkeitsmodelle sind sehr ungenau, weil die Wirklichkeit - die Bohrungen und die Eigenschaften der Rohölquelle - keine stochastische Prozesse sind. Aufgrund dieser Wahrscheinlichkeits-schätzungen  waren die Sicherheitsvorrichtungen und deren Kontrolle ungenügend, und es kam zu einer Explosion mit sehr schweren Folgen.
       Die Schätzungen sollten nicht auf statistische Wahrscheinlichkeiten fußen, sondern auf folgende Kenntnisse (i) nicht alle wesentliche Eigenschaften der Ölquelle sind bekannt, (ii) eine Sicherheitsvorrichtung kann versagen. Dann wäre Ml ungefähr zu folgenden Schätzungen gekommen: w(OBL,Geld,t) = 0,8 und q(OLB,B1(Geld),t) = 0,2.
       Die Folgen einer Explosion müßte Ml auch realistischer, ungefähr wie folgt schätzen: bed(be,t3) - bef(be,t3) = 1000, bed(bz,t3) - bef(bz,t3) = 1200, bed(bm,t3) - bef(bm,t3) = 800 und bed(bu,t3) - bef(bu,t3) = 800, wobei B1(Geld,t) = {be,bz,bm,bu}, und bm das Bedürfnis "kein tödlichen Unfall haben" und bu "keine große Umweltschäden machen" bezeichnen. Dann hätte Ml: GS1 = 0,8*300+0,2*(-1000-1200-800-800) = 240-0,2*3800 = -520 und er hätte nicht die Aktivitäten OLB mit solchen Sicherheitsvorrichtungen ausgeführt.
Erl24: Eigentlich müßte man hier prüfen ob diese Unbefriedigung wichtiger (größer) ist als die gegenwärtig ausgeführte Befriedigungen eingetragen in der Liste Lbr und dann die wichtigste Unbefriedigung wählen, und die Aktivitäten verbunden mit dieser Unbefriedigung ausführen (in dieser Weise Prioritäten einführen), aber das würde den Steuerungsalgorithmus undurchsichtiger machen und würde das Grundwissen über das Funktionieren von Menschen nicht ändern.

3. Eigenschaften des Systems SM(M)

       Aufgrund des gegebenen Modells werden weitere psychologische Grundeigenschaften eines Menschen beschrieben.
3.1. Mensch ist ein determiniertes System
      Menschen nehmen nicht wahr den Ablauf ihres Steuerungsalgorithmus und glauben daß sie freien Willen haben. In Wirklichkeit ist der empfundene Wille nur das Verlangen nach Senkung einer bedeutenden gegenwärtigen oder gefürchteten Unbefriedigungswertes, wenn, nach Kenntnissen des M, er die Möglichkeit dazu hat. Aus dem Steuerungsalgorithmus folgt, daß Mensch ein komplexes determiniertes System ist dessen Funktionieren hauptsächlich von folgenden Faktoren abhängt: (i) das Wissen imWissenbanksystem, (ii) die gegenwärtigen Unbefriedigungswerte, (iii) Aktivitäten in der Aktivitätenbank, und (iv) Informationen aus seiner Umwelt interpretiert durch seine Wahrnehmungsalgorithmen, und Modellen, Theorien und dem Glauben über diese Umwelt im Wissenbanksystem, wobei diese Modelle und Theorien meistens von dieser Umwelt gestaltet sind.
      Auch Emotionen des Menschen sind determiniert - mit jedem größeren Unbefriedigungswert bed(b,t) - bef(b,t) ist verbunden das Verlangen nach Befriedigung des Bedürfnisses b, d.h. die Motivation des M diese Unbefriedigung zu senken (das Bedürfnis b zu befriedigen). Je nach dem ob diese Befriedigung gelingt, misslingt, verhindert oder unterstützt wird durch andere Personen oder Organisationen entstehen solche Emotionen wie Freude, Frustration, Hass oder Liebe, wie im Steuerungsalgorithmus gezeigt ist. Auch organisch bedingte Emotionen (z.B. verbunden mit Verlangen nach Alkohol, Hunger, u.s.w.) sind, wie bekannt, determiniert.
     Für angeborene Bedürfnisse, ba, wie Liebe, Sex, Macht, Anerkennung, materielle Bedürfnisse, nach Wissen (z.B. mathematisches, naturwissenschaftliches, technisches), nach Kunst (in Bereichen  Literatur, Bildmalerei, Schauspielen, Musik, u.s.w.) haben verschiedene Menschen sehr verschiedene Werte bed(ba,t), was einen großen Einfluss auf ihre Unbefriedigungswerte
bed(ba,t) - bef(ba,t) hat.
     Ausbildung, Religionsswissen, Zugehörigkeit zur Gesellschaftsschichte und zum Volk bestimmen die Wissenbanksysteme und differenzieren weiter Menschen, und führen zu Verständnisschwierigkeiten, z.B. zwischen einem archaisch gläubigem Menschen und einem naturwissenschaftlich denkendem Menschen.
      Man kann sich die Frage stellen, wenn das Verhalten von Menschen determiniert ist, hat ein Rechtssystem einen praktischen Sinn?. Ja, ein Rechtssystem ist nötig um das Zusammenleben von Menschen zu regulieren. Wie in (iv) gesagt, hat die Umwelt, interpretiert durch M, einen wichtigen Einfluss auf das Verhalten des M und Rechtssystem ist ein wichtiger Teil dieser Umwelt. Folgende zwei Beispiele erläutern dies genauer:
Beispiel 1. Mr ist ein ricktsichtloser Mensch und hat Unbefriedigungswert
bed(Geld,t) - bef(Geld,t) >900, und bed(Geld,t) - bef(Geld,t) > 0,9*max1. Mr schätzt mit Gewißheit w(AFG,Geld,t) = 0,9 daß er mittels Aktivitäten AFG in ein vorgesehenes, zur Zeit unbewohntes Haus einbrechen und berauben kann, und dadurch seine gesagte Unbefriedigung um 200 senken würde. Wenn kein Rechtssystem wäre, hätte er das getan. Aber nach dem geltendem Rechtssystem, schätzt Mr mit Gewißheit q(AFG,Geld,t) = 0,4, daß die Aktivitäten AFG durch Polizei entdeckt würden und danach bed(nGe,t) - bef(nGe,t) um 800 steigern würde, wobei nGe "nicht im Gefängnis sein" bedeutet. Nach dem Steuerungsalgorithmus, gilt GS1 = w(AFG,Geld,t)*200+q(AFG,Geld,t)*(-800) = 0,9*200-0,4*800 =-140. Mr entscheidet "es ist zu riskant Aktivitäten AFG auszuführen" und versucht mittels anderen sicheren Aktivitäten sein Geldbedürfnis etwas zu befriedigen.
Bemerkung: Aus diesem Beispiel darf man nicht schließen daß sehr strenges Recht gut ist. Wie streng oder mild ein Rechtssystem sein soll wird hier nicht erörtert.
Beispiel 2. Ma erwartet mit Gewißheit f(An,t) = 0,9 daß ihn eine Steigerung der Anerkennungs-unbefriedigung
bed(An,t) - bef(An,t) um 800 erwartet und schätzt mit Gewißheit g(AVka,An,t) = 0,8 daß er mittels kriminellen Aktivitäten AVka dies verhindern würde, wobei An steht für Anerkennung und g(AVka,An,t)*f(An,)*800 = max3. Es sei max1 = 900. Ma schätzt mit Gewißheit q1(AVka,{nGe,An},t) = 0,25 daß seine kriminelle Aktivitäten AVka entdeckt würden (Zeitpunkt t2) und dann die Unbefriedigung bed(nGe,t) - bef(nGe,t) um s(nGe)=1100 und bed(An,t) - bef(An,t) um s(An)=1400 steigern würden, wobei nGe und An dieselbe Bedürfnisse wie in Beispiel 1 bezeichnen. Es gilt
q1(AVka,{nGe,An},t) * s
(nGe) = 0,25*1100 > 0,25*max1 = 0,25*900 = 180; ähnlich gilt für bed(An,t2) - bef(An,t2). Daraus folgt
GS2 = q1(AVka,{nGe,An},t)*(-1100-1400)+g(AVka,An,t)*f(An,t)*800 = -0,25*2500+0,8*0,9*800 = -625-576=-49.
Ma
wird nicht die Aktivitäten AVka ausführen, wegen des Strafrechts.
3.2. Bedürfnis orientiertes Wissen und Verhalten
       Im Steuerungsalgorithmus ist nicht beschrieben wie und welches Wissen im Wissenbanksystem gespeichert wird. M kann nicht alle Informationen die er sinnlich oder durch Sprache wahrnimt im Wissenbanksystem speichern, andernfalls hätte er eine große Menge widersprüchlicher Informationen im Wissenbanksystem die für ihn nicht brauchbar wären. Kinder haben angeborenes Bedürfnis nach Aneignung von Wissen, AW, (auch Neugier genannt) über ihre Umwelt; aufgrund ihrer Unbefriedigung
bed(AW,t) - bef(AW,t) größer als 200 und kleiner als 600, lernen sie Sprache und bilden Modelle von Objekten und Situationen die sie wahrnehmen, und dann speichern sie in ihren Wissenbanksystemen. Diese Modelle von Objekten und Situationen bestehen aus konkretem Wissen, nämlich aus erkannten konkreten Eigenschaften dieser Objekte und Situationen. Für Erkennung von Wörtern und einfachen Sätzen benutzt ein Kind schon Algorithmen für abstraktes Denken. Dieses Lernen ist unterstützt durch andere Unbefriedigungen bed(bk,t) - bef(bk,t) < 400, z.B. für bk gleich Bedürfnis nach Nahrung oder nach Bewegung, Nachahmungsbedürfnis, Bedürfnis zu spielen, Bedürfnis zu kommunizieren. Bei Ausführung von Aktivitäten die diese Unbefriedigungen senken, lernt es nicht nur Eigenschaften von Objekten und Situationen, sondern auch neue Aktivitäten und Aktivitäten die andere Menschen oder Tiere ausführen. Wenn jedoch ein Unbefriedigungswert bed(bk,t) - bef(bk,t) > 800, dann beschränkt sich das Lernen nur auf diese Situation und andere Aneignungen von Wissen sind ausgeschaltet.
        Im Allgemeinen, in frühen Jugendjahren fangen Menschen an Konsistenzalgorithmen anzuwenden, die prüfen ob die wahrgenommene Informationen konsistent mit den vorhandenen Modellen und Behauptungen im Wissenbanksystem sind
, ob sie nicht den Tatsachen widersprechen, wobei die Anwendung von Konsistenzalgorithmen hängt von mehreren Faktoren ab, z.B. von der Fähigkeit realistisch und logisch zu denken, von der Anzahl und Qualität der sinnlich wahrgenommenen Informationen. Jugendlicher in einem Stamm im Urwald hat schon konsistentesWissenbanksystem gebildet durch erwachsene Mitglieder des Stammes und seine Erfahrungen - dieses Wissen interpretiert seine Umwelt genau so gut wie das Wissen seiner Großeltern. Die Umwelt eines Jugendlichen im Industriestaat, z.B. in einer größeren Stadt, enthält viele oft widersprüchliche Informationen die oft die Wirklichkeit vernebeln, falsch interpretieren oder nur Reize auf seine Sinnesorgane sind. Seine Konsistenzalgorithmen sind nicht ausreichend um nur realistische Modelle in seinem Wissenbanksystem zu speichern. Zuverlässige kompetente Erwachsene sollten den Inhalt der Wissenbanksystemen der Jugend steuern und bilden - was gut bekannt sein müßte.
       Wie im Steuerungsalgorithmus beschrieben, berücksichtigt M nur die Unbefriedigungen die in der Liste Lbf1 oder Lbf2 sind, also für die gilt
bed(b1,t) - bef(b1,t) > 0,25*max1 oder f(b2,t)*(bed(b2,t3) - bef(b2,t3)) > 0,25*max1 (für mit Gewißheit f(b2,t) erwartete Unbefriedigung bed(b2,t3) - bef(b2,t3) zum Zeitpunkt t3). Sein Wahrnehmungssystem filtert Informationen von der Umwelt in folgender Weise:
i)     akzeptiert (speichert) vorläufig Informationen die eine gegenwärtige Unbefriedigung in der Liste Lbf1 betreffen, 
i
i)    akzeptiert (speichert) vorläufig Informationen die über eine neue mit Gewißheit f(be,t) erwartete (zum Zeitpunkt t3) Unbefriedigung bed(be,t3) - bef(be,t3), für die gilt f(be,t)*(bed(be,t3) - bef(be,t3) > 0,25*max1, informieren/betreffen (diese Unbefriedigung ist in der Liste Lbf2 eingetragen),
iii)    lehnt alle andere Informationen ab,
iv)    nach der vorläufigen Akzeptanz der in (i) und (ii) gesagten Informationen, prüft sein Wahrnehmung-Erkennunngsalgorithmus ob diese Informationen konsistent mit dem Wissen im Wissenbanksystem (d.h. ob sie diesem Wissen nicht widersprechen) sind; die konsistenten Informationen werden angenommen und nicht konsistente werden als "nicht richtige" oder "vielleicht richtige" bearbeitet, z.B. ignoriert, als falsche betrachtet oder (selten) einige Modelle oder Behauptungen im Wissenbanksystem werden so modifiziert daß die vorher nicht konsistente Informationen jetzt konsistent sind,
v)    je größer die Unbefriedigung oder Befriedigung desto stärker und länger werden die Informationen (z.B. Situationen)  verbunden mit diesen Emotionen gespeichert.
       Eine besondere Rolle bei Bildung von Modellen und Theorien/Behauptungen im Wissenbanksystem spielt das Bedürfnis nach Wissen im Bereich x (in Kürze Wx), für x gleich Technik, Mathematik, Biologie, Genetik, Musik, Literatur, u.s.w. Wenn M
bed(Wx,t) - bef(Wx,t) befriedigt dann lernt oder forscht er gezielt nach neuen Informationen im Bereich x um sein Wissen im Wissenbanksystem zu erweitern oder zu modifizieren. Die Befriedigung des Verlangens bed(Wx,t) - bef(Wx,t), für x gleich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik bildet verifizierbare (durch logisches Denken oder Experimente) Modelle und Behauptungen die die Wirklichkeit im Bereich x darstellen (Mathematik ist eine abstrakte Wirklichkeit die durch Axiome und Denkregeln definiert ist). Diese Wirklichkeitserkennung führte zum gegenwärtigen Stand der Technik, Agrarproduktion, Krankheitsbekämpfung und guter Ernährung in Industrieländer (s. A. Schurmann [SC1]. Entwicklung menschlicher...., http://www.home-a-schurmann.de/menschsys.html, 2009, Absch. 3). Die Befriedigung bed(Wx,t) - bef(Wx,t), für x gleich Musik, Literatur, Bildmalerei, Rhetorik, Film, Theater, u.s.w. hat in der Neuzeit wenig zu tun mit Wirklichkeitserkennung - sie erweitert nur das magische Wissen und magische Fertigkeiten in diesen Bereichen und oft erzeugt nur emotionale Reize.
       Auch die Aktivitätenbank wird ähnlich gebildet wie das Wissenbanksystem. M aneignet sich nur die Aktivitäten die zur Befriedigung seiner gegenwärtigen oder erwarteten Unbefriedigungen nützlich sind oder werden. Das Bedürfnis nach Bewegung fördert das Lernen sportlicher Aktivitäten.
3.3. Von Außen implementierte Bedürfnisse
        Schon vor 2000 Jahren wussten Priester, Philosophen und einige Staatsmänner in Griechenland, nahem Osten, Indien und China daß religiöses und gesellschaftliches Wissen das Verhalten von Menschen wesentlich beeinflusst. In der Neuzeit ist dieses Wissen noch gestiegen. Doch die meißten Menschen, auch in Industrieländer, wissen wenig wie ihr Verhalten von Außen gestaltet ist. Zwar ist M ein determiniertes System, aber sein Funktionieren ist sehr abhängig von Informationen aus seiner Umwelt, z.B. je nachdem welches Wissen M in seinem Wissenbanksystem eingetragen hat erkennt er seine Umwelt und verhält sich konform zu diesem Wissen. Noch undurchsichtiger ist der Einfluss von Modellen, Behauptungen und Hypothesen/ Theorien, von Außen gezielt eingetragen, die neue Bedürfnisse in M bilden und ihn in dieser Weise motivieren diese Bedürfnisse zu befriedigen. Die folgende Beispiele erläutern dies genauer.
Beispiel 1. Menschen haben das angeborenes Bedürfnis, WT, "wissen was nach ihrem Tod geschieht". Menschen mit größerer Unbefriedigung bed(WT,t) - bef(WT,t) entwickelten Hypothesen - primitive Religionen - die dieses Bedürfnis befriedigten. Aufgrund dieser Unbefriedigung konnten Eltern, Priester, und Religionslehrer ihr Religionswissen in Wissenbanken der Kinder und Mitmenschen implementieren (d.h. effektiv lehren) und bildeten in ihnen zusätzlich folgende Bedürfnisse: ZL - "das Zusammenleben mit Mitmenschen nach den Regeln/Geboten der Religion", BZ -"die Bräuche und Zeremonien der Religion ausüben", GO - "für Gott Opfer bringen", RG - "Zugehörigkeit zur Religionsgemeinschaft, AG - "anders Gläubige als Menschen mit minderwertiger Weltanschauung behandeln", und GS -"nicht durch Religionsführer oder Gott bestraft zu werden". Mit diesen Bedürfnissen entstanden auch Unbefriedigungswerte bed(Rb,t) - bef(Rb,t), für Rb gleich ein gesagtes Bedürfnis. In dieser Weise ist das Verhalten des M nicht nur vom Religionswissen und den gesagten Religionsbedürfnissen abhängig, aber auch von den Religionslehrer und  -führer, weil sie das Religionswissen und somit das Verhalten des M mitbestimmen und kontrollieren. Menschen mit den gesagten gemeinsamen Unbefriedigungen bed(Rb,t) - bef(Rb,t) und gemeinsamen Religionswissen bilden eine Religionsgemeinschaft - ein Gesellschaftssystem mit eigenen Regeln und Verhaltensweisen kontrolliert durch einflußreiche Führung. Besonders groß sind die gesagten Unbefriedigungen bei vielen Muslimen - in letzten 50 Jahren steigerten diese Unbefriedigungen zusätzlich, weil viele sich angegriffen fühlen oder ständig mit einer für sie fremden Weltanschauung, wie in Europa, konfrontiert sind. Diese Unbefriedigungen motiviert stark die Mehrheit der Muslime die Weltanschauungen der Andersgläubigen nicht nur abzulehnen aber auch ihr Glauben als wahres Wissen zu verbreiten, und bei einigen Muslimen stiegen die Unbefriedigungen bed(MB,t) - bef(MB,t), für MB gleich GO, RG, BZ und GS so extrem daß sie ihr Leben opfern um gegen die Gegner des Islams (nach ihrer Wahrnehmung) möglichst effektiv zu kämpfen. Die Erfolge des Systems Islam in Mittel- und Westeuropa bestätigen die Mitglieder dieses Systems, daß sie das wahre Wissen haben, im Sinne des Allah handeln und dafür belohnt sind, und wenn sie sich weiter nach dem Koran Verhalten und diese Botschaft weiter verbreiten werden, wird ihr System Islam, und damit auch sie, weiter erfolgreich sein.
Beispiel 2. Menschen haben das angeborene Bedürfnis, GS, "gesund sein". Das medizinische Wissen über Krankheitserreger und die erfolgreiche Anwendung dieses Wissens durch Hygiene befriedigt das Gesundheitsbederfnis, d.h. senkt bed(GS,t) - bef(GS,t). Deswegen akzeptieren viele Menschen in Industrieländer dieses Wissen und haben es in ihren Wissenbanksystemen eingetragen. Dieses Wissen bildete zugleich das Bedürfnis, HV, "nach hygienischem Verhalten". So sind sie motiviert hygienische Aktivitäten auszuführen, d.h. wenn bed(HV,t) - bef(HV,t) genügend groß ist, wird es mittels hygienischer Aktivitäten befriedigt (gesenkt).
3.4. Sucht Menschen; Zusammenarbeit
       Eine große einzelne Unbefriedigung bed(bs,t) - bef(bs,t) des M führt zu dessen Fehlverhalten, wobei bs steht für Bedürfnisse wie nach Drogen, nach Hasard-Spiele, Macht, Anerkennung, materielle Bedürfnisse, nach Sex. In diesen Fällen ist auch bed(bs,t) sehr groß, so daß wenn eine Befriedigung bed(bs,t) - bef(bs,t) stattfindet, dann senkt auch bed(bs,t), und bed(bs,t) steigt und bef(bs,t) senkt nach einer Zeit wieder. Aus dem Steuerungsalgorithmus folgt, daß in diesem Fall M determiniert ist, außer nötigen physiologischen Bedürfnissen, die Unbefriedigung bed(bs,t) - bef(bs,t) zu senken. Das ist eine bs-Sucht. In diesem Fall ist das Wissen und die Aktivitäten die nicht zu dieser Befriedigung benutzt sind ausgeblendet/ignoriert; und auch neues Wissen und neue Aktivitäten die nach Erkennung-Algorithmen des M nicht nützlich für diese Befriedigung sind werden nicht in die Wissen- und Aktivitätenbank eingetragen.
       Das Fehlverhalten von Glücksspiel- und Drogensüchtigen ist bekannt. Weniger bekannt ist das Fehlverhalten von ba-süchtigen, für ba gleich Macht, Anerkennung oder materielle Bedürfnisse. Wenn sie ihr Bedürfnis ba erfolgreich befriedigen, sind sie beneidet und sie verschleiern ihre ba-Sucht. Die die ihre große Unbefriedigung bed(ba,t) - bef(ba,t) nur sehr wenig befriedigen können, sind frustriert (hoher Wert frus) und resigniert (bis zur Depression) oder aggressiv bis zu kriminellen Gewalttätigkeiten (oft bei jungen Menschen) um bed(ba,t) - bef(ba,t) in dieser Weise zu befriedigen. Andere, nicht physiologische Unbefriedigungen bed(bu,t) - bef(bu,t) sind im Vergleich zu großem Wert bed(ba,t) - bef(ba,t) so klein (bed(bu,t) - bef(bs,t) < 0,25*max1), daß sie der Steuerungsalgorithmus ignoriert. Das hat zur Folge daß (wie oben erwähnt) das Wissen, das nur die kleinen Unbefriedigungen betreffen, ignoriert ist, sogar wenn es in der Wissenbank des M vorhanden ist. Auch die Wahrnehmungsalgorithmen des M filtern in dieser Weise Informationen und Aktivitäten. Zusätzlich beschränkt es die Emotionen des M - weil bed(bu,t) - bef(bu,t) relativ klein sind, hat er keine Emotionen verbunden mit Unbefriedigungen oder Befriedigungen dieser Bedürfnisse. Die Emotionen des M beschränken sich auf Emotionssituationen wie ich muß bed(ba,t) - bef(ba,t) befriedigen, ich habe bed(ba,t) - bef(ba,t) befriedigt/gesenkt, Person oder Organisation verhindert (oder will verhindern) die Befriedigung bed(ba,t) - bef(ba,t).
       ba
-süchtige sind in allen Gesellschaftsschichten, wobei Jugendliche mit großen Macht und Anerkennung Unbefriedigungen aus sozial benachteiligten Schichten demonstrieren oft in krimineller und brutaler Weise ihr Verlangen nach Macht und Anerkennung, und es besteht die Gefahr daß sie nicht aus dem Kreislauf  "große Macht-Unbefriedigung --> Frustration --> seltene Machtbefriedigung durch aggressives Verhalten --> wieder große Macht-Unbefriedigung" herauskommen können und auch als Erwachsene weiter so funktionieren. Aber nicht realisierte Macht und  Anerkennung Unbefriedigungen können auch zu Ersatz-Befriedigungen in der Phantasie führen, d.h. in seiner Phantasie stellt sich M vor wie er über einen Menschen, einer Menschengruppe oder Organisation Macht-Aktivitäten ausführt.
     So klare ba-süchtige Menschen sind relativ wenig. Auch wenn Menschen nicht ba-süchtig sind aber nur große Unbefriedigungswerte bed(bai,t) - bef(bai,t), für i<4, haben, z.B. ba1 = Macht, ba2 = Anerkennung, ba3 = materielle Bedürfnisse, dann benutzen sie hauptsächlich nur das Wissen und die Aktivitäten die, nach ihren Erkennungsalgorithmen, zur Befriedigung der gesagten Bedürfnisse nützlich sind.
Beispiel. Es sei FI ein Firmeninhaber - seine Firma produzierte nicht große aber wichtige Maschinenteile. FI hatte große Unbefreidigungswerte Ub1 = bed(An,t) - bef(An,t) = 700 und Ub2 =  bed(FE,t) - bef(FE,t) = 800, wobei An für Anerkennung und FE für die Firma expandieren steht. Er hate Frau und zwei Söhne, aber andere Unbefreidigungen waren nicht groß, z.B. U3 = bed(FA,t) - bef(FA,t) = 200 und U4 = bed(ZK,t) - bef(ZK,t) = 200, wobei FA für  für Familie Zeit haben und ZK  für die Söhne Zeit haben steht. So war er determiniert hauptsächlich Geschäftsaktivitäten auszuführen um U1 und U2 zu befriedigen. Sogar als seine Söhne schwer krank wurden, und seine Frau dies nicht bewältigen konnte und U3  um 200 und U4 um 300 stieg, war er weiter motiviert hauptsächlich Geschäftsaktivitäten auszuführen um seine Firma zu einem Konzern aufzubauen. Seine Frau versagte, die behandelnde Ärzte versagten, die Söhne wurden Behinderte und die Frau depressiv. Nach 10 Jahren ist FI Inhaber eines großen Konzerns und meint, wenn er mehr Zeit für die Familie, insbesondere für die erkrankten Söhne, hätte, wären sie wahrscheinlich gesund - so ist er gescheitert, weil er in so wichtiger Angelegenheit versagte. Doch FI ist weiter verblendet - alles was sein Konzern nicht direkt betrifft ist wenig wichtig und glaubt weiter er sei ein erfolgreicher Mensch.
      Mensch M funktioniert nicht fehlerhaft wenn er z.B. große Werte bed(SR,t) - bef(SR,t) hat und bed(Macht,t) - bef(Macht,t) < 0,8*(bed(SR,t) - bef(SR,t)), wobei SR bezeichnet Staat gut regieren.
Zusammenarbeit. Wenn Menschen motiviert sind nur ihre wichtigsten Bedürfnisse zu befriedigen, kann man fragen warum sie in vielen Fällen zusammenarbeiten? Dies geschieht wenn M erkennt daß eine bestimmte Zusammenarbeit einige seiner Bedürfnisse befriedigt; genauer, Person M1 ist bereit mit Person M2 zusammenzuarbeiten wenn folgende Bedingungen erfühlt sind:
i)      M1 hat Unbefriedigungen Unb(b1) in seiner Liste Lbf1 oder Lbf2 eingetragen, für b1 in B1,
ii)     M1 schätzt mit großer Gewissheit daß (a) er am einfachsten die gesagten Unbefriedigungen senken oder verhindern kann mittels Aktivitäten AFb1, die er nur mit Zustimmung des M2 oder gemeinsam mit ihm ausführen kann, und (b) diese Unterstützung des M2 steigert wesentlich keine Unbefriedigung des M1,                         
iii)    M1 hat kein Hassbedürfnis has(M2) oder bed(has(M2),t) - bef(has(M2),t) ist klein im Vergleich zu seinen Unbefriedigungen Unb(b1).

Zitierte Literatur
[SC1]    A. Schurmann: Entwicklung menschlicher Biotopen und Bio-Systemen;  http://www.home-a-schurmann.de/menschsys.html
, 2009
[SC2]    A. Schurmann: Wie das System China gestalten?, http://www.home-a-schurmann.de/chinage.html , 2010

zum Anfang    
Dr.-Ing. Alfred Schurmann ; Email: alfschurman@yahoo.de

Copyright 29. 09. 2010;   Letzte Korrektur am 07.10.2010  
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